Gesundheitsminister

Jens Spahn fordert Inzidenz von 10 in Deutschland – Absage an Lockerungs-Plan

Viel wurde zuletzt über Lockerungen gesprochen. Jens Spahn hält davon jedoch wenig. Er fordert zudem, die Inzidenz in Deutschland drastisch zu senken.

Berlin/Ahaus – Kommen bald weitere Lockerungen? Angesichts der zuletzt gesunkenen Corona-Neuinfektionen wurde viel darüber debattiert. Die ersten Lockerungen begannen an diesem Montag (22. Februar): Die Schulen in NRW haben teilweise wieder geöffnet. Doch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält nichts von solchen Debatten.

Am Sonntag (21. Februar) erteilte der aus dem Münsterland stammende Jens Spahn in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ einem zeitlich verbindlichen Plan für Lockerungen der Corona-Regeln eine Absage. „Alle wünschen sich einen Drei- und Sechs-Monatsplan, aber das geht halt gerade nicht. Ich finde, wir dürfen da keine falschen Versprechungen machen“, sagte der Gesundheitsminister.

PersonJens Spahn
AmtBundesgesundheitsminister
GeburtsortAhaus (Kreis Borken)

Jens Spahn will bei Lockerungen abwarten

Vor allem angesichts der sich immer weiter verbreitenden Corona-Mutationen wolle er 40-Jährige abwarten – auch im Hinblick auf der Schulöffnungen seit dieser Woche. Ab kommendem Montag (1. März) sollen zudem die Friseursalons wieder ihren Betrieb aufnehmen. „Was jetzt wichtig ist, ist, dass wir schrittweise schauen, welche Veränderung die Öffnung von Kitas und Schulen beim Infektionsgeschehen bringt“, so Jens Spahn weiter.

Die neuesten Lockerungen sorgen dieser Tage auch für Sorgenfalten: Denn die Zahl der Neuinfektionen ist in Deutschland wieder leicht angestiegen. Politiker wie SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach befürchten gar den Beginn der dritten Welle. Andere sehen hingegen die Inzidenz von 35, die von Bund und Ländern beim vergangenen Corona-Gipfel als neuer Maßstab festgelegt worden war, für einen kaum zu erreichenden Wert.

Jens Spahn: Deutschland von 10er Inzidenz weit weg

CDU-Politiker Jens Spahn wünscht sich für Deutschland hingegen eine weitaus niedrigere Inzidenz. „Es macht Sinn, miteinander Stufen zu definieren, ab wann der nächste Schritt gegangen werden kann. Aber die Wahrheit ist: Eine Inzidenz von unter 10, die ist jedenfalls in den allermeisten Regionen in Deutschland gerade ziemlich weit weg“, sagte der Gesundheitsminister in der ARD-Sendung.

Jens Spahn erteilte einem Lockerungs-Plan eine Absage.

In Deutschland liegt die 7-Tage-Inzidenz am Montag bei 61 – sie ist also im Vergleich zu den vergangenen Tagen wieder leicht angestiegen. Selbst in Münster, wo die Inzidenz zuletzt sogar bei unter 20 gelegen hatte, ist der Richtwert zu Beginn der Woche wieder auf 26 angestiegen.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld

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