Coronavirus

„Zahlen sind ermutigend“: Jens Spahn will noch im Winter aus dem Lockdown

Die Lockdown-Maßnahmen scheinen zumindest etwas zu wirken. Die Zahlen der Neuinfektionen gingen zuletzt zurück. Jens Spahn hofft auf einen baldigen Weg in die Normalität.

Die Zahlen der Neuinfektionen sind in Deutschland weiter rückläufig. Das Robert-Koch-Institut (RKI) vermeldete am Donnerstag (4. Februar) 14.211 neue Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus. Zudem wurden innerhalb der vergangenen 24 Stunden 786 Todesfälle gemeldet. Vor einer Woche waren es noch 17.553 Neuinfektionen.

Bedeuten die rückläufigen Zahlen gleichzeitig auch eine Aussicht auf künftige Lockerungen? Bis zum 14. Februar soll der beim vergangenen Corona-Gipfel beschlossene Lockdown noch andauern. Doch wie geht es danach weiter? Angela Merkel betonte jüngst in einem TV-Interview, dass die Kontrolle über das Coronavirus noch nicht erreicht sei. Ob der Lockdown verlängert wird, konnte die Kanzlerin noch nicht sagen. Gesundheitsminister Jens Spahn wagte nun einen Ausblick.

PersonJens Spahn
AmtBundesgesundheitsminister
GeburtsortAhaus (Kreis Borken)

Jens Spahn: Im Winter aus dem Lockdown

„Die Zahlen sind ermutigend, es gibt bei den Neuinfektionen einen spürbaren Trend nach unten. Aber man kann noch nicht abschließend sagen, wo wir am 14. Februar stehen“, erklärte CDU-Politiker Jens Spahn gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Donnerstag. Der aus dem Münsterland stammende Gesundheitsminister plädierte zudem für einen „verantwortungsvollen Übergang vom Lockdown in einen neuen Normalzustand“.

Im ersten Schritt müssten Kitas und Schulen öffnen, betonte Jens Spahn. Ob dies schon ab dem 15. Februar geschehen wird, sei jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Fakt sei aber, so der Gesundheitsminister, dass ein Weg aus dem Lockdown bald erfolgen müsse. „Wir können nicht den ganzen Winter in diesem harten Lockdown bleiben. Das würden wir nicht gut aushalten als Gesellschaft.“

Jens Spahn will bei Lockerungen regional agieren

Jens Spahn hält es für klug, bei den Schritten aus dem Lockdown regional unterschiedlich zu agieren. So könnte es in Münster, wo der Inzidenzwert unter 40 liegt, früher zu Öffnungen kommen, als in Teilen Deutschlands mit hoher Infektionsrate. Ob wirklich regional unterschiedlich gehandelt wird und wie es nach dem 14. Februar aussehen wird, entscheiden Bund und Länder beim kommenden Corona-Gipfel am Mittwoch (10. Februar).

Jens Spahn äußert sich zurückhaltend über Lockerungen der Corona-Maßnahmen ab Mitte Februar.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat einer umfassenden Lockerung nach dem 14. Februar jedoch bereits eine Absage erteilt. Er warnte im Hinblick auf den bevorstehenden Corona-Gipfel vor einem „überstürzten Lockerungswettbewerb“. Es gehe nach wie vor um viele Menschenleben, betonte der CSU-Politiker.

Rubriklistenbild: © Dorothée Barth/dpa

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