Pläne von Jens Spahn

Kampf gegen Corona: Kommen bald Schnelltests für zuhause?

Der Corona-Tests ist bislang nur medizinischen Fachkräften vorbehalten. Doch im Kampf gegen die Pandemie will Jens Spahn ein neues Mittel einsetzen.

Mittlerweile gibt es einige Möglichkeiten, sich auf das Coronavirus testen zu lassen: Ob beim Haus- und Kinderarzt, in mobilen Testzentren oder auch in der Drive-In-Variante ist dies mittlerweile möglich. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) denkt nun über eine neue Möglichkeit nach.

Wie mehrere Medien unter Berufung eines Entwurfs des Ministeriums von Jens Spahn berichten, sollen künftig auch Schnelltests verfügbar sein, die jeder in seinen eigenen vier Wänden wird durchführen können. „Solche Tests sind ein wichtiger Beitrag zur Optimierung der Teststrategie in Deutschland“, heißt es in dem Entwurf.

PersonJens Spahn
Amt Gesundheitsminister
GeburtsortAhaus (Kreis Borken)

Jens Spahn will Corona-Schnelltests für Laien

Zwar gebe es in Deutschland bislang noch keine CE-zertifizierten Tests zur Eigenanwendung, durch die Aufhebung der Abgabebeschränkung solle jedoch ein Anreiz dafür geschaffen werden, heißt es in dem Entwurf weiter. CDU-Politiker Jens Spahn will die Testungen gegen das Coronavirus somit künftig auch den Laien in die Hand geben.

Bevor dies geschieht, müssten die Heim-Schnelltests „hinsichtlich Sicherheit und Leistungsfähigkeit ausreichend gebrauchstauglich zur Eigenanwendung durch Laien“ sein, heißt es in dem Entwurf des Gesundheitsministeriums von Jens Spahn weiter. Bei den bisherigen Antigen-Schnelltests erfolgt der Abstrich, wie auch beim PCR-Tests, über Rachen und Nasenhöhle. Dies sei für einen Schnelltest für zuhause jedoch ungeeignet.

Positive Reaktion auf Pläne von Jens Spahn

Die Pläne des im Münsterland geborenen Gesundheitsminister Jens Spahn, Corona-Schnelltests für Laien auf den Markt zu bringen, kommt bislang gut an. „Studien belegen, dass auch Laien gute Testergebnisse erzielen“, sagte Thomas Preis, Verbandschef des Apothekerverbands Nordrhein. Er vermutet, dass Heimtests als Spuck- oder Gurgeltest eingesetzt werden – „damit ist das Handling einfacher als bei Rachenabstrichen per Wattestäbchen“.

Corona-Schnelltests für zuhause könnten ein weiterer Schritt im Kampf gegen Corona sein.

Auch bei den Grünen dürften die Pläne von Jens Spahn, der kürzlich den Kauf von Corona-Antikörpermitteln angekündigt hatte, auf offene Ohren stoßen. Bundesvorsitzende Annalena Baerbock hatte vor wenigen Wochen bereits dafür plädiert, Schnelltests, bei denen der Abstrich nicht tief in den Rachen oder in die Nase eingeführt wird, für die breite Masse zugänglich zu machen. „Das wäre auch eine vorbereitende Maßnahme, wenn Schulen und Kitas wieder schrittweise geöffnet werden. Das kann nicht nur medizinisches Personal alleine machen“, sagte sie dazu.

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa

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