Gesundheitsminister aus Ahaus

„Gutes Signal“: Sinkende Coronazahlen machen Jens Spahn Mut

Der Trend wirkt positiv: Die rückläufigen Zahlen sind auch an Gesundheitsminister Jens Spahn nicht vorbeigegangen. Dennoch warnte er vor zu viel Optimismus sowie Leichtsinn.

Ist es bereits ein Schritt in die richtige Richtung? Am Montag (18. Januar) vermeldete das Robert-Koch-Institut (RKI) knapp 8800 Neuinfektionen – so wenig wie seit Ende Oktober nicht mehr. Am Dienstag sind es laut RKI 11.369 Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Zahlen, die bei Gesundheitsminister Jens Spahn leichten Optimismus auslösen.

In einem RTL-Interview bezeichnete der 40-Jährige die rückläufigen Corona-Infektionen der vergangenen Tage als „ermutigend“. „Es ist doch ein gutes Signal, dass wir erste sinkende Zahlen sehen, vor allem übrigens auch auf den Intensivstationen, wo so zehn bis 15 Prozent vom Höchststand mit Covid-19-Intensivpatienten die Zahlen mittlerweile zurückgegangen sind.“ Dennoch mahnte CDU-Politiker Jens Spahn vor zu viel Optimismus zum jetzigen Zeitpunkt.

PersonJens Spahn
AmtGesundheitsminister
GeburtsortAhaus (Kreis Borken)

Trotz rückläufiger Corona-Zahlen: Jens Spahn mahnt zur Vorsicht

„Das reicht noch nicht“, betonte der Gesundheitsminister. Die Infektionszahlen in Deutschland seien noch immer zu hoch und die Intensivstationen der Krankenhäuser zu voll. „Und das heißt: Wir müssen weiter runter – und das besser schneller. Umso schneller wir runterkommen, desto eher können wir auch über Lockerungen reden“, so Jens Spahn. Am heutigen Dienstag beraten sich Angela Merkel und die Ministerpräsidenten über weitere Corona-Beschränkungen.

Auch zum Thema Coronavirus-Mutationen äußerte sich der neue stellvertretende CDU-Vorsitzende. „Nach allen Erkenntnissen [...] ist das bisher sehr überschaubar und hat in aller Regel auch mit Reise- und Kontaktgeschehen etwa nach Großbritannien zu tun“, merkte Jens Spahn an. Es sei jedoch trotzdem wichtig, die aktuell geltenden Corona-Regeln und vor allem die Kontaktbeschränkungen einzuhalten, damit sich die Mutation in Deutschland nicht ausbreiten kann. „Denn schnellere Übertragungsraten sowie mehr Infektionen würden dann auch wieder eben schwerste Verläufe bedeuten“.

Pandemie im Sommer vorbei? Jens Spahn verhalten optimistisch

Mit Hinblick auf die sinkenden Corona-Zahlen in Deutschland versuchte der Gesundheitsminister dennoch etwas Zuversicht zu verbreiten. „Wenn wir es jetzt zusammen schaffen in den nächsten zwei bis drei Wochen, die Infektionszahlen deutlich zu reduzieren, dann bin ich sehr optimistisch, dass wir sie dann auch noch für eine deutlich längere Zeit, vielleicht sogar in den Sommer hinein, reduziert halten können“, erklärte der im Münsterland geborene Jens Spahn. Bei optimalem Verlauf des Impfgeschehens könnte es bereits im Sommer einen Weg aus der Pandemie geben.

Die Zahl der Neuinfektionen war in Deutschland zuletzt rückläufig.

Zuvor hatte Jens Spahn eine Verordnung unterzeichnet, die die neue Corona-Mutation genau analysieren soll. Die Überwachung von Mutationen soll dadurch fester Bestandteil der Pandemie-Überwachung werden.

Rubriklistenbild: © Tom Weller/dpa

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