Corona im Münsterland

Lockerungen der Stufe 1 im Kreis Warendorf: Das gilt ab Freitag

Gute Nachrichten für den Kreis Warendorf: Pünktlich zum Wochenende können sich die Menschen in der Region auf die letzte Stufe der Corona-Lockerungen freuen.

Warendorf – Die Corona-Lage entwickelt sich vielversprechend. Da die 7-Tage-Inzidenz bereits am Mittwoch (9. Juni) im Kreis Warendorf den fünften Tag in Folge unter 35 lag (25,9), greifen ab Freitag (11. Juni) die Lockerungen der ersten Stufe der neuen Coronaschutzverordnung der Landesregierung NRW. Stufe 1 bedeutet unter anderem, dass die Innengastronomie erstmals ohne vorherigen Test wieder genutzt werden kann.

Stufe 1 (Inzidenz unter 35) im Kreis Warendorf: Was das bedeutet

Durch den einen Tag als Puffer, der immer in die Umsetzung der neuen Lockerungen mit einberechnet wird, gelten im Kreis Warendorf ab Freitag folgende Corona-Regeln:

  • Treffen sind für Personen aus fünf Haushalten ohne eine Begrenzung der Personenzahl erlaubt. Für Treffen von 100 Personen aus beliebig vielen Haushalten ist ein negativer Coronatest erforderlich.
  • Private Veranstaltungen sind unter freiem Himmel mit bis zu 250 Gästen zulässig. In Innenräumen sind bis zu 100 Gäste mit einem negativem Coronatest erlaubt.
  • Konzerte und Aufführungen, etwa in Theatern, Konzerthäusern und Kinos, sind mit bis zu 1000 Personen sowohl innen als auch außen erlaubt. Erforderlich sind ein negativer Coronatest und ein Sitzplan.
  • Nicht professioneller Musikprobebetrieb ist in Innenräumen mit negativem Coronatest erlaubt – für bis zu 30 Personen bei Gesangsproben, für bis zu 50 Personen bei Blasinstrumenten.
  • Ab dem 1. September sind Musikfestivals, Schützen- und Volksfeste mit einer maximalen Personenzahl von 1000 mit negativem Coronatest erlaubt.
  • Auch die Clubs und Discotheken in NRW soll laut Stufenplan ab dem 1. September wieder öffnen dürfen. Weitere Informationen dazu gab es jedoch noch nicht. Bei einer Landesinzidenz von unter 35 kann auch der Innenbereich ohne Personenbegrenzung mit Test und genehmigtem Konzept wieder öffnen.
  • Im Einzelhandel gilt bislang eine Begrenzung der Kundenzahl auf eine Person je 10 Quadratmeter. Diese Regel fällt für Geschäfte über 800 Quadratmeter weg.
  • Innengastronomie ist weiterhin mit negativem Testergebnis für Gäste zugelassen. Der Test fällt jedoch weg, wenn auch die Landesinzidenz in NRW unter 35 liegt, was mittlerweile der Fall ist. Abstandsregeln müssen eingehalten werden. Auch Kantinen und Mensen können unter gleichen Bedingungen geöffnet werden. Für die Außengastronomie ist kein negativer Coronatest mehr notwendig.
  • Kontaktsport im Freien und in Innenräumen ist mit bis zu 100 Personen und negativem Coronatext möglich. Hallensport und die Nutzung der Fitnessstudios sind mit einem Test und gesicherter Kontaktverfolgung erlaubt. Unter freiem Himmel sind Zuschauer von über 1000 auf Sitzplätzen ohne Negativtest zugelassen, jedoch nur bis zu 33 Prozent Auslastung der eigentlichen Kapazitäten. In Innenräumen sind höchstens 1000 Personen mit Negativtest auf Sitzplätzen erlaubt, bis maximal 33 Prozent der Kapazitäten.
  • Ab dem 1. September 2021 sind Sportfeste ohne Personenbegrenzung mit negativem Coronatest und einem genehmigten Konzept erlaubt.
  • Alle Bäder, Saunen und Indoorspielplätze können ohne Personenbegrenzung genutzt werden. Ein negativer Coronatest ist erforderlich.
  • Freibäder (mit Liegewiese) können ohne Coronatest besucht werden.
  • Tagungen und Kongresse können mit einer Personenzahl von maximal 1000 mit einem negativem Coronatest durchgeführt werden.
Kreis Warendorf: Die gute Corona-Lage führt zu Lockerungen der Stufe 1 (Symbolbild)

Doch die neugewonnen Freiheiten haben nicht nur gute Seiten: In Münster etwa führten die Lockerungen zu ausufernden Partys am Aasee. Dagegen wollen Polizei und Stadt nun verschärft vorgehen. In der Hauptstadt des Münsterlandes gilt bereits seit dem 29. Mai Stufe 1 des Drei-Stufen-Plans.

Rubriklistenbild: © Ole Spata/dpa

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