Mord-Ermittlungen

Feuerwehrmann stirbt bei Gas-Explosion: Belohnung für Hinweise ausgesetzt

Nachdem der toedlichen Gas-Explosion in Lienen  wird Zeugen eine Belohnung geboten.
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Nachdem der tödlichen Gas-Explosion in Lienen  wird Zeugen eine Belohnung geboten.

Mit nur 19 Jahren starb ein Feuerwehrmann in Lienen bei einer Explosion. Nun setzt die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 5000 Euro aus.

  • Bei einer Gasexplosion in Lienen wurde ein 19-jähriger Feuerwehrmann getötet.
  • Erste Ermittlung der Mord-Kommission deuten auf Vorsatz hin.
  • Die Staatsanwaltschaft setzt nun eine Belohnung aus.

Lienen – Knapp zehn Tage ist es her, dass sich in der Gemeinde Lienen eine folgenschwere Explosion ereignete, bei der ein 19-jähriger Feuerwehrmann ums Leben kam. Jetzt meldete sich die ermittelnde Staatsanwaltschaft Münster erneut zu Wort und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Lienen (NRW): Ermittler bitten um Hinweise zu Gasflasche

Nach der Explosion in Lienen am 8. Februar (Samstag) richtete die Staatsanwaltschaft Münster eine Mordkommission ein, die die näheren Umstände des Vorfalls untersuchen sollte. Ersten Ermittlungen zufolge soll die Gas-Explosion in Lienen mit Absicht verursacht* worden sein. So wurden im Keller des Mehrfamilienhauses, das ansonsten über keinerlei Gasleitungen verfügt, eine Gasflasche und eine Kerze gefunden.

"Unser Ziel ist es, die Tat so schnell wie möglich aufzuklären", sagt Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt in der gemeinsamen Presseerklärung von Staatsanwaltschaft Münster* sowie Polizei Münster und Steinfurt zu den Ermittlungen. "Experten des Landeskriminalamtes haben in den vergangenen Tagen die Gasflasche untersucht und DNA-Spuren gefunden. Die Spurensuche an der Kerze ist noch nicht abgeschlossen." Nun wollen die Ermittler mehr über die Herkunft der Gasflasche aus dem Wohnhaus in Lienen erfahren, wie msl24.de* berichtet.

Nach Explosion in Lienen (NRW): 5000 Euro Belohnung ausgelobt

Dafür gewährt die Staatsanwaltschaft Münster eine Belohnung von 5000 Euro für sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung der Straftat in Lienen führen. "Wir suchen Zeugen, die unter anderem Angaben zu der Gasflasche machen können", erläutert Kriminalhauptkommissar Thomas Götze, Leiter der Mordkommission.

"Insbesondere interessiert uns, woher diese auffallende Flasche stammt oder wer sie zuletzt benutzt hat", sagt Götze weiter. Die Staatsanwaltschaft veröffentlicht deswegen ein Foto der etwa 20 Liter umfassenden, roten Gasflasche aus Lienen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung:

Diese Gasflasche wurde nach der Explosion in dem Mehrfamilienhaus in Lienen gefunden.

Ermittlungen nach Explosion in Lienen: Hinweise erbeten

Bisher wissen die Ermittler nicht, woher die Gasflasche stammt. Zudem müssen sie nun klären, ob die bislang gesicherten DNA-Spuren etwas mit der Explosion in Lienen zu tun haben. "Jeder noch so kleine Hinweis aus der Bevölkerung kann für uns entscheidend sein", erklärt Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt weiter. 

Hinweise zu der Gasflasche oder generell zu der Explosion in Lienen nehmen die Ermittler der 16-köpfigen Mord-Kommission telefonisch (02551/15 56 78) oder per E-Mail (hinweis.lienen@polizei.nrw.de) entgegen. In der Region ereignete sich vor wenigen Monaten ein ähnlicher Vorfall: Die Polizei ermittelte in Münster nach einer Explosion in einem Wohnhaus*. Eine Mutter und ihre Tochter hatten das Gebäude in die Luft gesprengt, weil die Zwangsräumung drohte.

*msl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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