Prozessbeginn

Schlimme Vorwürfe: Eigene Tochter missbraucht? Eltern vor Gericht

In Muenster steht ein Paar wegen des Vorwurfs des Kindesmissbrauchs vor Gericht. (Symbolbild)
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In Münster steht ein Paar wegen des Vorwurfs des Kindesmissbrauchs vor Gericht. (Symbolbild)

Ein Paar muss sich vor dem Landgericht Münster verantworten. Der Vorwurf: Sie sollen ihr eigenes Kind missbraucht haben. Doch sie erzählen eine andere Geschichte.

  • Kindesmissbrauchs-Prozess am Landgericht Münster
  • Paar aus Lüdinghausen soll Tochter schwer missbraucht haben
  • Angeklagte belasten das Kind

Lüdinghausen/Münster – Die Vorwürfe wiegen schwer: Eine 38-Jährige und ihr vier Jahre älterer Lebensgefährte sollen die Tochter der Frau missbraucht haben. Die Taten sollen sich laut Anklageschrift zwischen Anfang 2014 und Ende 2016 zugetragen haben.

Prozess in Münster: Paar aus Lüdinghausen soll Sex vor Tochter gehabt haben

Die Tochter der Angeklagten war zu dem Zeitpunkt elf Jahre alt. In der gemeinsamen Wohnung in Lüdinghausen soll es seitens des 42-Jährigen zum schweren sexuellen Missbrauch an dem Kind gekommen sein. Zudem soll das Paar vor den Augen des Mädchens sexuelle Handlungen vorgenommen haben.

Am Dienstag (21. Januar) begann nun der Prozess gegen die Beiden. Die Beschuldigten wiesen die gegen sie erhobenen Vorwürfe vehement von sich. Der Mann sagte vor dem Landgericht, das vor wenigen Monaten Johannes J. aus Münster wegen Kindesmissbrauchs verurteilte, aus, dass er das Kind nicht missbraucht habe. Vielmehr habe sich die Tochter der Lebensgefährtin aus Lüdinghausen damals auffällig gezeigt, sich ihm nähern wollen und zu sexuellen Handlungen aufgefordert.

Paar aus Lüdinghausen wehrt sich gegen Vorwürfe

Die Annäherungsversuche der damals Elfjährigen seien mitunter sehr aggressiv gewesen, erläuterte der Angeklagte. Die Mutter des mutmaßlichen Opfers bestätigte die Ausführungen des 42-Jährigen aus Lüdinghausen. Vermutlich wird ihre Tochter im Missbrauchs-Prozess in Münster noch aussagen müssen. Dann wird vermutlich ein wenig Licht ins Dunkle kommen. Der nächste Verhandlungstag wurde für den kommenden Freitag (24. Januar) angesetzt.

Derzeit wird vor dem Landgericht ein weiterer Prozess wegen Kindesmissbrauchs verhandelt: Ein Familienvater aus dem Kreis Steinfurt soll seine leibliche Tochter schwer missbraucht haben. Die Taten soll er zudem gefilmt haben. Seit vergangenem Jahr steht zudem ein weiterer Mann unter Verdacht: Der Mitarbeiter der Stadt Münster soll einen Jugendlichen missbraucht haben. Er wurde von seiner Arbeit freigestellt.

Vor dem Landgericht Bielefeld wird derzeit dieser Fall behandelt: Ein Mann aus Sassenberg soll seine Nichte und seinen Neffen sexuell missbraucht haben. Die Taten filmte er sogar. Verurteilt wurde nun auch dieser Mann: Der Angeklagte aus Ahaus hatte von einer Elfjährigen Nacktbilder gefordert. Er lernte sie im Chat kennen.

Zudem ging kürzlich ein dieser Prozess zu Ende: Ein Student aus Münster wurden wegen Kindesmissbrauchs verurteilt. Ihm wurden 120 Taten vorgeworfen.

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