Antje Mönning zog blank

Zu freizügig? Schauspielerin aus Münster verurteilt – weil sie sich vor Männern räkelte

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Antje Mönning zeigte sich nach dem Gerichtsurteil zufrieden.

Wie weit darf Freizügigkeit gehen? Auch darum ging es in einem Prozess gegen die TV-Schauspielerin Antje Mönning. Sie hatte sich auf einem Parkplatz knapp bekleidet vor Männern geräkelt. Jetzt wurde das Urteil gesprochen.

Lüdinghausen/Kaufbeuren – "Um Himmels Willen", so lautet die die ARD-Serie, in der Antje Mönning eine Nonne spielt. "Um Himmels Willen" könnten jedoch auch die Gedanken der drei Männer gewesen sein, als sie eben jene Schauspielerin auf einem Parkplatz in einem durchsichtigen Shirt, Minirock und ohne Unterwäsche sahen.

Antje Mönning posierte lasziv auf Parkplatz – Polizisten filmten das Schauspiel

Zwei der drei Männer, die das Schauspiel der 41-Jährigen Lüdinghauserin miterlebten, waren als Zivilpolizisten auf dem Parkplatz unterwegs und kontrollierten gerade einen LKW-Fahrer. Antje Mönnings Räkel-Show nahmen sie mit dem Handy für die Beweisaufnahme auf.

Jetzt musste sich die gebürtige Münsteranerin vor dem Amtsgericht in Kaufbeuren wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses verantworten. Vor Gericht betonte Antje Mönning über ihren Anwalt, sie habe den Rock "aus einer künstlerischen Laune heraus" gehoben. 

Schauspielerin Antje Mönning aus Lüdinghausen feiert Urteil als Erfolg

Der Richter sah in dem Tanz der Schauspielerin hingegen eine sexuelle Handlung. Für den LKW-Fahrer war die ganze Sache indes nicht wirklich schlimm. Als "Auflockerung" habe er den Strip der in Lüdinghausen aufgewachsenen Schauspielerin gesehen. "Ich habe zuschauen dürfen", gab er vor Gericht erfreut zu.

Letztlich konnte der Tatbestand der Erregung öffentlichen Ärgernisses nicht nachgewiesen werden. Daher muss die Lüdinghauserin Antje Mönning lediglich wegen einer Ordnungswidrigkeit eine Geldstrafe von 300 Euro zahlen. "Das Urteil ist auf jeden Fall ein Erfolg", schrieb die Schauspielerin nach dem Prozess auf ihrer Facebook-Seite.

In Lüdinghausen hat sich vor kurzem ein tragischer Vorfall ereignet: Ein Mann verstarb nach einem Arbeitsunfall. Indes musste sich vor dem Landgericht Münster ein 22-Jähriger verantworten: Er hatte gemeinsam mit anderen Männern 181 Gasflaschen klauen wollen und wurde jetzt verurteilt.

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