Familienbetrieb in Lüdinghausen

Neugierig, aber scheu: "Abolengo de Alpaca" züchtet exotische Nutztiere

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Auf dem Hof "Abolengo de Alpaca" leben rund 100 Tiere. 

Mitten im Grünen: Auf der Weide des Gutes "Abolengo de Alpaca" in Lüdinghausen tummeln sich weiße und braune Wolltiere. Aus der Ferne könnte man sie mit Schafen verwechseln – doch der Hof züchtet Alpakas.

Bilder vom Alpakahof "Abolengo de Alpaca"

 © Stefanie Masuch / msl24.de
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Lüdinghausen – Es ist laut auf dem Hof "Abolengo de Alpaca" (Aldenhövel 63). Der Laubbläser und die Schermaschine versuchen, sich gegenseitig zu übertönen. Ab und zu ist noch das Blöken eines Alpakas zu hören.

Es ist Schertag. Der steht einmal im Jahr an – und bedeutet für die Bewohner, Helfer und Tiere des Hofes in Lüdinghausen volles Programm: Seit 7.30 Uhr am Morgen werden die Vierbeiner nacheinander um einige Kilo erleichtert. Bevor es den Tieren jedoch an die Wolle geht, werden sie mit dem Laubbläser entstaubt, ansonsten würde die Schermaschine durch den Sand im Fell zu schnell abstumpfen. 

Die Lautstärke des Gebläses scheint den Alpakas nichts auszumachen. Anders ist das jedoch, als es dann ernst wird: Fürs Scheren müssen die Tiere hingelegt werden, doch das mögen die Vierbeiner nicht – sie sind aufgeregt und geben nervöse Geräusche von sich. 

Nachher ist dann aber doch alles halb so wild: "Die Alpakas sind richtig erleichtert, sobald das Fell ab ist. Sie können die Sonne dann viel besser genießen", erklärt Robin Näsemann, der den Hof in Lüdinghausen gemeinsam mit dem Rest seiner Familie betreibt. 

Anstrengende Prozedur: Die Alpakas müssen für das Scheren stillhalten.

Lüdinghausen: Alpaka-Zucht seit 2004

Seine Mutter war 2004 auf die Alpakas gestoßen und hatte sich gleich verliebt. Da Familie Näsemann schon immer Freude an der Tierzüchtung hatte, war die Sache schnell klar: Die ersten Tiere kamen direkt aus Peru zu ihnen. Seitdem leben die Züchter auf dem weitläufigen Gut in Lüdinghausen. 

Wichtig ist der Familie, dass alles selbst gemacht wird –von vorne bis hinten: Das fängt bei der Zucht und Haltung an, geht über das Scheren und Waschen bis hin zur Verarbeitung der Wolle. "Toll ist, dass wir keine Tiere züchten, nur um sie dann zu schlachten. Alpakas sind relativ einfach in der Haltung, eignen sich zum Spazierengehen, zur Therapie und natürlich zur Wollgewinnung", berichtet Näsemann. 

Aus dem "Vlies" kann vieles hergestellt werden: Schals, Decken, Strickwolle. Wer sich die Produkte auf dem Hof in Lüdinghausen näher anschaut, kann sich bei der Gelegenheit auch gleich die Haltung der südamerikanischen Vierbeiner zeigen lassen. 

Alpaka-Wanderungen durch Lüdinghausen

Bei den Bewohnern des Münsterlandes sind die peruanischen Vierbeiner inzwischen beliebt: Die Nachfrage nach Alpaka-Wanderungen steigt. Deshalb bietet "Abolengo de Alpaca" Spaziergänge durch Lüdinghausen und Umgebung an. Dabei erfahren die Teilnehmer viel über die Tiere aus Südamerika und können ihnen ganz nahe kommen. 

Etwa drei bis fünf Termine gibt es während der Saison monatlich. Schon jetzt sind die Daten für 2019 fast komplett ausgebucht. Die Tiere, die artverwandt mit Kamelen sind, sind neugierig, aber auch etwas scheu. Beim Besuch auf der Damen-Weide werden Eindringlinge zunächst mit Skepsis beäugt. Die männlichen Alpakas gehen forscher an die Sache heran: Sie begrüßen die Besucher schon am Weidezaun. 

Robin Näsemann und seine Familie betreiben den Hof in Lüdinghausen seit 2004.

Hof in Lüdinghausen verkauft Alpakas für den Garten 

Um die 100 Alpakas stehen meistens auf dem Hof in Lüdinghausen. Einige davon werden an private Haushalte verkauft. "Allerdings müssen mindestens zwei bis drei Tiere zusammenleben", erklärt Näsemann. Dann seien die Vierbeiner aber auch im großen Garten glücklich. Ein Tier kann bis zu 20 Jahre alt werden. Die Anschaffungskosten liegen, je nach Qualität der Wolle, zwischen 1500 und 5000 Euro. 

Bis in den Abend hinein wird die Familie damit beschäftigt sein, die Tiere zu scheren. Dann kann auf dem Hof der Näsemanns in Lüdinghausen wieder Ruhe einkehren – fürs Erste. Schon am Wochenende steht die nächste Alpaka-Wanderung an. 

In der Nähe von Lüdinghausen ermöglicht der Gnadenhof in Rhede Tieren ein besseres Leben: Dort haben Pferde, Hunde und Ziegen ein neues Zuhause gefunden. Im ganzen Münsterland gilt – gerade für Tierbesitzer – Vorsicht vor dem Eichenprozessionsspinner. Die giftigen Haare der Raupe können für Hunde tödlich sein. 

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