Kosmisches Himmelspekakel

Mondfinsternis im Münsterland: Wann und wo das Phänomen am besten zu sehen ist

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Eine partielle Mondfinsternis wird am Dienstag zu sehen sein. Das nächste Phänomen dieser Art findet erst wieder 2021 statt.

Romantisch oder faszinierend? Es gibt viel Gründe, sich die partielle Mondfinsternis über dem Münsterland am Dienstag anzusehen. Nur auf den Anfang müssen die Menschen der Region verzichten.

Münsterland – Der Mond ist dunkel. Dass die Menschen ihn überhaupt sehen, liegt an der Sonne: Sie strahlt ihn an, er reflektiert ihr Licht. Doch wenn die Sterne richtig stehen, sind am Himmel faszinierende Ereignisse zu beobachten, beispielsweise eine Mondfinsternis

Nur bei Vollmond, also wenn die eine Seite vollständig von der Sonne angestrahlt wird, können die Menschen den großen Stern "komplett" sehen. Den Rest des Monats ist er nur teilweise zu erkennen, dann ist vom zu- oder abnehmenden Mond die Rede. Obwohl der Mensch also häufiger einen unvollständigen Mond sieht, wirkt eine Mondfinsternis geradezu anziehend. Dabei gibt es drei Arten: 

  • totale Mondfinsternis
  • partielle Mondfinsternis
  • Halbschatten-Mondfinsternis

Partiellen Mondfinsternis am Dienstag im Münsterland 

Die Ausprägung hängt vom Stand der Gestirne ab: Stehen Sonne, Erde und Mond exakt in einer Reihe, dann kann die Sonne den Mond nicht mehr anstrahlen  – denn der Blaue Planet liegt genau dazwischen. Wenn Luna komplett im sogenannten Kernschatten des Globus liegt und dadurch vollständig verdunkelt wird, ist von einer totalen Mondfinsternis die Rede. 

Wenn die Erde sich zwischen Luna und Sonne schiebt, entsteht eine Mondfinsternis. 

Liegt der Mond aber nur teilweise im Kernschatten, teilweise im Halbschatten, dann entsteht eine partiellen Mondfinsternis und Luna strahlt rosarot vom Himmel – wie am Dienstag (16. Juli), nur wenige Tage vor dem Jahrestag der Mondlandung 1969. Die halbe Welt nimmt an diesem Phänomen teil. Es ist von Europa, einem Großteil Asiens, Australien, Afrika, Südamerika, aus Teilen Nordamerikas und von der Antarktis aus zu sehen. Lediglich die Ausrichtung des Schattens verändert sich mit den Breitengraden.

Alle Zeiten zur partiellen Mondfinsternis im Münsterland

Los geht es bereits um 20.43 Uhr mit einer Halbschattenfinsternis, wenn die drei Protagonisten sich ihrer geraden Formation, der Mondfinsternis, nähern. Da der Mond im Münsterland aber erst um 21.36 Uhr aufgeht, wird davon nichts zu sehen sein, weil Luna dann noch unterhalb des Horizonts liegt.  

Erst mit Beginn der partiellen Finsternis des Mondes um 22.01 Uhr ist das Spektakel auch in der Region rund um Münster zu beobachten. Die maximale Verdunkelung ist dann um 23.30 Uhr erreicht, um 00.59 Uhr löst sich die partiellen Mondfinsternis wieder auf, und um 02.17 Uhr hat auch die Halbschattenfinsternis ein Ende. 

Ereignis 

Uhrzeit

Sichtbarkeit

Beginn der Halbschattenfinsternis

Dienstag, 20.43 Uhr

Nein

Beginn der partielle Mondfinsternis

Dienstag, 22.01 Uhr

Ja

Maximale Verdunkelung des Mondes

Dienstag, 23.30 Uhr

Ja

Ende der partiellen Mondfinsternis

Mittwoch, 00.59 Uhr

Ja

Ende der Halbschattenfinsternis

Mittwoch, 02.17 Uhr

Ja


Das nächste Event dieser Art findet erst wieder am 18. und 19. November 2021 statt. Wer sich die partielle Mondfinsternis deshalb mit professioneller Unterstützung ansehen will, sollte zu den Aasee-Wiesen in Münster kommen. Dort bauen die "Sternfreunde" und das LWL-Planetarium in Münster ihre Teleskope für interessierte Bürger auf. 

Die Experten werden ebenfalls vor Ort sein, um den Besuchern mehr Informationen zur partiellen Mondfinsternis und andere Besonderheiten des Sternenhimmels zu vermitteln. Das Event finde allerdings nur bei "gutem Wetter beziehungsweise freier Sicht auf den Mond statt", so die Veranstalter. Die Chancen dafür stehen aber sehr gut. Der Eintritt ist frei.

Einen Blick durch das Teleskop können Interessierte unter Anleitung der Sternfreunde ab 22 Uhr in Münster werfen.

Ebenfalls am Dienstag (16. Juli) kam es zu einem spektakulären Sieg: Ruhm, Ehre und rund 8,92 Millionen Euro gewann Hossein Ensan aus Münster bei der "World Series of Poker". Damit kommt der neue Weltmeister aus dem Münsterland.

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