Angeklagter aus Greven

Im Urlaub: Mann vergewaltigt seine Ehefrau – jetzt steht er vor Gericht 

Ein 41-Jähriger aus Greven muss sich seit Montag (10. September) dem Schöffengericht Rheine stellen. Seine ehemalige Ehefrau hatte ihn wegen wiederholter Vergewaltigung angeklagt. 

Rheine/Greven – Sie war seine Ehefrau. Gemeinsam hat das Paar mit türkischen Wurzeln zwei Kinder bekommen. Doch 2013 wurde alles anders: Der Angeklagte (41) vergewaltigte seine Lebensgefährtin. 

Die Familie hatte zu dem Zeitpunkt Urlaub in der Türkei gemacht, wie die Ehefrau als Zeugin aussagte. Als sie nicht mit ihrem Mann habe schlafen wollen, wurde dieser gewalttätig. Er riss ihr die Kleider vom Leib, schlug und würgte sie, bis die Frau keine Luft mehr bekam. "Ich habe gedacht, dass ich sterben müsste", sagte sie zitternd und unter Tränen. 

Mann vergewaltigt seine Ehefrau: Tochter unterbricht Gewalt

Doch nach der Vergewaltigung war der Alptraum noch nicht vorbei: Der Aussage seine Ex-Frau nach habe er sie danach an den Haaren ins Bad gezogen und dort weiter auf sie eingeschlagen. Der Mann hörte erst auf, als die damals dreijährige Tochter nach ihrer Mutter rief. 

Die Mutter wollte nach dem Übergriff die Polizei rufen. Dazu packte sie ihre Sachen und flüchtete mit den Kindern zur Rezeption. Der Nachtportier erklärte ihr allerdings, dass die Polizei erst am nächsten Tag gerufen werden könne und gab der Frau ein anderes Zimmer. Ihr Ehemann klopfte eine Stunde später an die Tür. Die Frau ging mit ihm zurück. Zwei Tage später ließ sie ihr Ohr untersuchen: Der Arzt diagnostizierte ein Loch im Trommelfell. 

Nach Vergewaltigung: Angeklagter droht mit Mord 

Der Angeklagte kündigte an, dass er der Frau die Kinder wegnehmen und sie umbringen würde, sollte sie Anzeige erstatten. Zurück in Deutschland drohte er, das Haus abzubrennen, "weil ich sehen will, dass du brennend heraus läufst". Der Angeklagte sagte nichts zu den Vorwürfen, die seine Ex-Frau gegen ihn erhob. Als sie vor Gericht von seinen Übergriffen erzählte, kaute er Kaugummi und grinste. 

Im Januar 2015 kam es zu einer weiteren Vergewaltigung im eigenen Haus. Als die Frau herausfand, dass ihr Ehemann sie betrog, entschied sie sich für die Scheidung. Erst danach traute sie sich, Anzeige zu erstatten. Der Prozess wurde nun um einige Tage verschoben. Der Verteidiger möchte den Arzt, der die Frau in der Türkei untersucht hatte, als Zeugen hören. 

Der Prozess wird am 14. September (Freitag) weitergeführt. Wir berichten. 

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