Flammen in Hörstel, Ibbenbüren und Rheine

Feuerteufel unterwegs? Erneute Brandstiftung führt zu Tätern

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Fünf Mal musste die Polizei am Wochenende ausrücken, um Brände im Kreis Steinfurt aufzunehmen. In allen Fällen handelte es sich um Brandstiftung (Symbolbild).

Die Polizei ermittelt derzeit, inwiefern die Brände in Hörstel zusammenhängen. Bei einer erneuten Brandstiftung konnten Zeugen die Täter nun filmen. 

Update: 15. Mai. Hörstel – Nach dem am Freitag und Sonntag bereits mehrere Brände bei Polizei und Feuer gemeldet worden waren, kam am Montag (13. Mai) die nächste Meldung dazu: Gegen 20 Uhr hatten Zeugen drei Jungen beobachtet, wie sie mit einem Feuerzeug hantierten.

"Einer von ihnen versuchte offensichtlich ein städtisches Beet anzuzünden", berichten die Beamten aus Hörstel. Eine Zeugin filmten die Situation mit seinem Handy und gab das Material an die Polizei weiter. Obwohl die Täter bereits geflohen waren, konnten sie durch die polizeilichen Ermittlungen ausfindig gemacht werden. 

Noch am Montagabend konnten die Beamten die Identität der drei Jungen im Alter von 10 bis 13 klären. Sie sollen nun verhört werden: "Ob einer oder mehrere dieser Jungen auch für die an den vergangenen Tagen insbesondere durch Feuer entstandenen Sachschäden infrage kommen, wird dabei geprüft." Die Ermittlungen zu den Fällen in Hörstel, Ibbenbüren und Rheine dauern somit an.

Feuerteufel unterwegs? Fünffache Brandstiftung in drei Tagen

Erstmeldung: 14. Mai. Kreis Steinfurt – Fünf Vorfälle, drei Städte, ein Wochenende: Vermehrt mussten Polizei und Feuerwehr am Freitag und Sonntag zu Bränden in Hörstel, Ibbenbüren und Rheine ausrücken.

Gegen 16.30 Uhr am Freitag (10. Mai) musste die Polizei in Hörstel zum ersten Mal an diesem Wochenende ausrücken. Ein Zeuge hatte sich bei den Beamten gemeldet, nachdem er eine Beobachtung gemacht hatte: Zwei männliche Jugendliche hatten versuchten, eine Hecke an der Gartenstraße anzuzünden. 

"Als er sie ansprach, flüchteten die beiden", berichtet die Polizei in Hörstel. Die Beamten suchen nun mit folgender Beschreibung nach den zwei Tätern und bitten um Hinweise (05971/938 42 15):

  • 12 Jahre alt und 1,20 Meter groß, Jeanshose, heller Pullover
  • 14 Jahre alt und 1,50 Meter groß, Jeanshose, blauer Pullover

Waldstück in Hörstel: Laub und Äste in Brand

Der nächste Einsatz in Hörstel folgte am Sonntag (12. Mai) gegen 13.50 Uhr: In dem Waldstück zwischen dem Aldi-Markt (Dürerstraße 11) und dem Bahnhof bemerkt ein Zeuge, dass sich starker Rauch entwickelte und informierte Polizei und Feuerwehr. 

"Es waren Laub und Äste in Brand geraten. Es ist von einer fahrlässigen oder vorsätzlichen Brandstiftung auszugehen", erklären die Beamten in Hörstel und bitten auch in diesem Fall um Hinweise (05971/938 42 15).

Nur zwei Stunden später mussten sie erneut ausrücken – zu einem Tatort, der nur 450 Meter entfernt lag. Gegen 15.50 Uhr am Sonntag hatten Zeugen bemerkt, dass die Kapelle des Seniorenzentrums "Marienhof" (Alte Glashüttenstraße 6) stark verqualmt, das Feuer aber bereits erloschen war war. Unbekannte Täter hatten die Umrandungen der Tischdecken angezündet. Die Polizei in Hörstel bittet ebenfalls um Hinweise (05971/938 42 15).

An drei Orten – nur wenige Hundert Meter von einander entfernt – kam es am Wochenende zu Fällen von Brandstiftung. 

Nicht nur Hörstel: Weitere Brände in Ibbenbüren und Rheine

Auch in Ibbenbüren vermeldeten die Polizisten einen Vorfall von Brandstiftung: Am Freitagabend (10. Mai) gegen 19.30 Uhr warf eine Gruppe von Unbekannten mit glühenden Grillbriketts auf ein Terrassendach in der Sauerlandstraße.

 "Diese durchschmorten die Stegplatten, die Briketts lagen auf der Terrasse", berichten die Beamten aus Ibbenbüren. Es entstand allerdings nur ein geringer Sachschaden. Die Polizei in Lüdinghausen bittet um Hinweise (05451/591 43 15).

Am Sonntag (12. Mai) meldete ein Zeuge in Rheine gegen 14.30 Uhr außerdem zwei Jungen (zirka 13), die in die leerstehende Lagerhalle in der Hovestraße eindrangen und sich dort für rund eine Stunde aufhielten. Danach fuhren die beiden mit Fahrrädern davon. 

"Im Obergeschoss waren die Räder eines Einkaufswagens und eine Jacke angezündet worden. Weiterer Schaden entstand nicht", berichtet die Polizei in Rheine. Hinweise nehmen die Beamten unter 05971/938 42 15 entgegen. 

Trotz zahlreicher Brandstiftungen im Kreis Steinfurt blieb es bei Sachschäden (Symbolbild).

Erst kürzlich kam eswegen eines "Reichsbürgers" in Hörstel zu einem Polizeieinsatz: Die Beamten begleiteten einen Schornsteinfeger in das Haus des Mannes. Außerdem ereignete sich erst vor Kurzem eine gefährliche Situation in der Nähe von Hörstel: Ein Teenager verfolgte in Rheine eine Frau. Dann griff er nach einer Flasche und bedrohte sie.

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