Rheine

20-Jähriger überfährt Person auf Acker – Beschuldigter in U-Haft

Ein Gefängniswärter schließt eine Tür auf. Eine unbedachte WhatsApp-Nachricht könnte für einen Gefängnis-Praktikanten nun teuer werden.
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Ein junger Mann sitzt nach einem Vorfall in Rheine in U-Haft.

Beinahe gestorben ist ein Mann nach einem Vorfall in Rheine: Der Täter sitzt nun in Untersuchungshaft.

Update: 23. März. Nach dem Großeinsatz am vergangenen Samstag (20. März) in Rheine konnte die Polizei nun ermitteln, was am besagten Abend im Bereich der Kreuzung Hopstener Damm passiert ist. Ein 20-Jähriger aus Gronau wurde festgenommen und befindet sich jetzt in U-Haft.

Im Zuge der Unfallaufnahme hatte die Polizei an einem angrenzenden Acker eine schwer verletzte Person vorgefunden. „Der 31-jährige Mann aus Hörstel war zu diesem Zeitpunkt schwer unterkühlt, nicht mehr ansprechbar und musste nachfolgend notärztlich versorgt werden“, heißt es in einer Mitteilung zu den Geschehnissen aus Rheine. Ermittlungen und umfangreiche Spurenauswertungen ergaben, dass der Mann zu Fuß über den Kreuzungsbereich auf den Acker geflüchtet war.

Der 20-Jährige, der mittlerweile in U-Haft sitzt, verfolgte seinen Kontrahenten mit seinem Auto und soll diesen von hinten angefahren und über seinen Wagen geschleudert haben. Anschließend habe er den Schwerverletzten auf dem Acker in Rheine liegen gelassen und sei davon gefahren. Bei dem 31-Jährigen wurde eine „Gehirnerschütterung, eine Platzwunde am Kopf sowie Verletzungen an den Beinen“ festgestellt. Er konnte mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Der Beschuldigte wurde noch am Tatort in Rheine festgenommen. An dessen Auto fand die Polizei „eindeutige Spuren, die auf eine Kollision mit einem Menschen schließen lassen“ vor. Der 20-Jährige bestritt die Tat im Rahmen der Vernehmung bislang, erklärt der Leiter der Mordkommission Kriminalhauptkommissar Joachim Poll. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Festgenommene den Tod des 31-Jährigen „zumindest billigend in Kauf genommen“ habe.

Wäre das Opfer nicht behandelt worden, hätte er den Vorfall wohl nicht überlebt, sind sich die Ermittler sicher. Daher muss sich der Beschuldigte nun wegen des Verdachts des versuchten Totschlags, der gefährlichen Körperverletzung und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten. Ein Richter erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster Haftbefehl gegen den jungen Mann. Die weiteren Ermittlungen zum Vorfall in Rheine dauern an. Zuvor waren noch fünf weitere Personen im Alter von 19 bis 25 Jahren festgenommen worden – mittlerweile sind sie wieder auf freiem Fuß.

Stadt:Rheine
Einwohner:76.218 (31. Dez. 2019)
Bundesland:NRW

Großeinasatz in Rheine: Mordkommission ermittelt nach Autounfall

Erstmeldung: 22. März. Rheine – Nach einem „tumultartige[n] Geschehen“ auf einer Kreuzung in Rheine ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Münster. Aufgrund eines Streits soll es auf der Straße zu einem Verkehrsunfall gekommen sein, bei dem gleich mehrere Autos beteiligt gewesen waren.

Rheine: Unfall auf Kreuzung – Streit eskalierte

Der Vorfall ereignete sich am Samstag (20. März). Gegen 22.35 Uhr waren bei der Polizei Hinweise eingegangen, dass es auf der Kreuzung Hopstener Damm und Siedlerstraße in Rheine zu einem Autounfall gekommen sei. Es sollten sich bis zu 20 Menschen auf der Straße aufhalten. Als die Beamten vor Ort eintrafen, fanden Sie noch mehrere Personen im Kreuzungsbereich vor, „andere dürften vor dem Eintreffen der Beamten bereits geflohen sein“, wie es im Polizeibericht heißt. Offensichtlich waren mehrere Autos beschädigt.

Erste Ermittlungen der Polizei in Rheine ergaben, dass es aufgrund eines Streits zu einer Auseinandersetzung gekommen war, bei der mehrere Autos beteiligt gewesen waren. „Der Hintergrund hierfür soll im familiären Umfeld beteiligter Personen liegen“, berichten die Beamten weiter. Bei dem Autounfall wurden drei Personen verletzt. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, die sie im Laufe des darauffolgenden Sonntages wieder verlassen konnten.

Rheine: Mordkommission Münster ermittelt nach Unfall

Zur Klärung des Vorfalls in Rheine hat sich nun die Staatsanwaltschaft in Münster eingeschaltet. Eine Mordkommission unter Leitung von Kriminaloberkommissar Michael Reitz soll nun die Hintergründe ermitteln. Bisher wurden sechs Tatverdächtige im Alter von 19 bis 25 Jahren vorläufig festgenommen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch in einem weiteren Fall aus der Region: Bei einem Hausbrand in Borken starben zwei Menschen. Die Polizei ging nach dem Vorfall von Brandstiftung aus. Zudem kam es in einer anderen Stadt im Münsterland zu einem brutalen Vorfall: Ein 21-Jähriger wurde in Ahlen offenbar von seinem Mitbewohner getötet. Nach der Obduktion ist nun klar, wie der junge Mann starb.

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