Rheine

Bombe entdeckt? Fundstelle wird untersucht – Groß-Evakuierung droht

Liegt in Rheine eine Bombe im Erdreich? Derzeit wird in der Stadt ein Blindgänger vermutet. Das könnte zu einer großen Evakuierung führen. Am Montag wird die Überprüfung durchgeführt.

Update: 12. Oktober, 12.15 Uhr. Entwarnung für Rheine: Wie die Stadt mitteilt, handelt es sich bei dem metallischen Gegenstand an der Lindenstraße nicht um eine Weltkriegsbombe. Bei der Untersuchung der Stelle seien im Boden lediglich Baugegenstände aus Metall gefunden worden. Demnach wird es am Montag auch nicht zu einer Evakuierung kommen.

Update: 12. Oktober, 9.07 Uhr. Nachdem bei Kanalarbeiten an der Lindenstraße ein metallischer Gegenstand im Boden entdeckt wurde, wird am Montag (12. Oktober) nun die Stelle untersucht. Dies kündigte die Stadt Rheine an.

Falls sich das Objekt tatsächlich als Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg herausstellen sollte, wird noch am selben Tag die Entschärfung vorgenommen. Das würde zudem eine Evakuierung in Rheine in einem Radius zwischen 250 und 500 Metern bedeutet – je nachdem, wie groß die Bombe ist.

Fachleute des Kampfmittelbeseitigungsdienstes werden dann prüfen, ob es sich bei dem Gegenstand um eine noch aus dem zweiten Weltkrieg stammende Bombe handelt, die dann auch vor Ort sofort entschärft wird.

Stadt Rheine
OrtRheine
Einwohner76.218
KreisSteinfurt

Bombe entdeckt? Groß-Evakuierung könnte drohen

Erstmeldung: 6. Oktober. Rheine – Im Rahmen von Kanalbauarbeiten auf der Lindenstraße wurde bei Baugrunduntersuchungen ein verdächtiger metallischer Gegenstand im Boden entdeckt. Vermutet wird, dass es sich dabei um eine Bombe handeln könnte.

Wie die Stadt Rheine mitteilt, soll der Bereich um den Gegenstand am kommenden Montag (12. Oktober) zunächst freigelegt und dann untersucht werden. Sollte es sich dabei tatsächlich um eine Bombe handeln, die noch entschärft werden müsste, käme es an diesem Tag zu einer Großevakuierung. Wenn auch vermutlich nicht in dem Ausmaß, wie es die Stadt Münster kürzlich erlebte.

Bombenfund in Rheine? Vorbereitungen laufen

In der Stadt im nördlichen Münsterland haben bereits die Vorbereitungen für die mögliche Evakuierung begonnen. In welchem Radius der Bereich rund um die Lindenstraße in Rheine abgesperrt werden müsste, hängt von der Beschaffenheit der Bombe ab. Sollte es sich um einen 250 Kilogramm schweren Blindgänger handeln, wird im 250-Meter-Radius evakuiert, bei einer Bombe von 500 Kilo wird im Umkreis von einem halben Kilometer geräumt.

Für eine mögliche Evakuierung in der Stadt im Kreis Steinfurt müssten auch die Straßen im Sperrradius für den Verkehr gesperrt werden. Auch die in dem Bereich befindlichen Geschäfte müssten an diesem Tag schließen. Die Stadt Rheine gibt bekannt, dass im Falle einer Evakuierung am kommenden Montag Flugblätter an die betroffenen Haushalte verteilt würden. Darin fänden die Bewohner auch die genaue Adresse der Notunterkünfte, die für eine Bombenentschärfung eingerichtet werden müssten.

Im Radius von 250 oder 500 Metern müsste je nach Beschaffenheit der Bombe in Rheine evakuiert werden.

Hotline für Fragen rund um Evakuierung in Rheine eingerichtet

Die Stadt Rheine ist auf einen möglichen Einsatz bereits vorbereitet. „Die ganze Durchführung gemeinsam mit der Polizei und der Feuerwehr ist für uns Routine, denn es wurden bereits schon häufiger Bomben im Rheiner Stadtgebiet entschärft“, erklärt Frank de Groot-Dirks, Leiter Büro des Bürgermeisters, im Vorfeld. Damit sich Bewohner und Verkehrsteilnehmer bereits frühzeitig auf die Evakuierung und Sperrung vorbereiten können, habe man jetzt schon auf die anstehenden Maßnahmen hingewiesen.

Autofahrer werden gebeten, im Falle einer Evakuierung den Bereich um die Lindenstraße weiträumig zu umfahren. Zudem werde der Bahnverkehr bei einem Bombenfund in Rheine eingestellt. Wer Fragen zu den Maßnahmen hat, kann diese per Telefon (05971/93 99 87) oder per E-Mail (kmittel@rheine.de) an die Stadtverwaltung richten. Immer wieder werden in Münster und Umgebung Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Warum das so ist, erklärt ein Experte im Gespräch mit msl24.de.

Rubriklistenbild: © Jochen Lübke/picture alliance/dpa

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