Pandemie-Folgen

Wegen Coronavirus: Martinsmarkt in Rheine ist abgesagt

Rheine hat im ganzen Kreis Steinfurt die höchsten Corona-Zahlen. Das hat Konsequenzen: Jetzt wurde der Martinsmarkt abgesagt.

Rheine – Es scheint eine logische Konsequenz der aktuellen Entwicklungen: Der Martinsmarkt in Rheine ist abgesagt. Diese Entscheidung hat die Stadt am Montag (26. Oktober) getroffen. Die Gefahr einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus ist einfach zu groß.

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Martinsmarkt in Rheine: Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu hoch

Damit wird auch der im Rahmen des Martinsmarktes geplante verkaufsoffene Sonntag nicht stattfinden. Zunächst hatte die Veranstaltung in abgespeckter Form stattfinden sollen. Nur 500 Besucher hätten so die Chance bekommen, über den traditionellen Markt in Rheine zu schlendern. Das sei nun jedoch auch nicht mehr tragbar, befand der Veranstalter. Am gleichen Tag wurde außerdem der Weihnachtsmarkt in Münster wegen Corona abgesagt.

Besonders kritisch war, dass sich auf dem Jahrmarkt in Rheine (Kreis Steinfurt) mehrere mit dem Coronavirus infizierte Menschen aufgehalten hatten. Zu einem solchen Szenario hätte es auf dem Martinsmarkt auch kommen können. 122 Personen sind in der Emsstadt am Dienstag (27. Oktober) nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Das sind rund 30 Fälle mehr, als noch am Vortag.

Aufgrund der stark ansteigenden Zahlen wurde der Martinsmarkt in Rheine abgesagt. (Symbolbild)

Kreis Steinfurt: Rheine hat die meisten Coronavirus-Infektionen

Damit ist Rheine die Stadt im Kreis Steinfurt, in der sich mit großem Abstand am meisten Menschen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Danach folgt Emsdetten mit derzeit 59 Infizierten. Der Inzidenzwert für den ganzen Kreis ist so hoch, dass die Risikostufe 2 ausgerufen und die Region zum Risikogebiet erklärt wurde.

Der Martinsmarkt in Rheine war schon komplett durchgeplant und sollte in wenigen Wochen beginnen. Auch die Händler hatten sich auf die Veranstaltung vorbereitet. Doch angesichts der steigenden Zahlen war die Entscheidung unumgänglich. Möglicherweise werden die Corona-Maßnahmen in NRW am Mittwoch sogar noch drastischer verschärft: Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder besprechen dann das weitere Vorgehen. Auch ein „Lockdown Light“ soll dabei diskutiert werden.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Sven Hoppe/dpa

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