Vorfall in Rheine

Prügelei in Disko endet tödlich: Angeklagter verurteilt

ARCHIV - 25.01.2011, Niedersachsen, Hannover: Die Statue Justitia ist im Amtsgericht Hannover zu sehen.
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Ein Mann aus Rheine wurde nach einem tödlichen Faustschlag verurteilt. (Symbolbild)

Es waren zwei Faustschläge mit fatalen Folgen: 2019 kam ein 25-Jähriger bei einer Prügelei in einer Diskothek in Rheine ums Leben. Der Angeklagte wurde nun verurteilt.

Rheine/Münster – Am 14. Juli 2019 kam es in der Diskothek „Köpi am Ring“ in Rheine zu einer folgenschweren Auseinandersetzung. Ein damals 26-Jähriger hatte einem ein Jahr jüngeren Mann einen Faustschlag gegen den Kopf verpasst. Dieser ging danach zu Boden und verstarb kurze Zeit später.

Der Beschuldigte wurde nach der Prügelei in Rheine festgenommen. Wenig später erließ ein Richter Haftbefehl gegen den Mann. Am 15. April begann der Prozess gegen den heute 27-Jährigen am Landgericht Münster. Während der Verhandlung und bereits in der Vernehmung hatte der Angeklagte die Tat eingeräumt. Am dritten Verhandlungstag wurde schließlich das Urteil gesprochen.

Rheine: Täter erhält Bewährungsstrafe

Der Mann aus Rheine wurde wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt – diese ist für vier Jahre auf Bewährung ausgesetzt. Dem Verurteilten kam zugute, dass er während des Prozesses Reue gezeigt hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren und neun Monaten gefordert – ohne Bewährung.

Das Gericht in Münster sah es jedoch als erwiesen an, so Pressesprecher Steffen Vahlhaus, dass der Rheinenser seinen Kontrahenten nicht hatte töten wollen. Zu der Auseinandersetzung in der Diskothek im Münsterland soll es gekommen sein, nachdem der Verstorbene zuvor einer Bekannten des Verurteilten zu nahe gekommen sein soll.

Verurteilter aus Rheine übernahm Verantwortung nach tödlichem Faustschlag

Der 25-Jährige verlor nach dem Faustschlag das Bewusstsein, wenig später verstarb er im Krankenhaus. Wie die WN berichten, hatte der Mann aus Rheine vom Tod seines Kontrahenten während seiner Gewahrsam erfahren und sei danach fassungslos gewesen. Anschließend habe er die komplette Verantwortung für die Tat übernommen.

Derweil hat am Landgericht ein anderer Prozess begonnen. Im Missbrauchskomplex Münster muss sich ein Mann aus Heiligenhaus verantworten. Er soll den Ziehsohn von Adrian V. dreimal schwer missbraucht haben.

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