Zeugenhinwese nach Großbrand

Nach Großbrand: Schaden in Millionenhöhe – Jugendliche unter Verdacht

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Am Wochenende musste die Feuerwehr in Rheine zu einem Großeinsatz ausrücken (Symbolbild).

Brandstiftung oder technischer Defekt? Nach einem Großeinsatz der Feuerwehr in Rheine ermittelte die Kriminalpolizei nach der Ursache der Flammen – und kam jetzt zu einem ersten Ergebnis.

Update: 21. Mai, 15.08 Uhr. Ein Zeuge lieferte einen wichtigen Hinweis zum Brand in Rheine am vergangenen Samstag (18. Mai). Danach konnte die Polizei zwei Jugendliche (15 und 17) ermitteln. Sie sind dringend verdächtig, das Feuer in der Fabrikhalle an der Hovestraße gelegt zu haben, so die Steinfurter Polizei.

Das Duo gestand bereits, im bereich der leerstehenden Wohnhäuser eine Papiertüte angezündet zu haben. Danach habe sich das Feuer in Rheine ausgebreitet. Trotz Löschversuchen der beiden Jugendlichen sei der Brand völlig außer Kontrolle geraten. Danach haben sie die Flucht ergriffen.

Ein Sachverständiger konnte mittlerweile bestätigten, dass das Feuer, das einen Schaden von über einer Million Euro verursacht hat, an der Stelle entfacht wurde, an der die Papiertüte in Brand gesetzt wurde. Die Flammen gingen danach auf die Fabrikhalle in Rheine über, in der Maschinenteile gelagert waren. Gegen die beiden Jugendlichen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen vorsätzlicher Brandstiftung eingeleitet.

In der Zwischenzeit brannte es erneut in der Stadt: Zwei Autos standen in Flammen, ein Wohnhaus in Rheine musste evakuiert werden. Die Polizei vermutet Brandstiftung. Außerdem kam es erneut zu einer Brandstiftung: Eine Abdeckhaube, unter der sich ein Motorrad befand, stand in Flammen. Doch als die Polizei in Rheine vor Ort eintraf, lief der Täter plötzlich am Tatort vorbei vorbei.

Kripo ermittelt nach Feuer in Rheine

Update: 20. Mai, 15.26 Uhr. Zu dem Brand einer Fabrikhalle in Rheine am Samstag hat die Polizei nun weitere Informationen bekannt gegeben: Demnach wurde bei dem Feuer niemand verletzt. Doch die Halle sowie zwei weitere, leerstehende Wohngebäude wurden von den Flammen "erheblich beschädigt", heißt es weiter.

Die Brandstelle ist für die Ermittlungen der Polizei Rheine weiterhin beschlagnahmt. Außerdem wird ein Brandsachverständiger für die Ursachenklärung hinzugezogen, zu der die Beamten derzeit noch keine weiteren Angaben machen können.

Rheine: Fabrikhalle in Brand – Kripo ermittelt

Erstmeldung: 20. Mai, 8 Uhr. Gegen 22 Uhr am Samstagabend (18. Mai) mussten zahlreiche Einsatzkräfte ausrücken, um den Brand einer Fabrikhalle an der Ecke Hovestraße und Christianstraße unter Kontrolle zu bringen. 

Die Feuerwehr in Rheine war dazu mit einem Großaufgebot vor Ort, um den Brand zu löschen. Währenddessen hatte die Polizei den Bereich an der Hovestraße weiträumig abgesperrt und den Verkehr umgeleitet, damit keine Passanten zu Schaden kamen. 

Derzeit ist nicht bekannt, ob es sich um Brandstiftung oder einen technischen Defekt handelt. Die Kriminalpolizei (Kripo) hat deshalb die Ermittlungen zur Brandentstehung vor Ort aufgenommen und bittet um Hinweise. Zeugen können sich bei der Polizeiwache in Rheine (05971/938 42 15) melden.

Das Feuer brach in einer Fabrikhalle an der Hovestraße aus. 

Erst vor Kurzem musste die Feuerwehr mitten in der Nacht ausrücken, um den Brand an einem Auto zu bekämpfen. Doch die Einsatzkräfte in Rheine entdeckten plötzlich noch ein weiteres Feuer, nur wenige Meter entfernt. Auch starben in diesem Jahr bereits zwei Menschen durch Flammen: Ein Rollstuhlfahrer kam bei einem Wohnungsbrand in Rheine ums Leben und bei einem Feuer im Altenheim in Rheine verstarb eine 94-Jährige. Einen Großbrand musste jüngst die Feuerwehr bekämpfen. Bei dem Feuer in Wadersloh wurden acht Oldtimer komplett zerstört. Ebenfalls ein Schaden in Millionenhöhe entstand bei einem Feuer in Ahlen: Ein Spielzeuglager war in Flammen aufgegangen.  Im September brach in einem Wohnhaus in Rheine erneut ein Feuer aus - nun ermittelt die Polizei, ob es sich dabei um Brandstiftung handelt. 

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