Zweiter Vorfall in Rheine

Nach Kopfschlag in Disco: 25-Jähriger stirbt – Täter sitzt in U-Haft

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Nach einem tödlichen Schlag in einer Disco in Rheine wurde nun eine Mordkommission eingerichtet. (Symbolbild)

Erschreckende Szenen spielten sich am Wochenende in einer Disco ab: Ein 26-Jähriger schlug einen jüngeren Mann in Rheine – der Treffer war tödlich. 

  • 25-Jähriger in Rheine angegriffen
  • Opfer stirbt an Verletzungen
  • Mordkommission eingerichtet

Update: 16.13 Uhr. Der 26-jährige Täter aus Rheine sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Dies gaben die Staatsanwaltschaft Münster, die Kreispolizeibehörde Steinfurt sowie das Polizeipräsidium Münster in einer weiteren, gemeinsamen Pressemitteilung bekannt. 

"Ein Richter am Amtsgericht Münster folgte heute dem Antrag der Staatsanwaltschaft Münster und erließ einen Haftbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge", berichtete Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape. In diesem Zuge ordnete der Richter außerdem die Untersuchungshaft für den 26-Jährigen aus Rheine an. 

Der Mann hatte in der Nacht zu Sonntag (14. Juli) einen 25-jährigen, ebenfalls aus Rheine stammenden Disco-Besucher mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Nachdem das Opfer das Bewusstsein verlor, verstarb er kurz darauf im Krankenhaus. Zur Klärung der genauen Todesursache ordnete die Staatsanwaltschaft eine Obduktion des Leichnams an.

Rheine: 25-Jähriger stirbt – Mordkommission ermittelt

Erstmeldung: Rheine – Zu einer Prügelei mit Todesfolge kam es in der Nacht zu Sonntag (14. Juli) in einer Discothek in der Kolpingstraße. Zuvor war ein Konflikt zwischen zwei 25 und 26 Jahre alten Männern entstanden. 

Wie die Polizei mitteilt, hatte der Ältere der beiden um 4.05 Uhr in einem anderen Bereich der Disco in Rheine auf seinen Kontrahenten gewartet – als dieser den Raum betrat, schlug er ihm mit der Faust ins Gesicht. 

25-Jähriger stirbt nach Faustschlag in Rheine

"In Folge des Schlages verlor der 25-jährige, ebenfalls aus Rheine stammende Geschädigte das Bewusstsein", erklärte Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape im Laufe des Sonntags. Ersthelfer versuchten, den 25-Jährigen zu reanimieren, jedoch erfolglos: Der junge Mann verstarb kurz darauf im Krankenhaus. 

Nach den Geschehnissen wurde eine Mordkommission eingerichtet. Die Beamten sollen unter der Leitung von Hauptkommissar Ulrich Bux klären, wie genau die Tat verlief. Nur einen Tag zuvor war es in der Kolpingstraße in Rheine zu einem weiteren Vorfall gekommen, für den eine Mordkommission eingerichtet werden musste. 

26-Jähriger aus Rheine gibt Schlag zu

Der 26-Jährige aus Rheine, der den tödlichen Schlag ausgeführt hatte, konnte noch in der Discothek festgenommen werden. Er räumte die Tat ein – die Staatsanwaltschaft Münster wird deshalb "Haftbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge beantragen", heißt es in einer Mitteilung. 

Zur weiteren Klärung der Todesursache wurde die Leiche des 25-Jährigen obduziert: Durch den Schlag gegen den Kopf war es zu einer Hirnblutung gekommen, die für den jungen Mann aus Rheine tödlich verlief. 

Zu Prügeleien in und vor Discotheken kommt es immer wieder – nicht nur in Rheine. So prügelte vor wenigen Monaten in Gescher eine Gruppe aus fünf Männern auf einen 21-Jährigen ein – vorausgegangen war ein Streit auf der Tanzfläche. Zu einer heftigen Auseinandersetzung war es kürzlich auch in einem Club in Warendorf gekommen: Eine Mordkommission ermittelte anschließend. Dabei hatte schließlich der Täter einen dreifachen Kieferbruch erlitten. Auch in Münster wurde jüngst ein Mann in der Disco angegriffen: Er hatte eine Frau beschützen wollen, dann wurde er selbst zum Opfer.

Vor Kurzem ereignete sich ein Verkehrsunfall in der Nähe: Ein 19-Jähriger verlor auf einer Landstraße bei Rheine die Kontrolle über seinen Wagen. Das Fahrzeug überschlug sich mehrfach, der junge Mann wurde schwer verletzt. An einer Kreuzung kam es kürzlich zu einem schweren Unfall. Ein Lastwagen kollidierte bei Rheine mit einer 72-Jährigen. Ein Rettungshubschrauber musste angefordert werden.

Brutaler Zwischenfall: Mehrere Betrunkene lieferten sich in Rheine eine wilde Prügelei. Die Polizei musste einschreiten.

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