Polizeieinsatz in Rheine

Mann ruft Krankenwagen – doch wehrt sich gegen die Behandlung

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Ein Mann aus Rheine wehrte sich massiv gegen die ärztliche Behandlung, die er selbst angefordert hatte (Symbolbild). 

Polizisten und Sanitäter müssen oft mit Anfeindungen rechnen – so auch in der vergangenen Woche in Rheine. Dort wehrte sich ein Mann gegen seine Behandlung, obwohl er selbst den Krankenwagen gerufen hatte.

Rheine – Gegen 18.35 Uhr am Freitag (29. März) sprach die Besatzung eines Rettungswagens eher zufällig die Beamten eines Streifenwagens der Polizei an. Denn die Einsatzkräfte standen vor einem Problem.

Die Sanitäter gaben an, dass sie kurz zuvor einen stark alkoholisierten Mann (40) in Rheine aufgenommen hätten. "Der hätte ihnen gegenüber einen Krankheitsfall angegeben", berichten die Beamten am Montag. Doch bei seiner Untersuchung konnten die Männer des Rettungswagens keine Hinweise auf eine Krankheit feststellen.

Rheine: Mann will während der Fahrt aus Krankenwagen aussteigen

Doch sie wollten den Mann wohl auch nicht in Rheine zurücklassen und entschlossen sich, den Betrunkenen nach Ibbenbüren in ein Krankenhaus zu bringen. "Als man ihm die Entscheidung mitteilte, habe der Mann im Innern des Rettungswagens randaliert und wollte während der Fahrt aussteigen", so die Polizei.

Die Einsatzkräfte in Rheine konnten ihn nach Angaben der Polizei nur mit großer Mühe fixieren. Dabei habe der Mann jedoch immer wieder versucht, die Rettungskräfte anzuspucken und zu schlagen – und auch im Beisein der Polizeibeamten ließ der Betrunkene nicht locker. 

Betrunkener sperrt sich gegen Polizei in Rheine

"Er torkelte auf die Fahrbahn und drohte den Beamten", so die Polizei in Rheine. Diese entschlossen sich, den Mann nichts in Krankenhaus, sondern in eine Ausnüchterungszelle zu bringen. Nach eigenen Angaben hätten sie ihm dazu Handfesseln angelegt – zu ihrer Sicherheit. Doch dazu mussten sie den Mann mit vereinten Kräften festhalten, weil er sich mit aller Kraft dagegen wehrte. 

Die Sanitäter konnten den Mann nur mit Mühe und Not davon abhalten, aus dem fahrenden Krankenwagen zu springen (Symbolbild). 

Auch auf der Polizeiwache drohte der 40-Jährige den anwesenden Polizeibeamten: "Er sperrte sich mit großer Kraft gegen weitere polizeiliche Maßnahmen", erklärten die Beamten. Sie ordneten eine Blutprobeentnahme an, um den Mann auf Alkohol und Drogen zu überprüfen, und eröffneten ein Strafverfahren. Ein zuständiger Richter vom Amtsgericht Rheine ordnete die Ingewahrsamnahme bis zum nächsten Morgen (30. März) an.

Weil eine Frau stark randalierte, musste die Polizei außerdem zu einem nächtlichen Einsatz in Warendorf anrücken. Dabei schlug die Dame auf einen Uniformierten ein – und zwar mehrmals. Außerdem mussten die Beamten zehn entlaufene Kühe einfangen. Eine davon hatten Passanten plötzlich am Bahnhof auf den Gleisen entdeckt. Die Bahn musste ihren Verkehr kurzzeitig einstellen. 

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