Rheine

Tuning-Szene: Polizei stoppt gefährliche Raser auf dem Innenstadtring

Am Wochenende gerieten erneut Autotuning-Freunde in den Fokus der Polizei. In Rheine (Kreis Steinfurt) wurde der Innenstadtring zur Rennstrecke.

Rheine – Immer wieder richtet die Polizei im Kreis Steinfurt ein besonders scharfes Auge auf die Raser- und Tuningszene der Region. Nicht selten treffen die Beamten dabei auf die gleichen Protagonisten in den gleichen „Boliden“. Als besonders beliebt bei den jungen Rennfahrern gilt der Innenstadtring in Rheine. So auch am frühen Sonntagmorgen (3. Januar).

Stadt Rheine
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Bundesland NRW

Rheine: Polizei verfolgt getunten VW Golf

Etwa gegen 0.30 Uhr am Sonntagmorgen beobachtete eine Zivilstreife drei getunte Fahrzeuge auf dem Innenstadtring in Rheine. Dabei handelte es sich laut Polizeibericht um einen „besonders auffälligen Mercedes“, einen BMW sowie einen VW Golf. Die Fahrweise des Golfs veranlasste die Beamten, diesem zu folgen.

Insgesamt dreimal umfuhr der Golf den Innenstadtring in Rheine mit den zivilen Streifenpolizisten im Schlepptau. Dabei fuhr der Wagen zwischenzeitlich bis zu 110 Kilometer pro Stunde und auch sonst benahm sich der Fahrer laut Polizeibericht äußerst rücksichtslos im Straßenverkehr: An roten Ampeln ließ er den Motor aufheulen und startete dann wieder mit quietschenden Reifen. Er wechselte immer wieder die Fahrstreifen und fuhr auch auf Abbiegerspuren weiter geradeaus.

Raser in Rheine entpuppt sich als Fahranfänger

Im Bereich der Kreuzung Konrad-Adenauer-Ring/Hansaallee konnten ihn die Zivilpolizisten endlich stoppen. In dem VW Golf saßen zwei 18-jährige Männer aus Rheine. Der Fahrer befand sich noch in der Probezeit und hatte seinen Führerschein zudem erst im Oktober 2020 erhalten. Die Polizei Rheine stellte sowohl die Mobiltelefone beider Insassen als auch den Führerschein des Fahrers und den getunten Golf sicher. Gegen die beiden jungen Männer wurde ein Strafverfahren eingeleitet und die zuständige Straßenverkehrsbehörde informiert.

Erst vor Kurzem war der Polizei in Rheine ein Schlag gegen Autoraser gelungen. Dabei hatten die Beamten gleich mehrere Fahrer gestoppt, die zu schnell unterwegs gewesen waren. Die Polizei hatte in diesem Zusammenhang angekündigt, die Raser- und Tuningszene in der Stadt im Münsterland im Fokus zu behalten, „um rigoros ein Schaulaufen und illegale Rennen zu unterbinden“. 

Illegale Autorennen wie in Rheine sollen künftig härter bestraft werden (Symbolbild).

Unweit von Rheine kam es jüngst außerdem zu einem Unfall, in den ebenfalls ein sehr junger Fahrer verwickelt war: Auf der Sudmühlenstraße in Münster krachte dieser mit seinem Ford gegen einen geparkten Kleinlaster. Bei dem Unfall wurde der junge Mann in dem Wrack eingeklemmt und schwer verletzt.

Rubriklistenbild: © Patrick Seeger

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