Kreis Steinfurt

Ermittlungserfolg: Internationaler Drogenring aufgeflogen

Ermittlern im Kreis Steinfurt ist ein Schlag gegen den internationalen Drogenhandel gelungen. Zugriffe erfolgten auch in der Nähe von Rheine.

Rheine/Steinfurt – Wie die Staatsanwaltschaft Münster gemeinsam mit der Kreispolizeibehörde Steinfurt mitteilt, ist am Dienstag (8. Dezember) ein großer Ermittlungserfolg gelungen. Zeitgleich schlugen die Fahnder in mehreren Gemeinden im Kreisgebiet und in Oberhausen zu. Dabei kam es zu Hausdurchsuchungen und insgesamt vier Festnahmen.

StadtRheine
Einwohner76.218
BundeslandNRW

Rheine und Umgebung: Zuschlag nach monatelanger Vorbereitung

Bei den Durchsuchungen wurden unter anderem Drogen, Bargeld und Handys sichergestellt. Die Razzien fanden unter anderem in Greven, Emsdetten nahe Rheine, Saerbeck und Neuenkirchen statt. Die vier Festnahmen erfolgten, nachdem die Staatsanwaltschaft Münster bereits zuvor die Haftbefehle gegen die Personen erwirkt hatte. Drei Beschuldigte zwischen 25 und 28 kommen aus dem Kreis Steinfurt. Ein 29-jähriger Schwede konnte um die Mittagszeit in Emsdetten festgenommen werden.

Bereits seit mehreren Monaten ermitteln die Beamten der Polizei Steinfurt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Münster zu den möglichen Drogentransporten. Im Zuge der Vorbereitungen konnten die Ermittler recht schnell internationale Zusammenhänge, insbesondere nach Schweden, erkennen. Deshalb bestand auch eine enge Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Stockholm und der Ermittlungskommission der schwedischen Polizei.

Im Kreis Steinfurt kam es zu vier Festnahmen im Zusammenhang mit Drogenhandel (Symbolbild).

Festnahmen im Raum Steinfurt und Rheine: Hinweise durch Europol

Die Ermittler erfuhren von einer gemeinsamen Aktion von Europol und der französischen Polizei, die ebenfalls Hinweise auf die Beschuldigten hatten. Dies untermauerte den Verdacht und verhalf schließlich zum Durchbruch bei den Ermittlungen. Die Vorwürfe gegen die Beschuldigten wiegen schwer: Kauf und Transport von mehreren hundert Kilogramm Marihuana, Haschisch und Amphetaminen sowie Kokain im mindestens zweistelligen Kilobereich.

Gekauft wurden die Drogen in Spanien, der Schweiz und den Niederlanden. Dann wurden sie mit speziell präparierten Fahrzeugen nach Deutschland (u.a. Greven im Kreis Steinfurt) oder nach Skandinavien (Dänemark und Schweden) transportiert und dort verkauft. Zusätzlich vermuten die Ermittler, dass mehrere Beteiligte Schusswaffen besessen, beziehungsweise damit Handel getrieben haben. An dem Zugriff in Oberhausen und im Kreis Steinfurt waren insgesamt 150 Polizisten beteiligt. Die Ermittlungen dauern an. In Rheine kam es vor Kurzem zu einer weiteren Groß-Razzia. Dabei ging es jedoch nicht um Drogen, sondern um Kindesmissbrauch.

Rubriklistenbild: © dpa / Daniel Reinhardt

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare