Ermittlungen

Nach brutalem Raubüberfall auf Tankstelle: Tatverdächtige festgenommen

Ein Mann steht in Handschellen neben einem Polizisten.
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Nach dem Raubüberfall auf eine Tankstelle in Rheine sind zwei Tatverdächtige geschnappt worden. (Symbolbild).

Bei einem Tankstellenüberfall in Rheine wurde ein Mitarbeiter lebensgefährlich verletzt. Nun wurden zwei 18-Jährige vorläufig festgenommen.

Rheine – Nach dem Überfall auf eine Tankstelle am vergangenen Wochenende an der Neuenkirchener Straße sitzen zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Darüber berichten die Polizeidienststellen in Steinfurt und Münster in einer gemeinsamen Presseerklärung mit der zuständigen Staatsanwaltschaft. Bei den Männern handelt es sich um einen 18-Jährigen aus Rheine und einen zum Tatzeitpunkt ebenfalls 18-Jährigen aus Euskirchen ohne festen Wohnsitz.

Der Rheinenser hatte sich am Montag (19. April) in Begleitung von Angehörigen auf der Polizeiwache in Rheine gestellt. „Der Beschuldigte legte ein umfassendes Geständnis ab“, berichtet Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Der Mittäter konnte am Mittwoch (21. April) in Recke festgenommen werden. Spuren am Tatort hatten zum Tatverdacht gegen den heute 19-Jährigen geführt. „Zudem hatten sich im Zuge der Ermittlungen Hinweise auf dessen Aufenthaltsort verdichtet.“

Stadt:Rheine
Einwohner:76.218 (31. Dezember 2019)
BUndesland:NRW

18-Jähriger aus Rheine schlug offenbar mit Handbeil auf Tankstellenmitarbeiter ein

Der Tankstellenraub in Rheine hatte sich am vergangenen Samstag (17. April) zugetragen. Laut Erkenntnissen der Ermittler betraten die beiden Tatverdächtigen gegen 23.25 die Tankstelle an der Neuenkirchener Straße. Während der Euskirchener an der Tür „Schmiere“ gestanden haben soll, sei der 18-Jährige zum Kassenbereich gegangen. Dort habe er erst den Angestellten (29) bedroht und dann niedergeschlagen.

Gleich nach der Tat waren die Tatverdächtigen aus der Tankstelle in Rheine geflüchtet. Dabei hatten sie das Opfer hinter dem Kassenbereich liegen gelassen. Zwei Zeugen fanden ihn kurz darauf und alarmierten den Notruf. Der 29-Jährige erlitt bei dem Angriff lebensgefährliche Kopfverletzungen und musste später in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Bei der Tatwaffe handelt es sich laut der Ermittler um ein Handbeil. „Dieses war bereits am Sonntag (18.04.) von einem Anwohner nahe der Tankstelle in einem Gebüsch gefunden worden“, heißt es dazu weiter.

Rheine: Tatverdächtige sitzen in Untersuchungshaft

Der 29-Jährige hat den schweren Angriff überlebt: „Glücklicherweise ist der Geschädigte inzwischen außer Lebensgefahr und befindet sich auf dem Wege der Besserung“, berichtet Oberstaatsanwalt Botzenhardt weiter. Während der 18-Jährige geständig ist, schweigt der mutmaßliche Mittäter zu den ihm vorgeworfenen Taten.

Die Tatverdächtigen wurden einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft erließ. Dem Rheinenser wird unter anderem versuchter Mord vorgeworfen, gegen den Euskirchener steht derzeit der Vorwurf des versuchten schweren Raubes im Raum. Die Ermittlungen zu dem Fall dauern weiter an. Kurz zuvor war eine weitere Tankstelle in Rheine überfallen worden, die sich ebenfalls an der Neuenkirchener Straße befindet. Dabei wurde eine Angestellte mit einem Messer bedroht.

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