Raub in Emsdetten

Alte Dame auf Friedhof von fremder Frau umarmt – danach ruft sie die Polizei

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Auf dem Friedhof in Emsdetten wurde eine Seniorin neulich zum Opfer eines Raubes (Symbolbild).

Als sie am Grab angekommen war, stand plötzlich eine fremde Frau vor der Seniorin und umarmte sie heftig. Als sie endlich los ließ, rief die ältere Dame sofort die Polizei. 

  • Diebstahl auf Friedhof in Emsdetten
  • Seniorin von fremder Frau umarmt
  • Fluchtwagen und Täterin gesucht

Emsdetten – Gegen 11.30 Uhr am Dienstagvormittag (9. Juli) war eine ältere Dame auf dem Friedhof in Ahlintel unterwegs. Mit ihrem Elektromobil fuhr sie den Hauptpfad des Geländes entlang, bis sie ein Grab erreicht hatte. Doch als sie von ihrem Gefährt abstieg, stand plötzlich eine fremde Frau vor ihr. 

Emsdetten: Seniorin auf Friedhof in Klammergriff genommen

Die Unbekannte habe unmittelbar vor ihr gestanden, berichtete die Seniorin aus Emsdetten später der Polizei. Plötzlich schlang die Fremde ihre Arme um die ältere Dame und hielt sie im Klammergriff fest. Außerdem sagte sie einige Wörter, wovon die Rentnerin aber nur "Mutter" verstehen konnte. 

Sie versuchte, die Fremde von sich wegzudrücken – doch ohne Erfolg. Erst nach einer Weile ließ die junge Frau los und rannte dann zum Ausgang des Friedhofs in Emsdetten. Dort stieg sie in "einen hellen Wagen in der Art eines VW-Golf", berichtet die Polizei. Das Auto fuhr sofort davon.

Polizei in Emsdetten sucht fremde Frau nach Raub

Währenddessen stellte die Seniorin aus Emsdetten fest, dass sie bestohlen wurde: Die goldene Halskette, die sie getragen hatte, fehlte. Deshalb fahndet die Polizei nun nach der Fremden und bitte um Hinweise (02572/93 06 44 15) zu dem Vorfall oder dem Auto. Die gesuchte Frau wird wie folgt beschrieben:

  • etwa 20 Jahre alte Frau
  • circa 1,60 Meter groß
  • schwarze, lange Haare
  • "südländisches Aussehen" 
  • sprach mit einem Akzent
  • weißes Oberteil 
  • helle/weiße Hose 

Regelmäßig geschehen "Straftaten zum Nachteil älterer Menschen", wie es im Fachjargon heißt. Besonders beliebt ist der sogenannte Enkel-Trick, durch den eine Seniorin in Münster letztens erst 20.000 Euro verlor. Doch nicht immer geben sich die Betrüger als vermeintliche Verwandtschaft in Not aus, sondern oftmals auch als offizielle Vertreter. So stellten zwei Männer sich als Mitarbeiter einer Versicherung vor und verlangten von einem Senior in Rheine ganze 33.000 Euro – der ältere Herr bezahlte. 

Oft können die Senioren den Tricks der Betrüger nur entgehen, wenn ihnen Zweifel kommen oder eine außenstehende Person – wie diese Bankmitarbeiterin, die einen 95-Jährigen in Nottuln vor einer fiesen Betrugsmasche rettete – sie vor dem Schlimmsten bewahrt. In einem anderen Fall hatte eine Seniorin Skepsis beim "Falsche Polizisten"-Trick und rief die echten Beamten. Die überführten die Betrüger in Nottuln mit einem Rückruf: "Da half kein Leugnen mehr".

Vor Kurzem kam es außerdem zu einem mysteriösen Vorfall: Nach einer Verfolgungsjagd fand die Polizei in Emsdetten ein völlig zerstörtes Autowrack vor. Doch als die Beamten nach dem Fahrer sehen wollten, fehlt vin dem jede Spur. 

Gauner versuchten ihr Glück auch in der Westfalenmetropole: Ein Betrüger verfolgte eine 95-Jährige aus Münster in ihre Wohnung – dann beklaute er sie. 

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