Landesumweltarmt warnt

Nach Großbrand: Mögliche Gesundheitsgefahr auch im Nachbarort

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Zur Stunde ist die Feuerwehr in Emsdetten dabei, einen Brand zu löschen. (Symbolbild)

Am Montag kam es zu einem Großbrand auf dem Firmengelände einer Müllentsorgungs-Firma. Dabei wurden Rauchgase ausgetreten, die gesundheitsschädlich sein könnten. Nicht nur für Emsdettener.

  • Feuer in Emsdetten gelöscht
  • Ermittler betreten Brandort
  • Mögliche Gefahr auch für Saerbeck

+++ Newsticker zum Brand in Emsdetten aktualisieren +++ 

Update: 14. August. Die Rauchwolke, die durch den Großbrand bei Lohmann ausgelöst wurde, war in weiten Teilen des Münsterlandes zu sehen. In Emsdetten bestand während des Einsatzes möglicherweise Gesundheitsgefahr durch Rauchgase. Doch auf auch die Anwohner der Nachbar-Gemeinde hat das Feuer vermutlich weitreichende Auswirkungen.

Die Warnung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz vor Vorsicht beim Verzehr von Lebensmitteln, die dem Rauch ausgesetzt waren, gilt nun auch für Saerbeck. Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten, die mit Rußpartikeln bedeckt sind, sollten nicht gegessen werden. Falls der Ruß auch auf dem Rasen zu erkennen ist, sollte dieser gemäht und im Restmüll entsorgt werden.

Zudem sei es wichtig, so das Landesamt, die Rußpartikel niemals mit bloßen Händen anzufassen. Die Warnungen für Emsdetten und Saerbeck bleiben so lange bestehen, bis die Analyseergebnisse des Landesumweltamtes über die Gefährlichkeit der Brandabwehungen vorliegt.

Ermittler betreten erstmals Brandort in Emsdetten

Update: 13. August, 15.24 Uhr. Einen Tag nach dem Großefeuer in Emsdetten war es den Ermittlern erstmals möglich, den Brandort zu betreten. Jedoch waren erste Untersuchungen nur bedingt möglich, da die Menge des abgebrannten Materials derzeit eine Suche nach der Ursache unmöglich machen.

"Bei den bisherigen Recherchen und Befragungen haben sich keine Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Brandstiftung ergeben", teilte die Polizei am Tag nach dem Brand bei Lohmann mit. Wie das Feuer am Montag entstand, könne momentan auch nicht gesagt werden.  Möglicherweise könne jedoch eine Selbstentzündung der Auslöser gewesen sein.

Der Sachschaden sowie die Kosten für die anfallende Entsorgung und die Aufräumarbeiten können noch nicht beziffert werden – werden jedoch nicht unerheblich sein. Gebäude wurden bei dem Feuer in Emsdetten nicht beschäditgt. Es wurden überwiegend Textilreste verbrannt. Jedoch verletzten sich zwei Feuerwehrmänner während des stundenlangen Einsatzes. Wir berichten weiter.

Update: 13. August, 9.54 Uhr. Zusammenfassung der Ereignisse: Am Montagnachmittag (12. August) gegen 13.15 Uhr ist auf dem Firmengelände des Entsorgungszentrums "Lohmann" (Gutenbergstraße 7) in Emsdetten ein Brand ausgebrochen. Textilien und Gelbe Säcke hatten dort scheinbar Feuer gefangen, der Grund ist allerdings noch unklar. Die Polizei ermittelt bereits. 

Erst am Dienstagmorgen (13. August) gegen 8.30 Uhr konnte das Feuer nach stundenlangem Einsatz besiegt werden. In der Zwischenzeit kam es zu Geruchsbelästigungen und Rauchniederschlag, welche eine Gesundheitsgefahr für die Anwohner darstellten. Sie wurden deshalb aufgefordert, ihre Fenster geschlossen zu halten und die Häuser nicht zu verlassen. 

Weder Anwohner noch Mitarbeiter des Firmengeländes wurden verletzt, ein Feuerwehrmann erlitt bei dem Einsatz allerdings eine Rauchgasvergiftung und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Das Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen warnt die Menschen in Emsdetten weiterhin vor dem Verzehr von Lebensmitteln, die dem Rauch ausgesetzt waren – besonders Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten. Das LAUV muss erst überprüfen, ob sie gefährlich sind. 

Großbrand in Emsdetten nach 19 Stunden gelöscht

Update: 13. August, 8.42 Uhr. Entwarnung: Das Feuer auf dem Firmengelände in Emsdetten ist seit 8.31 Uhr gelöscht, die Gesundheitsgefahr für Anwohner damit aufgehoben. Trotzdem sollten die Bürger noch vorsichtig sein. Zwar ist der Hinweise an die Bevölkerung, alle Türen und Fenster geschlossen zu halten, damit aufgehoben.

"Doch eine Aussage zum Verzehr von Lebensmitteln, die dem Brandrauch ausgesetzt waren, kann erst getroffen werden, wenn die Proben des LAUV ausgewertet sind", heißt es in der Warn-App "Nina". Die Informationen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen werden wohl in den kommenden Tagen folgen. Betroffen sind vor allem Obst und Gemüse aus den heimischen Gärten.

Rauchgase in Emsdetten sorgen für Gesundheitsgefahr

Update: 13. August, 8.23 Uhr. Das Feuer in Emsdetten ist nach wie vor nicht gelöscht. Die Feuerwehr ist weiterhin im Einsatz, dieser wird sich möglicherweise noch den ganzen Tag dauern. Nach Abschluss der Löscharbeiten wird die Polizei die Brandstelle beschlagnahmen, um die Ursache des Feuers zu ermitteln. 100 Einsatzkräfte sind weiterhin vor Ort. 

Update: 13. August, 7.37 Uhr. Auch wenn am Dienstagmorgen die offiziellen Stellen noch nicht zu erreichen sind, ist doch klar: Die Warnung der App "Nina" für Anwohner in Emsdetten besteht weiterhin. Das könnte bedeuten, dass der Brand bei Lohmann noch nicht gelöscht ist. 

Zweiter Tag des Großbrandes in Emsdetten

Update: 13. August, 7.03 Uhr. Am Morgen nachdem der Großbrand in Emsdetten ausgebrochen ist, liegen noch keine neuen Informationen zum Stand der Löscharbeiten vor. Bis in den späten Abend hinein versuchten die Einsatzkräfte am Montag, die Flammen unter Kontrolle zu bekommen. 

Um 22 Uhr war das Feuer zwar noch nicht gelöscht, jedoch unter Kontrolle, wie die Stadt Emsdetten mitteilte. Zudem haben erste Messungen keine Überschreitungen von Grenzwerten ergeben – dieses Ergebnis ist jedoch nur vorläufig, weshalb Anwohner weiterhin gebeten werden, ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten. 

In der Nacht zu Dienstag waren rund 180 Feuerwehrleute aus Emsdetten und Umgebung im Einsatz. Zwei von ihnen mussten jedoch den Einsatz wegen starker Kopfschmerzen, die möglicherweise durch den Brand ausgelöst wurden, abbrechen. 

Spezialeinheiten nach Emsdetten ausgerückt

Update: 12. August, 19.25 Uhr. Der Großeinsatz in Emsdetten, bei dem sogar die Flughafenfeuerwehr des FMO mit einem Spezialfahrzeug anrückte, wurde im Laufe des Nachmittags durch den Wetterumschwung deutlich erschwert. Durch den starken Wind wurde der Rauch verwirbelt, so die EV-Online. Dadurch wurde die Rauchwolke nach unten gedrückt.

Die Löscharbeiten vor Ort wurden dadurch deutlich erschwert. Der Einsatz wird noch weit bis in die kommende Nacht hinein andauern. Es ist bereits das achte Mal innerhalb von elf Jahren, dass auf dem Gelände von Lohmann in Emsdetten ein Feuer ausgebrochen ist. Wir berichten weiter.

Update: 12. August, 18.37 Uhr. Noch immer brennt es in Emsdetten. Wie soeben mitgeteilt wurde, kann nach aktuellem Stand nicht ausgeschlossen werden, dass Schadstoffe freigesetzt wurden. Das Landesumweltamt hat entsprechende Proben entnommen. Die Ergebnisse liegen jedoch erst in ein paar Tagen vor.

Daher wird schon jetzt folgende Empfehlungen ausgesprochen, falls Rußpartikel aus der Qualmwolke aus Emsdetten entdeckt werden:

  • Sichtbar beaufschlagtes Obst und Gemüse aus den Gärten sollte zunächst nicht verzehrt werden, bis die Analyseergebnisse des Landesumweltamtes vorliegen.
  • Aus hygienischen Gründen sollten Brandabwehungen (Rußpartikel) nur mit Handschuhen eingesammelt und im Restmüll entsorgt werden.
  • Die Reinigung von beaufschlagten Flächen sollte mit haushaltsüblichen Reinigungsmitteln durchgeführt werden.
  • Falls Rasenflächen größere Mengen an Rußpartikeln aufweisen, sollte diese gemäht und der Grünschnitt im Restmüll entsorgt werden. 

Die Stadt Emsdetten hat unter der Rufnummer 02572/92 20 ein Bürgertelefon eingerichtet.

Zusammenfassung: Großbrand in Emsdetten ausgebrochen

Update: 12. August, 17.55 Uhr. Gegen 13.15 Uhr ging bei der Feuerwehr in Emsdetten der Alarm: Auf dem Gelände der Müllentsorgungsfirma Lohmann brannte es. Schnell wurden Straßensperren eingerichtet, die noch immer nicht aufgehoben wurden. 

Wie sich herausstellte, brannte auf dem Firmengelände ein Müllberg, bestehend aus Textilabfällen und Gelben Säcken. Durch die lodernden Flammen entstanden starke Rauchgase. Über die Warnapp-Nina wurden die Bewohner im Kreis Steinfurt dazu aufgerufen, ihre Häuser nicht zu verlassen. Die Rauchgase können vermutlich gesundheitsgefährdend sein.

Mit knapp 150 Einsatzkräften sind Feuerwehrmänner aus dem gesamten Kreis Steinfurt vor Ort in Emsdetten und versuchen, das Feuer zu löschen. Sie versuchen ebenfalls zu verhindern, dass das Feuer in Emsdetten auf ein angrenzendes Lager übergreift.

Der Einsatz in Emsdetten dauert noch immer an. Wann das Feuer gelöscht, die Straßensperrungen aufgehoben und die umliegenden Bewohner ihre Häuser verlassen können, ist derzeit noch unklar. 

Emsdetten: 150 Einsatzkräfte bekämpfen Großbrand

Update: 12. August, 17.21 Uhr. Die Rauchwolke über Emsdetten hat mittlerweile etwas abgenommen. Die Warnung für Bewohner, die im Gefahrenbereich wohnen, ist dennoch noch nicht aufgehoben. Sie werden weiterhin aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen. Die Rauchgase könnten unter Umständen gesundheitsgefährdend sein. 

Update: 12. August, 16.17 Uhr

Noch immer konnte das Feuer in Emsdetten nicht unter Kontrolle gebracht werden. Der Brand steuert weiterhin auf das angrenzende Lager zu. 150 Feuerwehrmänner sowie mehrere Wasserwerfer arbeiten mit Hochdruck daran, die Flammen zu löschen.

Zudem sind vier Messtrupps in Emsdetten unterwegs, um mögliche Gefahren durch die ausgetretenen Rauchgase zu untersuchen.

Update: 12. August, 15.18 Uhr. Knapp 100 Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreis Steinfurt sind zur Stunde in Emsdetten im Einsatz. Zurzeit wird versucht, ein Übergreifen des Feuers auf ein angrenzendes Gefahrenstoff-Lager zu verhindern. Noch konnte nicht ermittelt werden, ob die Rauchgase wirklich gesundheitsgefährdend sind. Bewohner sollten dennoch vermeiden, ihre Häuser zu verlassen.

Die schwarze Rauchwolke ist in der ganzen Stadt zu sehen.

Update: 12. August, 15.06 Uhr. Möglicherweise ist zumindest die Quelle für den Großbrand in Emsdetten ermittelt: Wie EV-Online berichtet, könnten Textilabfälle und Gelbe Säcke in Brand geraten sein. Diese seien auf einer Fläche von 80 mal 40 Meter knapp zehn Meter hoch gestapelt gewesen.

Wieso der Müllberg Feuer fangen konnte, ist jedoch noch unklar. Einsatzkräfte versuchen derzeit den Großbrand in Emsdetten mit Schaum einzudämmen.   

Update: 12. August, 14.56 Uhr. Die Rauchwolken aus Emsdetten sind bis zum FMO in Greven zu sehen. Eine Gefahr für Flugzeuge besteht jedoch nicht. 

Update: 12. August, 14.44 Uhr. In Saerbeck wurde soeben Eltern geraten, ihre Kinder nicht auf Spielplätze zu lassen. Durch das Austreten der Rauchgase in Emsdetten besteht womöglich Gesundheitsgefahr für die Bewohner im Kreis Steinfurt.

Das Feuer ist bei der Firma Lohmann in Emsdetten ausgebrocchen.

Update: 12. August, 14.40 Uhr. Mittlerweile sind Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreis Steinfurt in Emsdetten eingetroffen. Unter anderem sind Löschzüge aus Greven, Saerbeck, Steinfurt, Rheine und Neuenkirchen dabei, den Großbrand bei Lohmann unter Kontrolle zu bringen. Wie lange das dauert, ist derzeit ungewiss.

Update: 12. August, 14.30 Uhr. Nach dem Brand beim Entsorgungszentrum Lohmann ziehen die Rauchwolken derzeit in nord-östliche Richtung nach Saerbeck. In der Nachbargemeinde von Emsdetten ist die dunkle Rauchsäule ebenfalls zu sehen. Das Feuer ist um 13.15 Uhr ausgebrochen.

Update: 12. August, 14.22 Uhr. Nach ersten Informationen ist das Feuer bei einem Müllentsorgungszentrum in Emsdetten ausgebrochen. Die Flammen schlagen meterhoch. Noch wurde es nicht gelöscht. Ebenso ist noch unklar, wie der Brand ausgelöst wurde. 

Update: 12. August, 14.16 Uhr. Der Rauch ist in Emsdetten kilometerweit zu sehen. Viele Bewohner posteten auf Facebook-Videos von den stark aufgehenden Rauchwolken, die über der Stadt zu sehen sind. Der Feuerwehreinsatz ist noch immer im Gange. Bewohner rund um die Gutenbergstraße sollten weiterhin ihre Wohnungen nicht verlassen. 

Rauchgase nach Brand in Emsdetten ausgetreten

Erstmeldung: 12. August, 14 Uhr. Wie die Polizei soeben mitteilte, ist ein Brand auf der Gutenbergstraße ausgebrochen. Einsatzkräfte sind derzeit vor Ort. Es kommt zu Sperrungen.

Der Bereich um die Gutenbergstraße/Robert-Bosch-Straße musste weiträumig gesperrt werden. "Die Robert-Bosch-Straße ist an der Reckenfelder Straße und am Emsdettener Damm abgesperrt worden", teilt die Polizei mit. Der Bereich in Emsdetten sollte weiträumig umfahren werden.

Durch den Brand in Emsdetten sind Rauchgase ausgetreten. Es kommt zu Geruchsbelästigungen und Rauchniederschlag. Eine Gesundheitsgefahr für die Bewohner kann nicht ausgeschlossen werden. Es wird daher dringend geraten, sich im betroffenen Bereich in geschlossene Räume zu begeben und Fenster und Türen zu schließen.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich im vergangenen Jahr. In Beelen wurden nach einem Brand ebenfalls Rauchgase ausgesetzt. Vor wenigen Monaten kam es in der Stadt im Kreis Steinfurt zu einer Evakuierung: Ein Gasleck in Emsdetten sorgte für Explosionsgefahr.

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