Vorfall in Hörstel

Tierhasser vergiftet Hund: Polizei warnt alle Besitzer

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Ein Hund wurde bei einem Spaziergang in Hörstel vergiftet. (Symbolbild)

Ein Unbekannter hat im Kreis Steinfurt Giftköder ausgelegt. Ein Hundehalter war am Freitag mit seinem Vierbeiner in Hörstel spazieren, als dieser plötzlich etwas fraß. Kurz darauf musste das Tier ins Krankenhaus.

Hörstel – Am vergangenen Freitag (14. Juni) hat sich ein Hundehalter bei der Steinfurter Polizei gemeldet. Der Mann gab an, gegen 12 Uhr mit seinem Hund auf der Straße "Kleinbahn" zwischen Hörstel und Ostenwalde unterwegs gewesen zu sein. Dort fraß sein Vierbeiner plötzlich dort ausgelegte Eier.

Wenig später zeigte der Hund des Ibbenbüreners Vergiftungserscheinungen. Der Mann fuhr daraufhin sofort von Hörstel aus zum Tierarzt. Der schlimme Verdacht bestätigte sich: Im Magen des Vierbeiners wurden Eierschalen sowie Giftrückstände gefunden. 

Hörstel: Unbekannter legt mehrere Giftköder aus

Daraufhin kehrte der Hundehalter zurück zum Tatort nach Hörstel und fand dort ein weiteres abgelegtes und manipuliertes Ei. Daher warnt die Polizei nun eindringlich alle Hundebesitzer und Katzenhalter im Kreis Steinfurt und mahnt zu besonderer Vorsicht. 

Sie rät in einer Pressemitteilung zum Fall in Hörstel: "Achten Sie auf derartige Köder. Nehmen Sie ihren Hund an die Leine." Derweil werden Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, unter der Nummer  05971/9 38 42 15 erbeten.

Die vergifteten Eier wurden in der Nähe von Hörstel gefunden.

Immer wieder kommt es vor, dass Menschen absichtlich versuchen, Tiere zu vergiften: In Münster wurden Fleischstücke mit Pillen präpariert. Auch im Kreis Borken gab es solch einen Fall: In Raesfeld legte ein Hundehasser Giftköder aus und brachte das Tier in Lebensgefahr.

Ähnliches passierte vergangenes Jahr im selben Kreis: In Bocholt wurde ein vergiftetes Stück Mett gefunden, das für Tiere und Kinder lebensgefährlich war. Als ein Jagdhund in Greven den Jack Russell "Nelly" totbiss, entfernte sich der Halter einfach vom Tatort. 

Fast zur gleichen Zeit hatte es eine gezielten Angriff in Greven auf "Kathi" gegeben, denn die Besitzerin fand ein tödliches Leckerli in ihrer Einfahrt. Erneut wurden Giftköder ausgelegt: Drei tote Katzen wurden in Steinfurt gefunden. Die Polizei alarmiert nun auch Hundehalter. Eine Woche nach dem Vorfall meldete sich erneut eine Frau bei den Beamten und erstellte Anzeige – wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Ihr Hund war in Steinfurt an Gift verstorben

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