Prozess am Amtsgericht Tecklenburg

Nachbarschaftsstreit eskaliert: Rentner geht mit Messer auf Hund los

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Ein 76-Jähriger stand wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung im Kreis Steinfurt vor Gericht. 

Ein Nachbarschaftsstreit im Kreis Steinfurt eskalierte. Im Januar attackierte ein Rentner aus Lengerich ein Paar und dessen Hund mit einem Messer. Jetzt kam es zum Prozess.

Lengerich/Tecklenburg – Seit einem Jahr schwelte ein Nachbarschaftsstreit im Kreis Steinfurt. Beleidigungen und Bedrohungen waren an der Tagesordnung – im Januar eskalierte die Situation völlig. Ein 76-Jähriger ging mit einem Messer auf ein Paar und einen ihrer Hunde los. Wie konnte es so weit kommen?

Dies wurde nun vor dem Amtsgericht in Tecklenburg (Kreis Steinfurt) erörtert. Angeklagt war der Rentner aus Lengerich wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung sowie Beleidigung in mehreren Fällen. Die Nachbarin des Mannes berichtete, wie sie mit ihrem Mann an besagtem Tag im Januar den Beschuldigten auf der Straße getroffen hatten.

Prozess im Kreis Steinfurt: Rentner aus Lengerich wollte auf Hund einstechen

Der Rentner hätte die Beiden, wie so oft in der Vergangenheit, grundlos ausgelacht. Als die 46-Jährige den Rentner aus Lengerich (Kreis Steinfurt) zur Rede stellen wollte, habe der Angeklagte plötzlich ein Messer herausgeholt und auf einen ihrer Hunde einstechen wollen, wie die WN berichten. Ihr Freund habe den Mann daraufhin überwältigt und auf dem Boden fixiert.

Vor dem Gericht im Kreis Steinfurt gab der 76-Jährige an, von dem Partner der Nachbarin verprügelt worden zu sein. Der Richter hielt diese Version des Angeklagten für nicht glaubwürdig. Auch ein 14-Jähriger, der zu dem Zeitpunkt am Tatort entlang fuhr, habe nicht gesehen, dass der Rentner geschlagen wurde.

Mann aus Lengerich (Kreis Steinfurt) verurteilt: Eskalation war seine Schuld

Letztlich wurde der Lengericher zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt. Diese wurde auf Bewährung ausgesetzt, da der Verurteilte noch nicht vorbestraft war. Der Richter riet dem Rentner jedoch, sich in Therapie zu begeben. Er betonte zudem, dass der eskalierte Konflikt im Kreis Steinfurt nur vom 76-Jährigen ausgegangen sei. Lediglich das Eingreifen des 45-Jährigen hätte Schlimmeres verhindert.

In der Domstadt begann vergangene Woche derweil ein aufsehenerregender Prozess: Drei Männer stehen in Münster wegen schweren Kindesmissbrauchs vor Gericht. Unter ihnen ist eine in der Stadt bekannte Person. Schlimme Nachrichten erreichte die Stadt am Mittwoch: Nachdem eine Frau aus Münster wochenlang verschwunden war, wurde sie nun tot aufgefunden. Vermutlich wurde sie von ihrem Neffen ermordet.

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