Brand im Kreis Steinfurt

Feuer in Mettingen: War es Brandstiftung? Verdächtige Personen gesucht

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Ein Brand in Mettingen hatte den Einsatz der Feuerwehr gefordert (Symbolbild). 

Am Samstag (17. November) stand ein Bauernhof in Mettingen stundenlang in Flammen. Dabei sind 1700 Schweine ums Lebens gekommen. Die Polizei hat nun die Brandstelle begutachtet und gibt ihre Ergebnisse zur Ursache des Feuers bekannt.

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Dienstag – 16.28 Uhr: Ermittlungen der Brandursache

Wie die Polizei mitteilt, wurde heute der Hof in Mettingen von einem Brandsachverständigen und einem Brandermittler der Polizei begutachtet. Auch ein Brandmittelspürhund wurde eingesetzt. Doch die Untersuchungen führten nicht zu den erhofften Ergebnissen.

Da die Schäden durch das Feuer so erheblich waren, sei es nicht mehr möglich, eine eindeutige Brandursache zu ermitteln. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung hätten sich auch nicht ergeben. Die Ermittlungen dauern jedoch an: Die Polizei sucht Zeugen, die am Samstag (17. November) in der Nähe des Gehöfts in Mettingen verdächtige Personen beobachtet haben.

Dies gilt sowohl für die Zeit vor als auch während des Feuers. Hinweise nimmt die Polizei in Ibbenbüren (05451/591 43 15) entgegen. Die Brandstelle in Mettingen, die zuvor für die Begutachtung gesperrt wurde, ist mittlerweile wieder freigegeben. Der entstandene Schaden wird auf rund 5 Millionen Euro geschätzt. 

Dienstag – 12.54 Uhr: PETA verklagt Betreiber

Bei dem Großbrand in Mettingen sind am Wochenende fast 1700 Schweine verbrannt, denn die Tiere konnten nach dem Ausbruch des Feuers nicht gerettet werden. Deshalb hat die Tierschutzorganisation People for the Ethical Treatment of Animals (PETA) nun Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Münster gegen den Betreiber des Schweineaufzuchtbetriebs erstattet. 

Der Vorwurf: "Angesichts der unzureichenden Brandschutzmaßnahmen wurde möglicherweise billigend in Kauf genommen, dass die Schweine bei einem Feuer qualvoll ersticken oder bei vollem Bewusstsein verbrennen", heißt es in einer Pressemitteilung der Organisation zu dem Vorfall in Mettingen.

"Jedes Tier, das bei einem Brand im Stall stirbt, wird grob fahrlässig getötet", vertritt Lisa Kainz, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA, die Ansichten der Organisation. Der Brandschutz werde bei vielen Tierställen nicht ernst genommen. Das hat der Verein schon öfter angeprangert. 

Montag – 9.19 Uhr: Brandursache weiterhin unklar

Derzeit wird nach der Brandursache geforscht. Am Samstag hieß es: "Aufgrund der noch andauernden Arbeiten konnte die Polizei an der Brandstelle noch keine detaillierten Untersuchungen vornehmen. Diese werden nach derzeitiger Einschätzung unter Hinzuziehung eines Brandsachverständigen erfolgen." Die Brandstelle in Mettingen ist beschlagnahmt worden und wird untersucht. 

Samstag – 22 Uhr: Brand gelöscht

Die Brandbekämpfung an der Nierenburger Straße 41 in Mettingen ist mittlerweile beendet. Wir fassen zusammen: Um 3.20 Uhr wurde die Feuerwehr zum einem Landwirtschaftsbetrieb gerufen: Das Stroh- und Heulager sowie eine Werkstatt hatten Feuer gefangen. 

Die Löscharbeiten gestalteten sich als schwierig. Viele Ställe waren mit Fotovoltaik-Anlagen bestückt und konnten so nur schwer gelöscht werden. Ein Dach brach sogar ein. Um 5.33 Uhr schaltete sich auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ein: "Auf Grund eines Brandes kommt es zu einer Rauch- und Geruchsbelästigung." Diese Warnung wurde um 9.04 Uhr aufgehoben. 

Der Brand hält seitdem an. Die Ursache ist laut Polizei nicht bekannt. Nach Medienberichten verbrannten bislang 2500 Sauen und Ferkel in den Flammen. Die Zahl wurde im Laufe des Tages nach unten korrigiert: auf 1700. Das Feuer am nahe gelegenen Wohnhaus konnte schnell gelöscht werden, die restliche Brandbekämpfung hielt bis in die Abendstunden an.

Samstag – 12.01 Uhr: Zahl der Opfer korrigiert

Nach Medienberichten muss die Zahl der verbrannten Tiere nach unten korrigiert werden: Statt 2500 sind 1700 Schweine bei dem Brand in Mettingen ums Leben gekommen. Es entstand ein Millionenschaden.

Samstag – 11.12 Uhr: Zeitleiste zum Brand in Mettingen

3.20 Uhr

Die Feuerwehr wird zum Einsatzort gerufen

5.33 Uhr

Das BKK warnt die Bevölkerung

9.01 Uhr

Die Polizei veröffentlicht eine Pressemitteilung

9.04 Uhr

Das BKK gibt Entwarnung

Update – 10.43 Uhr: Brand hält weiter an

„Die Feuerwehr hat wohl noch bis in die Mittagsstunden zu tun“, sagte ein Sprecher der Polizei nach Angaben mehrerer Medien, darunter "Die Welt" und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Der Einsatz hält jedenfalls weiter an.

Update – 10.14 Uhr: Bilder von Löscharbeiten  

Seit knapp sieben Stunden sind die Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz, um den Brand an der Nierenburger Straße zu löschen. Die Kollegen von NWM-TV waren vor Sonnenaufgang da und haben Foto vom Brand des landwirtschaftliches Anwesen gemacht.

Update – 9.11 Uhr: Warnung für Mettingen aufgehoben

Die Polizei teilte um 9.01 Uhr mit: "Aus bislang ungeklärter Ursache geriet ein Schweinemastbetrieb an der Nierenburger Straße in Mettingen in Brand. Der Bereich der Brandstelle weiträumig abgesperrt. Die Löscharbeiten der Feuerwehr dauern aktuell noch an."

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hingegen hat um 9.04 Uhr Entwarnung gegeben: Der Brand ist gelöscht, für die Anwohner besteht keine Gefahr mehr wegen Rauch und Qualm.

Update – 8.24 Uhr: 2500 Schweine gestorben

Nach Informationen mehrerer Medien, darunter "Die Welt" und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", sind bei dem Brand in Mettingen nicht 1000 (wie ursprünglich berichtet), sondern 2500 Schweine ums Leben gekommen. 

Update – 7.38 Uhr: Löscharbeiten in Mettingen dauern an

Die Löscharbeiten an einem Landwirtschaftsbetrieb (Nierenburger Straße) in Mettingen beschäftigen die Einsatzkräfte der Feuerwehr seit den frühen Morgenstunden (17. November, ungefähr 3.30 Uhr). Sie gestalten sich auch deswegen schwierig, weil sich auf den Dächern teilweise Fotovoltaik-Anlagen befinden. 

Auch hatte sich das Feuer enorm schnell ausgebreitet. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannten nach Informationen der IBV das Stroh- und Heulager sowie eine Werkstatt bereits lichterloh, da sie eng beieinander standen. Auch ein Dach sei eingestürzt. 

Update – 7.01 Uhr: Qualm und Rauch sind gefährlich 

Der Qualm des Feuers breitet sich weiterhin in Mettingen aus. Die schwarze Rauchwolke ist schon von Weitem zu erkennen. Das bringt auch die Anwohner in Gefahr.

Viele Menschen unterschätzen die Folgen eine Rauchgasvergiftung. Beim Einatmen der unsichtbaren und geruchsfreien Gase wird Kohlendioxid in den Körper aufgenommen. Dies kann zum Tod führen. Anzeichen sind: 

  • Kopfschmerzen 
  • Schwindel
  • Bewusstseinstrübung 
  • Bewusstlosigkeit
  • Erbrechen 
  • Mattigkeit 
  • blaue Haut und Schleimhäute
  • Krämpfe 
  • Kreislauf- und Atemlähmung

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rät deshalb: Schließen Sie Fenster und Türen. Schalten Sie Lüftungs- und Klimaanlagen ab.

Update – 6.53 Uhr: Was bisher geschah... 

Die Löscharbeiten der Feuerwehr an einem Landwirtschaftsbetrieb (Nierenburger Straße) in Mettingen dauern weiter an. Die Einsatzkräfte sind seit 3.30 Uhr vor Ort: Das Stroh- und Heulager sowie eine Werkstatt hatten Feuer gefangen. 1000 Sauen und Ferkel sind in den Ställen verendet. Das Feuer am nahe gelegenen Wohnhaus konnte gelöscht werden. 

Update – 6.28 Uhr: Qualm in Mettingen 

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) warnt die Einwohner von Mettingen: "Auf Grund eines Brandes kommt es zu einer Rauch- und Geruchsbelästigung." Das BBK gibt folgende Tipps:

  • Schließen Sie Fenster und Türen.
  • Schalten Sie Lüftungs- und Klimaanlagen ab.

Update – 6.19 Uhr: 1000 Sauen bei Brand in Mettingen verbrannt

Offenbar hat in den frühen Morgenstunden das Stroh- und Heulager sowie die Werkstatt eines  Landwirtschaftsbetriebs an der Nierenburger Straße in Mettingen gebrannt, berichtet die IVZ. 1000 Sauen und Ferkel sind bei dem Brand verendet. Die Flammen am nahegelegenen Wohnhaus konnten jedoch gelöscht werden.

Update – 6.09 Uhr: Landwirtschaftsbetrieb in Flammen?

Nach Informationen von Anwohnern handelt es sich bei dem Einsatzort in Mettingen um einen Bauernhof gegenüber der Kardinal-von-Galen (Große Straße 38). Es könnte sich dabei um den einen Landwirtschaftsbetrieb an der Nierenburger Straße handeln. Diese Einschätzung ist offiziell aber nicht bestätigt.

Update – 5.59 Uhr: Bauernhof in Mettingen brennt

Laut der Kreisverwaltung Steinfurt brennt in Mettingen derzeit ein Bauernhof an der Nierenburger Straße. Die Feuerwehr ist seit 3.20 Uhr im Einsatz. Bislang konnte der Brand noch nicht gelöscht werden. 

Erstmeldung – 5.51 Uhr: Brand in Mettingen

Mettingen – Am Samstagmorgen (17. November) gab das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) um 5.33 Uhr eine Warnungen für die Kleinstadt im Kreis Steinfurt heraus: "Auf Grund eines Brandes kommt es zu einer Rauch- und Geruchsbelästigung."

Das BBK gibt den Bewohnern von Mettingen vorerst folgende Tipps:

  • Schließen Sie Fenster und Türen.
  • Schalten Sie Lüftungs- und Klimaanlagen ab.

In welcher Straße es derzeit in Mettingen brennt ist unserer Redaktion zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt. Wir berichten weiter. 

Luftaufnahme: Mettingen.

Im September 2019 filmten Tierschützer heimlich die Zustände in vier Schweineställen im Kreis Steinfurt – die Aufnahmen sind beängstigend. 

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