Urteil am Landgericht Münster

Mann vergewaltigt die eigene Freundin – zusammen mit seinem Kumpel 

Am Donnerstag entschied das Landgericht in Münster über einen besonders schweren Fall: Ein Mann hatte im vergangenen Dezember die eigene Freundin vergewaltigt – zusammen mit seinem Kumpel. Jetzt wurden die Täter schuldig gesprochen.

Münster – Zwei Männern wurde vorgeworfen, die Freundin des älteren Angeklagten in dessen Wohnung gemeinsam vergewaltigt zu haben. In vier Prozesstagen wollte das Gericht die Schuld der Angeklagten prüfen. Am Donnerstag (10. Juli) wurde das Urteil am Landgericht Münster schließlich gefällt.

Prozess am Landgericht: Detailfragen werden geklärt

Die dritte Große Strafkammer hatte am letzten Prozesstag drei abschließende Zeugen eingeladen. Auch die Nebenklägerin kam noch einmal zu Wort. Es blieb der jungen Frau allerdings erspart, den Tatvorgang noch einmal zu beschrieben – und damit erneut zu durchleben, was ihr von den beiden Männern angetan worden ist. Lediglich Details mussten am Donnerstagmorgen noch geklärt werden. 

Nach der Vergewaltigung: Täter entschuldigt sich per Whatsapp

Das Opfer und ihr damaliger Freund hatten sich in einer Diskothek in Emsdetten kennengelernt. Dass er verheiratet war, verschwieg der spätere Peiniger der Frau.

Die Angeklagten entschieden sich gegen ein Geständnis. Die Whatsapp-Nachricht des Hauptangeklagten an seine Ex-Freundin hielt der Richter allerdings für aussagekräftig genug: "Entschuldige bitte. Es tut mir leid. Ich liebe dich immer noch."

Täter waren vermindert schuldfähig

Das Gericht verurteilte die beiden Männer zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten. Ihnen kam zugute, dass sie bislang nicht vorbestraft waren. Strafmildernd wurde ebenfalls die Tatsache ausgelegt, dass die Angeklagten zum Tatzeitpunkt große Mengen Alkohol konsumiert hatten. 

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