Polizeieinsatz in Neuenkirchen

Mitten im Wald: Polizei erwischt Jugendliche bei gefährlicher Tat

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Die Polizei erwischte in einem Wald bei Neuenkirchen mehrere Jugendliche bei einer leichtsinnigen Tat. (Symbolbild)

Ertappt hatte die Polizei mehrere Jugendliche: Diese hatten in einem Waldstück bei Neuenkirchen etwas Gefährliches getan – und die Polizei musste einschreiten.

  • Polizeieinsatz bei Neuenkirchen im Kreis Steinfurt
  • Jugendliche in Wald gestellt
  • Polizei hat Ermittlungen eingeleitet

Neuenkirchen – Am Freitag (5. Juli) wurde die Polizei gegen 15 Uhr in ein Waldstück am Schwarzen Weg in St. Arnold gerufen. Als die Beamten eintrafen, hielt sich dort eine Gruppe Jugendlicher auf – die beim Anblick der Einsatzkräfte jedoch sofort flüchteten.

Die Polizisten entdeckten schnell, warum: Nahe einer Bergruine fanden die Beamten einen qualmenden, angekokelten großen Ast vor. Diesen hatten die Jugendlichen offensichtlich angezündet – obwohl in dem Wald bei Neuenkirchen durch die Hitze der vergangenen Wochen eine große Trockenheit herrscht. 

Neuenkirchen: Jugendliche entfachen Feuer im Wald

Zur Sicherheit riefen die Beamten die Feuerwehr und ließen den Ast löschen. Sie konnten außerdem die Jugendlichen schnappen und "die Personalien der 14 bis 16 Jahre alten Jugendlichen aus Neuenkirchen und Rheine ermitteln", wie die Polizei berichtet. Sie informierten zudem die Erziehungsberechtigten über den Vorfall.

Erst vor Kurzem musste die Polizei wegen eines anderen Brandes in der Nähe ausrücken: Ein Mann in Neuenkirchen zündete einen Weihnachtsbaum auf seinem Grundstück an. Nachdem die von Anwohnern alarmierte Feuerwehr eingetroffen war, attackierten der Verursacher und sein Bekannter die Einsatzkräfte – ein Feuerwehrmann wurde dabei sogar ins Gesicht geschlagen.

Nicht nur in Neuenkirchen: Waldbrandgefahr deutschlandweit sehr hoch

Erst vor Kurzem warnte der Landesbetrieb Wald und Holz NRW vor der Trockenheit durch die Hitzewelle und machte in einer Pressemitteilung deutlich: "Waldbrände sind vermeidbar!" Der Waldbrandgefahrenindex liege aktuell in vielen Teilen Nordrhein-Westfalens auf der zweithöchsten Stufe – in manchen Gebieten sogar auf der höchsten. Um Waldbrände zu vermeiden, gibt der Landesbetrieb folgende Ratschläge:

  • Halten Sie sich an das gesetzliche Rauchverbot im Wald (vom 1. März bis zum 31. Oktober).
  • Offene Feuer sind in Wäldern sowie in 1000 Metern Abstand dazu verboten.
  • Lassen Sie kein Glas im Wald zurück: Durch den Brennglaseffekt können Waldbrände ausgelöst werden.
  • Waldwege und Waldzufahrten sollten freigelassen werden. Sie dienen im Brandfall als Rettungsgassen.
  • Kraftfahrzeuge nur auf befestigten Wegen abstellen. Der heiße Auspuff kann das Gras darunter entzünden.
  • Zigaretten müssen stets ausgedrückt werden. Vor allem glimmende, achtlos weggeworfene Zigarettenkippen entfachen immer wieder Grasflächen am Straßenrand.

In den letzten Wochen war es deutschlandweit immer wieder zu Waldbränden gekommen, zum Beispiel auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern. Dort brannten rund 1200 Hektar Wald. Zwischenzeitlich waren mehr als 3.200 Einsatzkräfte vor Ort. Zur Sicherheit mussten aus vier Orten Einwohner evakuiert werden. Mittlerweile ist der Brand gelöscht.

In einem Waldstück bei Neuenkirchen entzündeten Jugendliche ein Feuer.

Ein anderer Fall sorgte zudem erst vor Kurzem für Entsetzen in der Stadt im Kreis Steinfurt: In einem Brunnenschacht in Neuenkirchen wurde eine Frauenleiche entdeckt. Im Zuge der Ermittlungen hatte die Polizei den Sohn der Verstorbenen verhört.

In der selben Stadt trieb sich kürzlich ein Exhibitionist um: Der Mann belästigte in Neuenkirchen zwei Frauen am See. Danach lief er mit seinen Flip-Flops davon. In der Stadt im Kreis Steinfurt hat sich eine schlimme Tat ereignet: Ein 55-Jähriger hat in Neuenkirchen wohl seine Mutter ermordet. Er wurde festgenommen.

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