Mordanklage

Sohn ertränkt Mutter im Brunnen: Neue Details bekannt

Ein 54-Jaehriger soll seine Mutter ermordet haben. Jetzt wurde Anklage gegen ihn erhoben. (Symbolbild)
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Ein 54-Jähriger soll seine Mutter ermordet haben. Jetzt wurde Anklage gegen ihn erhoben. (Symbolbild)

Eine Frauenleiche wurde vergangenes Jahr in einem Brunnen entdeckt: Ein 54-Jähriger soll seine Mutter getötet haben. Jetzt gibt es neue Details in dem Fall.

  • Frauenleiche im Juni in Neuenkirchen gefunden
  • Sohn soll eigene Mutter ertränkt haben
  • Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Neuenkirchen – Die Staatsanwaltschaft Münster hat knapp drei Monate nach der Festnahme des 54-Jährigen, der seine Mutter (79) in Neuenkirchen getötet haben soll, Anklage wegen des Verdachts des Mordes gegen den Beschuldigten erhoben. Am 25. Juni vergangenen Jahres soll der Mann seine Mutter im Brunnen ertränkt haben.

Laut Anklageschrift soll der Beschuldigte am besagten Tag seiner Mutter in Neuenkirchen zunächst mehrere Schläge gegen den Kopf verpasst haben. Danach habe er vermutlich die dann wehrlose Frau auf dem familieneigenen Grundstück in Neuenkirchen "in einen Brunnen an einem zuvor angebrachten Hebegurt über eine im Brunnenschacht stehenden Leiter herabgelassen", heißt es seitens der Staatsanwaltschaft.

Neuenkirchen: Mutter und Sohn stritten ums Erbe

Die 79-Jährige ertrank daraufhin im zwei Meter tiefen Wasser – so wie vom Beschuldigten mutmaßlich beabsichtigt. Die Staatsanwaltschaft geht, wie bereits vermutet, davon aus, dass der Sohn durch den Mord verhindern wollte, dass seine Mutter Immobilienvermögen verkauft, das ihm zugestanden habe. Der Arbeitslose aus Neuenkirchen (Kreis Steinfurt) soll mit der Frau bereits seit Längerem einen Streit ums Erbe geführt haben.

Für den Tag, nach dem die Frau gestorben war, war ein Notartermin vereinbart, bei dem die Getötete aus Neuenkirchen ein Grundstück an andere Familienangehörige übertragen wollte. "Genau dieses Grundstück soll der Angeschuldigte für eine eigene wirtschaftliche Nutzung im Blick gehabt haben", heißt es in der Anklageschrift. Der Beschuldigte sah dadurch wohl seine wirtschaftliche Zukunft gefährdet.

Beschuldigter aus Neuenkirchen schweigt bislang

Die Staatsanwaltschaft geht nicht davon aus, dass der 54-Jährige vermindert schuldunfähig ist. Zu den Vorwürfen hat er sich seit seiner Festnahme am 15. Oktober in Neuenkirchen nicht geäußert. Er befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

Derweil ermittelt die Mordkommission auch in diesem Fall: Ein Mann hat bei Ibbenbüren auf eine Frau eingestochen. Der Täter könnte wohl schuldunfähig gewesen sein. Derweil kam es in der Domstadt jüngst zu einem schrecklichen Vorfall: Ein 41-Jähriger hat in Münster seine Freundin erstochen. Danach brachte er sich selbst um. 

Zwei Frauen wurden nun wegen versuchten Mordes angeklagt. Sie hatten sich in ihrem Haus in Münster in die Luft sprengen wollen.

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