Notruf aus Nordwalde

50 Kinder in Schlammlawine begraben? Mann löst nächtlichen Großeinsatz aus

Ein Mann loeste in der Nacht einen Einsatz in Nordwalde aus, als er den Notruf waehlte.
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Ein Mann löste in der Nacht einen Einsatz in Nordwalde aus, als er den Notruf wählte.

Der Notruf klang so überzeugend, dass in der Zentrale ein Alarm ausgelöst wurde: 50 Kinder seien in Gefahr. Doch der Einsatz war nach 20 Minuten schon wieder beendet.

Nordwalde – Gegen 2.50 Uhr kam der Notruf rein: 30 bis 50 Kinder seien unter eine Schlammlawine begraben worden, schilderte ein Mann mittleren Alters am Telefon. Er selbst befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Löttkenstraße, nahe einer Baustelle. 

Die Geschichte des Mannes wirkte wohl so glaubhaft, dass die Verantwortlichen in der Notrufzentrale daraufhin den Alarm auslösten. "Wir nehmen erstmal jeden Fall ernst", erklärte ein Sprecher der Polizei in Nordwalde am Donnerstagmorgen. 

Großeinsatz in Nordwalde entpuppt sich als Fehlalarm

Sofort rückten haupt- und ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes, der Hilfsorganisationen sowie der Polizei zum vermeintlichen Unfallort in Nordwalde aus. Rund 20 Minuten später – gegen 3.10 Uhr – stand aber bereits fest: Es handelte sich um einen Fehlalarm. 

An der Löttkenstraße in Nordwalde kam es am frühen Donnerstagmorgen (11. April) zu einem Polizeieinsatz.

"Wir stellten schnell fest, dass Realität und Fiktion da weiter auseinander gehen", erklärte ein Polizist am Donnerstagmorgen. Der Mann, der den Großalarm in Nordwalde ausgelöst hatte, sei psychisch krank gewesen. Er zeigte sich auch vor Ort weiterhin von seiner Schilderung überzeugt, obwohl nirgends ein Zeichen der Kinder oder der Schlammlawine zu erkennen war.

Notärztin versorgt geistig verwirrten Mann in Nordwalde

Der Einsatz in Nordwalde wurde also abgebrochen, die alarmierten Hilfskräfte durften abdrehen. Eine Notärztin versorgte den vermutlich geistig verwirrten Mann, bis er gegen 4.30 Uhr in eine entsprechende Klinik gebracht wurde. In Nordwalde kam es jüngst zu einem Wild-Unfall. Das Auto ging danach in Flammen auf.

Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art im Münsterland: Ein Mann kletterte in Münster kürzlich auf einen Baustellenkran – die Polizei war stundenlang damit beschäftigt, ihn heil auf den Boden zu bekommen. In Warendorf hat ein geistig verwirrter Mann außerdem eine Gruppe von Menschen mit einem Messer bedroht.  

Bei einem schweren Unfall wurden mehrere Menschen verletzt: Eine Landstraße in Nordwalde musste anschließend gesperrt werden. Zunächst wusste die Polizei noch nicht, wie es zu dem Unglück kam. 

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