Gefährliche Dosenkost?

Metallstücke im Hundefutter: Das sagt Edeka

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Hund Rocky wäre Hundefutter aus einer Edeka-Filiale im Kreis Steinfurt beinahe zum Verhängnis geworden. (Symbolbild)

Schock für einen Hundebesitzer aus dem Kreis Steinfurt: Als er seinen Labrador Rocky füttern will, sieht er, dass sich Metallstücke in der Dose befinden. Jetzt bezieht Edeka zu dem Vorfall Stellung.

Update 12. November: Metallstücke im Hundefutter im Kreis Steinfurt – Statement von Edeka

Auf Anfrage von msl24.de nahm das Unternehmen Stellung zu den im Hundefutter gefundenen Metallstücken. "Wir haben am 5. November 2018 die Anfrage des Kunden erhalten und sofort nach festgelegtem Standard reagiert: So haben wir umgehend die Produktdaten, die Marktdaten und den Fremdkörper angefordert", so Jens Kraemer, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Edeka.

Nachdem die Produktdaten zwei Tage später eingegangen waren, bat Edeka den Lieferanten des Hundefutters um Stellungsnahme und Aufklärung: "Der Lieferant versicherte uns, dass es während der Produktion der entsprechenden Charge zu keinerlei Auffälligkeiten gekommen sei", schreibt Kraemer weiter. "Zudem wurden die Rückstellmuster, die zu jeder Charge zurückbehalten werden, untersucht: Auch hier wurden keine Abweichungen festgestellt." 

Gefährliches Hundefutter im Kreis Steinfurt? Edeka wartet auf Metallstücke

Ebenso hätten die vom Lieferanten eingesetzten Metalldetektoren keine Auffälligkeiten angezeigt. Derzeit warte Edeka noch auf die Metallstücke, die der Hundebesitzer aus dem Münsterland im Hundefutter fand. Dann erst könnten weitere Analysen durchgeführt und untersucht werden, wie die Metallstücke in das Futter gekommen sein könnten.

Erstmeldung: Mann kauft Tierfutter bei Edeka - sein Hund entgeht nur knapp einer Katastrophe

Münsterland - Nur knapp einer Tragödie entgangen sind ein Hundebesitzer und sein Vierbeiner im Kreis Steinfurt: Herr O. Mason öffnete eine Hundefutterdose und wollte seinem Hund Rocky zu fressen geben. Er bemerkte gerade noch rechtzeitig, dass sich mehrere Fremdkörper in der Tiernahrung befanden.

Ein Schock für den Tierfreund: Es waren Metallstücke im Hundefutter. Der im Münsterland lebende Engländer hatte die Tiernahrung Ende Oktober in einem Edeka-Markt im Kreis Steinfurt gekauft. Es handelt sich dabei um ein Eigenprodukt der bekannten Supermarktkette.

In dieser Hundefutterdose aus einem Edekamarkt im Kreis Steinfurt, die mit "natürlichen Zutaten" beworben wird, fand der Tierbesitzer Metallstücke.

"Ich bin schockiert, dass dies nicht ernst genommen wird" - Steinfurter enttäuscht von Edeka

Der erschrockene Tierbesitzer setzte sich mit der Supermarktkette in Verbindung. Der Kundenservice von Edeka bat Mason am Montag (5. November) darum, die Metallstücke einzuschicken und Angaben zu dem Produkt zu machen. Aber in welcher Filiale der Supermarktkette das Hundefutter denn verkauft wurde, danach wäre er nicht gefragt worden, berichtet Mason gegenüber msl24.de. 

Völlig unverständlich für den Tierbesitzer: "In Anbetracht der möglichen Konsequenzen hat Edeka eher langsam gehandelt. Sie haben mich nicht danach gefragt, wo ich die Dose gekauft habe, oder nach Einzelheiten, um die Charge für einen Rückruf zu prüfen", erzählt der Hundebesitzer.

Gut sichtbar sind die Metallstücke, die O. Mason in einer Hundefutterdose von Edeka im Kreis Steinfurt fand.

Bisher (Stand: 8. November, 16.50 Uhr) hat Edeka auch noch keine Produktwarnung oder einen Warenrückruf für das Hundefutter herausgegeben. Müssen Hundebesitzer beim Kauf des Tierfutters nun Angst vor Metallstücken haben? Und in wie vielen Filialen in Deutschland werden derzeit betroffene Tierfutterdosen verkauft?

Das sagt Edeka zur gefährlichen Hundenahrung aus dem Kreis Steinfurt

Bisher gab das Unternehmen auf Nachfrage von msl24 noch kein Statement zu dem Vorfall im Kreis Steinfurt ab. Die Beschwerde von Mason war bis Donnerstagmittag (8. November, 14 Uhr) auch noch nicht im internen Meldesystem von Edeka eingegangen, wie der Pressesprecher auf Anfrage angab - obwohl der Hundebesitzer den Kundenservice bereits Tage zuvor auf die gefährlichen Metallstücke aufmerksam gemacht hatte. 

Und wie steht es um den Vorwurf, dass der Kundenservice von Edeka gar nicht nachgefragt habe, um welche Filiale es sich im Kreis Steinfurt handle? "Das kann ich mir ernsthaft gesagt wirklich nicht vorstellen", sagt der Pressesprecher weiter. "Erstens müssen wir wissen, wo es passiert ist und zweitens, welches Produkt betroffen ist - sonst haben wir ja keine Chance, das Problem zu finden und zu beheben."

Hundefutter bei Edeka im Kreis Steinfurt: Rocky hatte es nicht leicht

Bisher hat sich nicht viel getan in dem Fall im Kreis Steinfurt. Neben der Enttäuschung über Edekas Reaktion ist Mason einfach nur froh, dass Rocky nichts passiert ist - denn der Labrador hat schon viel Leid erfahren:

"Rocky, mein Hund, kommt aus Polen und wurde im Winter in den Wäldern gefunden. Er ist seit Januar in Deutschland und hat erst jetzt nach vielen Problemen wieder seine volle Gesundheit zurückerlangt. Wir sind sehr glücklich, dass ihm dieses Essen keine weiteren Probleme bereitet hat, in seinem bisher unglücklichen, kurzen Leben."

Zum Glück wurde Hund "Rocky Cornelius Mason" durch das Hundefutter aus einer Edeka-Filiale im Kreis Steinfurt nicht verletzt.

Ein Mann aus Gronau sorgte vor wenigen Tagen für unglaubliche Szenen: Erst will er Polizisten abstechen, dann springt er gegen einen LKW.

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