Deutlicher Anstieg

Juckreiz und Ausschlag: Zahl der Krätze-Fälle in Steinfurt hat sich verdoppelt

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Von wegen ausgerottet: Krätzemilben bohren sich unter die Haut.

Die Krätze ist auf dem Vormarsch im Münsterland. Nach dem Kreis Warendorf meldet nun auch Steinfurt erhöhte Fallzahlen. 

Steinfurt – Es ist eine erschreckende Erkenntnis. Die Krätze – eine Krankheit, die in Deutschland lange Zeit als ausgerottet galt – ist wieder auf dem Vormarsch. Im Münsterland häufen sich die Fälle. 

Auch der Kreis Steinfurt ist betroffen: Waren es 2017 noch 108 Fälle, hat sich die Zahl der Krätze-Erkrankten im vergangenen Jahr exakt verdoppelt. 216 Betroffene wurden gemeldet. Hauptsächlich infizierten sich ältere Leute und Schüler. 

Krätze im Kreis Steinfurt: frühzeitig behandeln

Dabei gilt es zu beachten, dass in die Datenbank nur solche Fälle eingetragen werden, die in öffentlichen sozialen Einrichtungen an Krätze erkranken. Sprich: Schulen, Kitas, Pflege- und Obdachlosenheime. Alle anderen Fälle sind im Münsterland nicht meldepflichtig. Die Ziffer der tatsächlich Erkrankten im Kreis Steinfurt ist also noch viel höher. 

Wichtig sei es, so betont der Leiter des Gesundheitsamtes in Steinfurt, Dr. Schmeer, bei einer juckenden Hautkrankheit die Krätze im Hinterkopf zu behalten. "Heutzutage ist es häufig so, dass die Krankheit schwer zu erkennen ist. In der Zeit, bis die Diagnose fällt, könnten schon andere angesteckt worden sein."

Bei starkem Juckreiz sollten Steinfurter zum Hautarzt gehen. 

Ausbreitung der Krätze im Kreis Steinfurt? 

Ob für 2019 eine weitere Verbreitung der Krätze im Kreis Steinfurt erwartet werde? "Es handelt sich hierbei ja bereits um eine starke Steigerung. Dass es so viele Fälle gibt, ist schlimm genug. Ich gehe nicht davon aus, dass sich die Fallzahlen noch weiter erhöhen werden", prognostiziert der Leiter des Gesundheitsamts. 

Wie die Krätze übertragen und wie sie behandelt wird, lesen Sie in diesem Artikel.  

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