38-Jähriger verurteilt

Todesschütze aus Westerkappeln muss lange hinter Gitter – Urteil gefallen

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Am Mittwoch fällt das Urteil gegen den Todesschützen aus Westerkappeln am Landgericht Braunschweig. 

Prozess um den Todesschützen aus Westerkappeln: Ein Mann hatte im Mai vergangenen Jahres seine Ex-Freundin auf offener Straße erschossen. Am Mittwoch fiel das Urteil. 

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Urteil gefallen: Todesschütze aus Westerkappeln zu lebenslanger Haft verurteilt

Update. 30. Januar, 12.50 Uhr. Acht Monate nach der grausamen Tat steht das Urteil fest: Der Todesschütze von Westerkappeln (38), der am 28. Mai sein Ex-Frau auf offener Straße und vor den Augen der gemeinsamen Kinder erschoss, wurde verurteilt: zu einer lebenslangen Haftstrafe wegen Mordes, gefährlicher Körperverletzung sowie wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Das hat ein Gerichtssprecher soeben bestätigt. 

Damit folgt das Landgericht Braunschweig den Empfehlungen des Staatsanwaltes. In seinem Plädoyer hatte er einen lebenslange Freiheitsstrafe für den 38-Jährigen gefordert. Damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren für den Mann aus Westerkappeln nicht mehr möglich. Die Verteidigung hingegen wollte eine zehnjährige Haftstrafe erreichen. Das Gericht stellte bei der Urteilsbegründung die besondere Schuld des Verurteilten fest.

Lebenslange Haftstrafe bekam der Westerkappelner, weil er seine Ex-Freundin im Mai 2018 in Salzgitter erschoss.

Todesschütze aus Westerkappeln wird heute verurteilt

Update. 30. Januar, 11.07 Uhr. Salzgitter/Westerkappeln – Derzeit verkündet das Landgericht Braunschweig sein Urteil für den Todesschützen aus Westerkappeln. Der Mann (38) hatte am 28. Mai seine Ex-Frau auf offener Straße erschossen – vor den Augen seiner Kinder. Nun legt das Gericht seine Strafe fest.

Todesschütze aus Westerkappeln: Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft

Update. 29. Januar. Es war das "Protokoll einer geplanten Hinrichtung". So beschrieb der Staatsanwalt die Geschehnisse, die sich am 28. Mai in Salzgitter ereignet hatten. Ein Mann aus Westerkappeln tötete auf offener Straße seine Ex-Frau und schoss auf die Schwester. Eine weitere Kugel verfehlte den Kopf des Vaters der Toten nur knapp.

Am Dienstag (29. Januar) wurden am Landgericht Braunschweig die Plädoyers gehalten. Die Staatsanwaltschaft forderte, den 38-Jährigen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe zu verurteilen. Wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen. Damit wäre eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren für den Mann aus Westerkappeln nicht mehr möglich.

Die Verteidigung forderte indes eine zehnjährige Haftstrafe gegen den Westerkappelner. Am kommenden Mittwoch (30. Januar) soll das Urteil fallen.

Am 28. Mai erschoss der Westerkappelner seine Ex-Freundin in Salzgitter. Tagsdrauf wurde er in seiner Wohnung festgenommen.

Todesschütze aus Westerkappeln: War er radikaler Islamist?

Update: 7. Dezember. Salzgitter/Westerkappeln – Was verleitete den 38-Jährigen aus Westerkappeln, seine Ex-Freundin auf offener Straße zu erschießen? Im Prozess gegen den Todesschützen zeichnet sich ein Bild von einem Mann ab, der sich dem radikalen Islam zugewandt hatte, das berichtet die WN. 

Am dritten Verhandlungstag am Landgericht Braunschweig sagte jetzt die Schwester der Toten aus. Sie wurde von dem Angeklagten angeschossen, überlebte jedoch. Dieser habe seine Ex-Freundin als "Schlampe" bezeichnet, weil sie sich geweigert hatte, ein Kopftuch zu tragen. „Sie wollte frei leben, sich schminken, arbeiten, wie andere Frauen auch“, sagte die Frau am Zeugenstand aus. All dies habe ihr ehemaliger Lebensgefährte nicht gewollt, weil es "unislamisch" sei.

Der 38-Jährige habe sich häufig in einer Ibbenbürener Moschee aufgehalten, die vom Staatsschutz überwacht wird. Vor Gericht zeigte die andere Schwester der ermordeten Frau Fotos aus der Wohnung des Todesschützen. Darauf zu sehen war unter anderem seine Tochter, die vor der Flagge des "IS" posierte – mit dem Gruß der radikalen Islamisten.

Seine Tochter soll der Westerkappelner gezwungen haben, zur Einschulung ein Kopftuch zu tragen. Seine Ex-Frau hatte er verboten, mit fremden Männern zu reden oder zu tanzen. Die Kinder soll er immer wieder geschlagen haben. Kurz vor der schrecklichen Tat im Mai schrieb er seiner Ex-Freundin: "Wenn du dich trennst, lösche ich die Familie aus." Eine Drohung, die er im 28. Mai dieses Jahres versuchte wahr zu machen. Am 20. Dezember wird der Prozess fortgesetzt.

Todesschütze aus Westerkappeln erschießt Ex-Freundin

Erstmeldung: 2. Oktober. Salzgitter/Westerkappeln – Es waren dramatische Szenen, die sich am 28. Mai dieses Jahres im niedersächsischen Salzgitter abspielten. Ein Mann erschoss auf offener Straße eine Frau. Sie verstarb sofort. Bei der Frau handelte es sich um die Ex-Freundin des Mannes aus Westerkappeln. 

Noch schlimmer: Die vier gemeinsamen Kinder sowie weitere Familienangehörige der Getöteten mussten die schrecklichen Szene mit ansehen. Die Schwester der Frau wurde ebenfalls durch einen Schuss verletzt.

Am Tag nach dem Mord in Salzgitter wurde der Westerkappelner in seiner Wohnung im Kreis Steinfurt aufgefunden und festgenommen. Dort fand die Polizei auch die Tatwaffe des Todesschützen. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig Anklage gegen den 38-Jährigen erhoben – wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen, Körperverletzung sowie des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Grund für seine Tat sei ein Sorgerechtsstreit mit seiner 30-jährigen Ex-Lebensgefährtin gewesen. Der Fall war erst wenige Stunden vor der Tat vor Gericht verhandelt worden, wie der NDR berichtet. Direkt nach der Gerichtsverhandlung habe der Westerkappelner der Frau noch gesagt, dass ihr dies noch Leid tun beziehungsweise sie dies noch bereuen werde. 

Danach fuhr der Westerkappelner nach Salzgitter, dem Wohnort der Frau, und traf sie vor dem Haus ihrer Eltern an. Er schoss auf die Schwester, danach tötete er seine Ex-Freundin per Kopfschuss. Auf den Vater der Frau schoss der 38-Jährige ebenfalls – verfehlte jedoch nur knapp.

Vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Braunschweig soll es nun zum Prozess gegen den Mann kommen. Wann die Verhandlung beginnt, ist noch offen. In Westerkappeln ereignete sich im Mai ein schwerer Unfall. Dabei rammte ein 80-Jähriger einen Fahrradfahrer – dieser wurde verletzt. 

Einen immensen Schaden hatte kürzlich ein Feuer in einer Scheune in Westerkappeln angerichtet: Die Polizei beschlagnahmte die Brandstelle – und konnte die Ursache ermitteln.

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