Coronavirus

Alarmstufe Rot im Kreis Warendorf: Inzidenzwert in Ahlen steigt weiter an

Bundesweit steigen die Zahlen der Coronavirus-Neuinfektionen an. Der Kreis Warendorf gilt seit dem Wochenende als Risikogebiet. Vor allem die Stadt Ahlen hat es schwer getroffen.

Update: 22. Oktober. Die Zahl der Neuinfektionen steigt im Kreis Warendorf weiter an. Am Donnerstag (22. Oktober) wurden in der Region 30 weitere Coronafälle vom Gesundheitsamt gemeldet. Somit sind momentan kreisweit 277 infizierte Personen in Isolation. Der Inzidenzwert liegt im Kreis, der seit vergangenem Wochenende als Risikogebiet gilt, derzeit bei 77 und hat sich im Vergleich zum Vortag noch einmal erhöht.

Am schlimmsten hat es dieser Tage die Stadt Ahlen getroffen. Dort sind momentan 168 Personen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Der Inzidenzwert ist hier nocheinmal auf 232 Infizierte pro 100.000 Einwohner angestiegen.

KreisWarendorf
Einwohner277.744 (2016)
HauptstadtWarendorf

Kreis Warendorf: Inzidenzwert in Ahlen bei über 200

Update: 21. Oktober. Im Kreis Warendorf hat es erneut einige Neuinfektionen gegeben. Vor allem in Ahlen sieht die Coronavirus-Lage derzeit drastisch aus. Dort ist der Inzidenzwert mittlerweile auf 205,4 pro 100.000 Einwohner gestiegen. Bereits ab einem Wert von 50 gilt eine Stadt oder eine Region als Risikogebiet – dieser wird nun um ein vierfaches übertroffen.

In Ahlen gelten daher momentan die striktesten Corona-Maßnahmen in der gesamten Region. In der Stadt gibt es derzeit mit 149 aktiven Fälle kreis weit die meisten. Der Inzidenzwert im Kreis Warendorf liegt momentan bei 64,4 Coronavirus-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Derweil teilt der Kreis Warendorf mit, dass es trotz der hohen Infektionsraten keine Maskenpflicht in öffentlichen Räumen gibt – außer in Ahlen. Dort muss der Mund- und Nasenschutz überall dort getragen werden, wo der Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann.

In Ahlen liegt der Inzidenzwert derzeit bei über 200 (Symbolfoto).

Coronavirus: 22 Neuinfektionen im Kreis Warendorf

Update: 20. Oktober. Seit dem Wochenende ist nun auch der Kreis Warendorf zum Risikogebiet erklärt worden. Am Montag hatte das gesamte Kreisgebiet den kritischen 7-Tages-Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten: Es wurden 59,7 Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner gemeldet. Nur einen Tag später ist jedoch auch dieser Wert noch einmal übertroffen worden.

Denn der 7-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner liegt am Dienstag (20. Oktober) laut dem Kreis Warendorf bei 64,1. Insgesamt 22 Neuinfektionen vermeldete der Kreis zudem, 230 Menschen sind demnach akut mit dem Coronavirus infiziert, sieben Menschen werden derzeit aufgrund ihrer Covid-19-Erkrankung stationär in Krankenhäusern behandelt. Die Stadt Ahlen weist zudem noch immer die meisten aktiven Ansteckungsfälle auf:

  • Ahlen: 149 aktive Fälle (+7), 218 Gesundete, 10 Verstorbene, insgesamt 377 gemeldete Infektionsfälle seit März
  • Beckum: 34 aktive Fälle (+5), 121 Gesundete, 1 Verstorbener, insgesamt 156 Infektionen
  • Beelen: kein aktiver Fall, 33 Gesundete, insgesamt 33 Infektionen
  • Drensteinfurt: 6 aktive Fälle (-1), 68 Gesundete, 2 Verstorbene, insgesamt 76 Infektionen
  • Ennigerloh: 1 aktiver Fall (-1), 73 Gesundete, insgesamt 74 Infektionen
  • Everswinkel: 5 aktive Fälle (+2), 40 Gesundete, insgesamt 45 Infektionen
  • Oelde: 4 aktive Fälle, 275 Gesundete, 5 Verstorbene, insgesamt 284 Infektionen
  • Ostbevern: 6 aktive Fälle (+1), 15 Gesundete, 1 Verstorbener, insgesamt 22 Infektionen
  • Sassenberg: 6 aktive Fälle, 40 Gesundete, 1 Verstorbener, insgesamt 47 Infektionen
  • Sendenhorst: 9 aktive Fälle, 57 Gesundete, insgesamt 66 Infektionen
  • Telgte: 5 aktive Fälle (-3), 56 Gesundete, insgesamt 61 Infektionen
  • Wadersloh: 2 aktive Fälle (+1), 47 Gesundete, insgesamt 49 Infektionen
  • Warendorf: 3 aktive Fälle, 93 Gesundete, 1 Verstorbener, insgesamt 97 Infektionen

Kreis Warendorf ab sofort Risikogebiet: Diese verschärften Regeln gelten jetzt

Update: 19. Oktober. Jetzt hat es auch eine Region im Münsterland erwischt: Seit vergangenem Samstag (17. Oktober) gilt der gesamte Kreis Warendorf offiziell als Risikogebiet. Der Inzidenzwert stieg an diesem Tag auf 59,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern an. Diese Entwicklung hatte sich nach dem dynamischen Anstieg der Coronavirus-Infektionen der vergangenen Woche bereits angedeutet.

Bis Freitag (16. Oktober) um 17 Uhr gingen beim Gesundheitsamt im Kreis Warendorf 20 neue Coronavirus-Infektionen ein. Daher gelten nun weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Region. „Bei uns im Kreis werden ab Samstag die vorab erwähnten Vorgaben aus der vom Land am Freitag angekündigten neuen Coronaschutzverordnung gelten“, sagte Landrat Dr. Olaf Gericke.

Er bat zudem alle Bürger des Kreises Warendorf um Verständnis für die Maßnahmen, die aufgrund der Coronavirus-Lage getroffen werden mussten. Diese verschärften Regeln gelten ab sofort:

  • Die Maskenpflicht gilt ab sofort auch überall dort an öffentlichen Plätzen, an denen Menschen dicht zusammenkommen sowie in öffentlichen Gebäuden.
  • Die Anzahl der Teilnehmer für Sport- und Kulturveranstaltungen wurde auf 100 Personen begrenzt.
  • Im öffentlichen Raum dürfen sich nur noch fünf Personen aus verschiedenen Haushalten miteinander aufhalten.
  • Für jegliche Gastronomiebetriebe im Kreis Warendorf gilt ab 23 Uhr eine Sperrstunde sowie ein generelles Verkaufsverbot alkoholischer Getränke.
  • Die Teilnehmerzahlen für Feiern im öffentlichen Raum (zum Beispiel Gaststätten) wird auf zehn Personen begrenzt.

„Weiterhin steht bei uns im Gesundheitsamt die Ermittlung von Kontaktpersonen der Infizierten im Mittelpunkt. Diese müssen schnell unter Quarantäne gestellt werden, damit wir weitere Ansteckungen verhindern. Dabei werden wir auch personelle Unterstützung der Bundeswehr erhalten“, kündigte der Landrat an. Krisenstabsleiterin Petra Schreier wies zudem erneut auf die ernste Lage hin, in der sich die Personen im Kreis Warendorf derzeit aufgrund der steigenden Coronavirus-Infektionen befinden. „Jeder Einzelne ist nun gefordert, sich verantwortungsvoll zu verhalten“

Der Kreis Warendorf gilt jetzt als Risikogebiet - das hat Folgen für die ganze Region.

Coronavirus im Kreis Warendorf: Lage weiterhin kritisch

Update: 16. Oktober. Eigentlich stand außer Frage, dass der Kreis Warendorf am Freitag (16. Oktober) den Corona-Grenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen erreichen würde. Doch der Kreis liegt haarscharf darunter: Am frühen Freitagmorgen um 0 Uhr setzt das Robert-Koch-Institut den Inzidenzwert mit 49,7 fest.

Für eine Stadt im Kreis Warendorf spielt das jedoch keine Rolle: In Ahlen wurden wegen der kritischen Coronavirus-Lage nun strengere Maßnahmen eingeführt, unabhängig von der Einstufung als Risikogebiet. Diese seien sogar strenger als die Maßnahmen, die das Land NRW für Hotspots vorschreibt. Die Ahlener müssen sich nun unter anderem auf eine Sperrstunde mit Alkoholverbot einstellen.

Kreis Warendorf wird Risikogebiet: Drastische Corona-Maßnahmen kommen

Update: 15. Oktober. Am Donnerstag (15. Oktober) gab es im Kreis Warendorf erneut einen sprunghaften Anstieg der Coronavirus-Neuinfektionen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 28 neue bestätigte Fälle in der Region gemeldet. 148 Personen sind momentan kreisweit an Covid-19 erkrankt.

Der Inzidenzwert liegt dort derzeit bei 44,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Der kritische Wert von 50 wird am Freitag (16. Oktober) wohl überschritten, weswegen der Kreis Warendorf dann zum Risikogebiet deklariert wird. Vor allem die Stadt Ahlen entwickelt sich seit einigen Tagen zum Corona-Hotspot. Daher werden dort bereits jetzt die Maßnahmen drastisch verschärft.

Die ab Freitag geltenden Maßnahmen in Ahlen gehen über die Coronaschutzverordnung des Landes NRW und über die für den ganzen Kreis bereits bestehenden Einschränkungen deutlich hinaus, teilt die Kreisverwaltung in Warendorf mit. Die neue Verfügung gilt zunächst bis zum 29. Oktober. In der Stadt sind derzeit 88 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Folgende Maßnahmen werden ergriffen:

  • Es besteht eine generelle Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, wo Menschen dichter und länger zusammenkommen. Sowohl draußen, als auch in Wohnungen.
  • In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch höchstens fünf Personen, die nicht zu einem Haushalt gehören, gemeinsam aufhalten.
  • In privaten Räumen dürfen sich nur noch maximal zehn Personen aus höchstens zwei verschiedenen Haushalten treffen.
  • An Feiern in öffentlichen Räumen wie Gaststätten dürfen maximal zehn Personen aus unterschiedlichen Haushalten teilnehmen.
  • Bei Sport- und Kulturveranstaltungen sind nur noch höchstens 100 Besucher zugelassen.
  • Sämtliche Gaststätten müssen um 23 Uhr schließen. Ab dieser Zeit gilt auch ein Verkaufsverbot für alkoholische Getränke.  

„Wir hoffen, dass die strengeren Maßnahmen und die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger dazu beitragen, dass die hohe Zahl an Neuinfektionen in unserer Stadt zurückgeht“, sagte Ahlens Bürgermeister Dr. Alexander Berger. Er hofft, dass die Bürger der Stadt ihren Beitrag dazu leisten, dass die Zahlen der Coronavirus-Infizierten in den kommenden Tagen und Wochen wieder zurückgeht.

Coronavirus im Kreis Warendorf: Zahlen steigen weiter

Erstmeldung: 14. Oktober. Warendorf – Der Herbst hat deutschlandweit einen gehörigen Schub neuer Coronavirus-Infektionen gebracht. Allein am Dienstag (13. Oktober) wurden vom Robert-Koch-Institut (RKI) über 4000 neue Fälle gemeldet. Auch im Münsterland steigen die Fallzahlen rasant an.

Zehn Neuinfektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 wurden im Kreis Warendorf gemeldet. Derzeit sind in der Region 129 Personen an Covid-19 erkrankt. Die Situation wird vor allem im Hinblick auf den Inzidenzwert kritisch: Dieser ist nun auf 36 Infektionen pro 100.000 Einwohner gestiegen und hat somit den Grenzwert von 35 überschritten.

Coronavirus: Kreis Warendorf überschreitet kritischen Wert

Da die Überschreitung des Grenzwertes nach der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW mit weiteren Einschränkungen verbunden ist, mussten nun zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden. Diese hatte Ministerpräsident Armin Laschet zu Beginn der Woche im Hinblick auf die Coronavirus-Entwicklung verkündet. So wird ab sofort kreisweit die Anzahl der Besucher bei privaten Feiern (Geburtstage, Hochzeiten) im öffentlichen Raum sowie Gaststätten auf 50 Personen beschränkt. „Fragen zur Durchführung von privaten Feiern sind mit den örtlichen Ordnungsämtern abzustimmen“, heißt es in einer Mitteilung.

Zudem müssen ab sofort bei sämtlichen Sport- und Kulturveranstaltungen im Kreis Warendorf der Mund- und Nasenschutz auch auf dem Platz getragen werden und nicht, wie bislang, nur bis zum Einnehmen der Plätze. Die Regelungen gelten ab Mittwoch (14. Oktober) zunächst bis zum kommenden Sonntag (19. Oktober) – sie können jedoch verlängert werden, sollte der Inzidenzwert nicht unter 35 sinken.

Im Kreis ist der kritische Wert von 35 Infektionen pro 100.000 Einwohner überschritten worden.

Kreis Warendorf: Neue Corona-Regelungen zunächst bis Sonntag

„Wir müssen jetzt alles tun, um das Infektionsgeschehen im Kreis zu begrenzen. Dazu gehört an erster Stelle die allgemeine Vorsicht und die Einhaltung der Hygieneregeln“, sagte Landrat Dr. Olaf Gericke. Die Kontrolle von Feiern und Veranstaltungsräumen durch das Ordnungsamt werde in den kommenden Tagen verstärkt. „Leider bleibt uns keine andere Wahl, als diese vom Land angeordneten Maßnahmen für den ganzen Kreis umzusetzen“, so der Landrat des Kreises Warendorf weiter.

Den kritischen Wert noch nicht überschritten hat bislang die Domstadt Münster. Dennoch gab es auch in Münster einen rasanten Anstieg von Coronavirus-Neuinfektionen. Dort würden beim Reißen der Obergrenze dieselben Maßnahmen drohen wie aktuell im Kreis Warendorf.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

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