Angriff vor Haustür in Beckum 

Lebensgefahr nach Attacke: Opfer schwer verletzt und notoperiert

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Nach einem brutalen Angriff in Beckum ermittelt nun die Mordkommission (Symbolbild). 

Sie lauerten ihm auf und schlugen auf ihn ein: Ein Mann in Beckum wurde zum Opfer eines Hinterhalts. Nun ermittelt die Mordkommission. 

  • Brutaler Angriff in Beckum
  • Opfer mit schweren Verletzungen notoperiert
  • Mordkommission ermittelt

Beckum – Gegen 5.27 Uhr am frühen Sonntagmorgen (8. September) kam es an der Alleestraße zu einem brutalen Angriff auf einen 45-Jährigen: Zwei Männer sollen ihn vor seinem Haus aufgelauert und dann attackiert haben. Das ergaben die ersten Erkenntnisse einer Mordkommission in Münster, die nach dem Vorfall eingerichtet worden ist. 

Opfer in Beckum nicht vernehmungsfähig

Die Ermittlungen erweisen sich derzeit als schwierig, denn das Opfer aus Beckum konnte bislang nicht aussagen: "Der 45-Jährige wurde unter anderem im Kopfbereich verletzt, im Krankenhaus notoperiert und konnte noch nicht zum Geschehen befragt werden", erläuterte Kriminalhauptkommissar Frank Schneemann, der Leiter der Mordkommission. 

Details liefern nur Beobachter – und ein Angreifer selbst: Da das Opfer sich gegen die Attacke in Beckum gewehrt hatte und dabei auch Pfefferspray einsetzte, verletzte er einen der Täter. Diese flüchteten – die umstehenden Zeugen riefen Polizei und Rettungskräfte.

Doch der verletzte Täter begab sich nach der Attacke auf sein Opfer selbst ins Krankenhaus, wo er später von der Polizei festgenommen werden konnte. Nach Angaben der Beamten handelt es sich bei dem Mann um einen 44-Jährigen aus Beckum.

Angriff in Beckum: Gründe im "privaten Bereich"?

"Um die Tat zu rekonstruieren und die bislang unbekannten Hintergründe zu ermitteln werden nun Spuren gesichert und weitere Zeugen befragt", erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Es wird vermutet, dass die Motive für den Angriff im privaten Bereich liegen könnten. Die Ermittlungen zur Tat in Beckum dauern deshalb an, die Fahndung zu dem zweiten und flüchtigen Täter läuft. 

Eine Mordkommission (MK) wie zu dem Fall in Beckum wird eingerichtet, wenn ein Kapitalverbrechen – also eine Straftat gegen das Leben – aufgeklärt werden muss und der Verdacht eines Tötungsdeliktes besteht. So wurde eine MK eingerichtet, als es neulich in Münster zu einem Blutbad kam: Die Angreifer stachen mit Schere und Messer auf ihr Opfer ein. Auch nach einem Angriff in einer Disco, als der Täter sein Opfer in Rheine mit einem Kopfschlag verletzte und der 25-Jährige starbt, musste sie ermitteln. 

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