Prozessbeginn

Neffe und Nichte missbraucht – Angeklagter filmte seine Taten

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Ein 42-Jähriger soll zwei Kinder schwer missbraucht haben. Er steht nun vor Gericht. (Symbolbild)

Er soll seine eigene Nichte und seinen Neffen mehrfach sexuell missbraucht haben. Vor dem Landgericht Bielefeld sitzt ein 42-Jähriger aus Sassenberg auf der Anklagebank. Besonders verstörend ist eine E-Mail, in der er seinen Fantasien freien Lauf ließ.

  • Prozess wegen Kindesmissbrauchs in Bielefeld
  • 42-Jähriger aus Sassenberg soll zwei Kinder missbraucht haben
  • Inhalt einer E-Mail mit verstörendem Inhalt veröffentlicht

Sassenberg/Bielefeld – Es ist ein schlimmer Fall, der seit Freitag (24. Januar) vor dem Landgericht Bielefeld behandelt wird. Ein 42-Jähriger sitzt auf der Anklagebank – er soll seine Nichte (8) sowie seinen neunjährigen Neffen mehrfach schwer missbraucht haben.

Die Taten sollen sich laut Anklageschrift zwischen dem 1. März und dem 31. Dezember 2017 zugetragen haben. Den Neunjährigen soll der Mann aus Sassenberg im Kreis Warendorf in diesem Zeitraum fünfmal sexuell missbraucht haben. An seiner angeheirateten Nichte habe er sich, so der Vorwurf, zweimal vergangen.

Angeklagter aus Sassenberg filmte Missbrauch an Kindern

Der Missbrauch spielte sich jeweils im ostwestfälischen Preußisch-Oldendorf ab. Zwei Taten soll der Angeklagte aus Sassenberg sogar gefilmt haben. Dabei dokumentierte er jeweils den Missbrauch an einem der Kinder. Ebenfalls unter Verdacht steht ein weiterer Mann, mit dem der Beschuldigte zwischen dem 18. Juli und dem 16. August 2018 E-Mail-Kontakt gehabt haben soll.

In den Mails habe der Mann aus Sassenberg folgendes verabredet: Der Angeklagte sollte am 17. August 2018 den neunjährigen Sohn einer ihm flüchtig bekannten Frau vor ihren Augen sexuell missbrauchen. Danach, so hieß es in der E-Mail, sollte er den Jungen und ihre Mutter zu dem Bekannten nach Thüringen bringen, der von der Staatsanwaltschaft gesondert verfolgt wird.

Prozess in Bielefeld: Wollte Mann aus Sassenberg Kind versklaven?

Dort wolle der Mann aus Sassenberg beide schließlich in eine Kiste einsperren. Mutter und Sohn sollten daraufhin zu Lustsklaven ausgebildet werden und dem 42-Jährigen sowie seinem Bekannten aus Thüringen sexuell hörig sein. Die Taten wurden jedoch aus bislang noch unbekannten Gründen nicht durchgeführt.

Gegenüber owl24.de, die ebenfalls über den Prozess in Bielefeld berichten, gab ein Pressesprecher des Landgerichts an, dass der Beschuldigte aus Sassenberg den Schriftverkehr eingeräumt habe, es sich dabei jedoch nur um Fantasien gehandelt habe. Die Mutter, die er mit deren Sohn zu Lustsklaven ausbilden wollte, habe er demnach aus Schulzeiten gekannt. Näheren Kontakt hatte er zu ihr jedoch nicht.

Festnahme in Sassenberg: Hunderte Kinderporno-Dateien gefunden

Am 4. Mai 2019 wurde die Wohnung des Beschuldigten in Sassenberg von Ermittlern durchsucht. Dabei wurden 103 Videos sowie 38 Bilder mit kinderpornografischem Inhalt gefunden. Auch neun derartige Mangafilme hatte der 42-Jährige in seinem Besitz.

Der Prozess am Landgericht Bielefeld soll nun auch klären, ob diese Aussagen in der Mail wirklich nur Fanatsie-Produkte oder wirklich geplant waren. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 30. Januar anberaumt. Am 27. Februar wird ein Urteil gegen den Beschuldigten aus Sassenberg (Kreis Warendorf), der derzeit in U-Haft sitzt, erwartet.

Wegen Kindesmissbrauchs wird derzeit auch vor dem Landgericht Münster verhandelt. Dort ist ein Paar aus Lüdinghausen angeklagt, dass sich an der Tochter vergangen haben soll. Vor dem Landgericht ging neulich ein aufsehenerregender Prozess zu Ende: Ein bekannter Musiker aus Münster hatte mehrere Kinder sexuell missbraucht. Er sitzt nun im Gefängnis.

Verurteilt wurde nun auch dieser Mann: Der Angeklagte aus Ahaus hatte von einer Elfjährigen Nacktbilder gefordert. Er lernte sie im Chat kennen. Zudem ging kürzlich ein dieser Prozess zu Ende: Ein Student aus Münster wurden wegen Kindesmissbrauchs verurteilt. Ihm wurden 120 Taten vorgeworfen.

Begonnen hat nun ein weiterer Prozess: Ein 52-Jähriger soll seine Tante aus Münster ermordet haben. Bislang schweigt der Angeklagte.

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