Biobomben in Telgte 

Attacke aus Fremdenhass? Staatsschutz ermittelt nach Angriffen auf Geschäft

Telgte
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Nach mehreren Attacken in Telgte hat sich der Staatsschutz eingeschaltet. (Symbolbid)

"Biobomben" in der Telgter Innenstadt: Ein Geschäftsinhaber wurde nun schon zum dritten Mal Opfer der ekligen Attacke. Jetzt wurde der Staatsschutz eingeschaltet. 

Telgte – Drei Attacken innerhalb von einer Woche. Das ist die erschreckende Bilanz in der Emsstraße. Dort hat Mohammad Anwar Trabilsiah sein Geschäft. Er ist Syrer – und das scheint jemandem nicht zu schmecken. 

Bereits zum dritten Mal hat den Betreiber morgens eine völlig verschmutzte Eingangstür erwartet. Unbekannte Täter bewarfen sie nachts mit "Biobomben". Es ist nicht nur ekelig, es stinkt auch noch: Die Täter verwenden dafür übelriechende Lebensmittel. 

So fanden sich neben rohen Eiern auch Fisch- oder Fleischsauce sowie Schweinemett an der Ladentür. Bei jeder der Attacken in Telgte war außerdem Schweinefleisch im Spiel – das weckt den Verdacht, dass die Taten einen religiösen Hintergrund haben. 

Das Geschäft auf der Emsstraße wurde in der vergangenen Woche mehrmals von Vandalen heimgesucht. 

Biobomben in Telgte: Staatsschutz ermittelt

Nach dem zweiten Vorfall in Telgte informierte Trabilsiah die Polizei. "Beim ersten Mal war noch davon auszugehen, dass es sich um einfache Sachbeschädigung handelt. Inzwischen ist aber klar, dass da mehr dahintersteckt", sagt Polizeisprecherin Angela Lüttmann auf msl24-Nachfrage. 

Inzwischen wurde auch der Staatsschutz eingeschaltet, der für Fälle mit fremdenfeindlichem Hintergrund zuständig ist. "Als nächstes werden jetzt Zeugen gesucht und Inhaber und Bekannte befragt", erklärt Angela Lüttmann die weitere Vorgehensweise in Telgte. Wer Hinweise hat, meldet sich bei der Polizei Münster: 0251/27 50.

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