Führender Schuhhändler

Insolvent! Betrieb aus dem Münsterland pleite – Was wird aus den 900 Mitarbeitern?

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Der "Schuhpark" soll trotz Insolvenzverfahren weiter geöffnet bleiben (Symbolbild).

Das Unternehmen Schuhpark aus Warendorf gehört zu den führenden Schuhhändler des Landes. Nun hat der Betrieb Insolvenz angemeldet. Doch was heißt das für die Mitarbeiter?

Warendorf – Bereits am Mittwoch (9. Januar) wurden die 900 Mitarbeiter des Großunternehmens informiert, am Donnerstag (10. Januar) ging das Unternehmen dann an die Öffentlichkeit: Schuhpark aus Warendorf ist pleite. 

Das Unternehmen Schuhpark hat am Mittwoch beim Amtsgericht Münster einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Grund sei die starke Konkurrenz, vor allem der zunehmende Online-Handel mache dem Unternehmen aus Warendorf zu schaffen.

"Schuhpark" aus Warendorf insolvent: Geschäfte bleiben geöffnet

Doch für die "Schuhpark"-Mitarbeiter gab es am Mittwoch auch gute Neuigkeiten: Der Betrieb soll trotz Insolvenz in den bundesweit 89 Filialen (Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein) weiterlaufen – und zwar ohne Einschränkungen. 

"Die Geschäfte bleiben geöffnet, unsere Kunden werden auch weiterhin wie bewährt bedient", sagt Geschäftsführer Bernhard Fascies. Er eröffnete 1975 das erste Schuhgeschäft des heutigen Großunternehmens – in einer alten Weberei in Warendorf.

Der "Schuhpark" soll trotz Insolvenzverfahren weiter geöffnet bleiben (Symbolbild).

"Schuhpark" kann Jobs und Gehälter garantieren

In den kommenden Wochen wolle die Geschäftsführung einen Plan zur Neuaufstellung des Warendorfer Schuhhändlers erarbeiten. Dabei soll das Verfahren in Eigenregie stattfinden, also nicht vomInsolvenzverwalter, sondern vom Schuldner durchgeführt werden. 

Die 912 Mitarbeiter müssen weder um ihre Jobs, noch um ihr Gehalt bangen: Ihre Finanzierung ist in den kommenden drei Monaten durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert. 

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