Streit am Wochenende

Nach Schlägerei: Täter hat dreifachen Kieferbruch – Mordermittlung eingestellt

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Mit Tritten und Schlägen verletzten drei Männer einen Warendorfer.

Schlägerei in Warendorf: Nach einem Streit am Wochenende schwebte ein Mann in Lebensgefahr. Am Sonntag wurde noch wegen Mordes ermittelt. Am Montag aber wurden die Täter aus der Haft entlassen.

Warendorf – An frühen Sonntagmorgen (18. November) kam es gegen 3.45 Uhr zu einer körperlichen Auseinandersetzung vor dem Nachtclub "Linus" (Wallpromenade 1), bei der ein Mann lebensgefährlich verletzt wurde. 

Polizisten nahmen daraufhin drei Tatverdächtige fest: einen Syrer (30), einen Ägypter (35) und einen Iraker (27) aus dem Kreis Warendorf. Sie stehen im Verdacht, den Mann (34) mit Tritten und Schlägen misshandelt zu haben. "Nach ersten Erkenntnissen war der Warendorfer so schwer verletzt, dass er nicht ansprechbar war und zwischenzeitlich Lebensgefahr bestand", erläutert Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt am Sonntag.

Streit in Warendorf wird zum Fall für Mordkommission

Deshalb wurde eine Mordkommission beim Polizeipräsidium in Münster eingerichtet. Unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Joachim Poll wollte die Ermittlungsbehörde ergründen, wie es zu der  Auseinandersetzung in Warendorf kommen konnte. Die B64 war daraufhin stundenlang gesperrt.

Die Schlägerei fand an der Wallpromenade in Warendorf statt.

"Die bisherigen Aussagen von Zeugen und der drei Festgenommenen deuten zunächst darauf hin, dass es in einer Lokalität zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam. Anschließend verlagerte sich das Geschehen auf die Straße und endete in den schweren Verletzungen", erklärte der Leiter der Mordkommission zu dem Vorfall in Warendorf. 

Nach Streit in Warendorf: Alle Beteiligten entlassen

Doch am Montag (19. November) sah die Lage plötzlich ganz anders aus: Einer Mitteilung der Polizei zufolge geht es dem Verletzen schon deutlich besser. "Der Warendorfer wollte sich bereits am Sonntagabend selbst aus dem Krankenhaus entlassen", erläuterte Joachim Poll. 

Denn die Verletzungen des Warendorfers waren offenbar nicht so schwerwiegend, wie anfangs vermutet wurde. Der 34-Jährige war ansprechbar und konnte bereits zum Tatgeschehen befragt werden. Die drei Tatverdächtigen wurden noch am Sonntagabend aus der Haft entlassen, denn die Mordkommission wurde geschlossen. 

Täter erlitt dreifachen Kieferbruch in Warendorf

"Die Staatsanwaltschaft Münster wertet die Auseinandersetzung derzeit als gefährliche Körperverletzung, zu der die Polizei weiterermittelt", so Botzenhardt. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Konfrontation in Warendorf dauern also an. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, wie sich einer der drei Festgenommenen einen dreifachen Kieferbruch zuziehen konnte. 

Ein heftiger Zusammenstoß ereignete sich in Warendorf: Das Auto einer 85-Jährigen wurde dabei in einen Vorgarten geschleudert

Aktuell wird jedoch auch gefeiert in der Kreisstadt – und das sogar doppelt: Dieses Jahr fallen in Warendorf die Maiwoche und der Westfälische Hansetag auf dasselbe Wochenende. Ein Polizist wurde neulich bei einem Einsatz in Warendorf verletzt: Ein betrunkener Radfahrer ging auf die Beamten los

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