Verdacht des versuchten Totschlags

Mann schlägt mit Hammer auf Nachbarn ein – Mordkommission eingerichtet

Mit einem Hammer und einem Messer wurde ein 38-Jährige in seiner Wohnung im Kreis Warendorf angegriffen. Zuvor war ein Streit mit seinem Nachbarn eskaliert.

  • Ein Streit in einer Wohnung in Oelde (Kreis Warendorf) eskalierte. 
  • Ein 63-Jähriger ging bewaffnet auf einen jüngeren Mann los. 
  • Nach der Tat wurde eine Mordkommission eingerichtet. 

Oelde – Schwer verletzt wurde ein 38-Jähriger am Sonntag (29. März). Die Polizei wurde um 19.15 Uhr zu einem Mehrfamilienhaus in der Straße Lange Wende gerufen. Ein Streit zwischen zwei Bewohnern des Gebäudes im Kreis Warendorf war dort augenscheinlich eskaliert. Wegen des Vorfalls wurde nun in Münster eine Mordkommission eingerichtet.

Oelde (Kreis Warendorf): Streit eskaliert – Mordkommission ermittelt

"Nach ersten Ermittlungen ging dem Angriff ein verbaler Streit in der Wohnung des jüngeren Mannes voraus", erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt am Dienstag. Zunächst verließ der 63-jährige Bewohner die Wohnung im Kreis Warendorf. Kurz darauf kehrte er jedoch mit Messer und Hammer bewaffnet zurück. Ein anderer Prozess in der Region ging nun los: Ein Mann aus Bocholt soll den neuen Freund seiner Ex-Frau mit 35 Messerstichen getötet haben.

Der Ältere schlug seinem Kontrahenten aus Oelde plötzlich mit dem Hammer auf den Kopf. "Zusätzlich soll er ihm mit einem Messer oberflächliche Verletzungen im Brustbereich zugefügt haben", erläutert Botzenhardt weiter. Bevor es jedoch zu weiteren Angriffen kommen konnte, schritten Nachbarn ein, die das Geschehen gehört hatten. Sie hielten den 63-Jährigen zurück und riefen die Polizei. Ähnliches spielte sich in diesem Fall ab: Ein 55-Jähriger wurde in seiner Wohnung im Kreis Steinfurt erstochen. Zwischen ihm und seinem Besucher war ebenfalls ein Streit eskaliert. 

38-Jähriger überlebt Hammer-Attacke in Oelde (Kreis Warendorf)

Der 38-Jährige erlitt bei der Attacke in Oelde im Kreis Warendorf schwere Verletzungen, schwebte jedoch nicht in Lebensgefahr. Sanitäter brachten den Mann in ein Krankenhaus. Die Polizei konnte den Täter noch im Treppenhaus festnehmen. Es wurde eine Mordkommission in Münster unter der Leitung von Julika Böhlendorf eingerichtet. 

Ein Richter erließ Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung. Der 63-Jährige aus dem Kreis Warendorf sitzt nun in Untersuchungshaft. Was der Auslöser für die Auseinandersetzung war, gab die Polizei nicht bekannt. 

Die Mordkommission wurde auch in diesem Fall eingeschaltet: Drei Angreifer gingen in Münster mit einer Schere und einem Messer auf zwei Männer los. Die Opfer schwebten anschließend in Lebensgefahr. Andernorts suchte die Polizei einen Teenager: Der 18-Jährige hatte in Vreden mit einem Messer auf einen Gleichaltrigen eingestochen. Anschließend ergriff er die Flucht. Der Grund dafür war ebenfalls ein Streit.

Ein blutiger Streit endete neulich tödlich: Ein 51-Jähriger stach in Münster einem Mann in den Hals. Dieser verstarb daraufhin.

Rubriklistenbild: © Patrick Seeger / dpa

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