Großeinsatz

Wegen Jungenstreich: Massenpanik an Schule – 10 Verletzte

31 Kinder mussten nach einer Massenpanik in der Gesamtschule Oelde vom Rettungsdienst untersucht werden. (Symbolbild)
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31 Kinder mussten nach einer Massenpanik in der Gesamtschule Oelde vom Rettungsdienst untersucht werden. (Symbolbild)

Für einen Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst sorgte ein Streich dreier Jungen: Sie versperrten eine Brücke auf einem Schulgelände in Oelde (Kreis Warendorf). Damit lösten sie eine Massenpanik aus. 

  • Eine Massenpanik an der Gesamtschule in Oelde sorgte für einen Großeinsatz
  • 31 Schüler mussten nach dem Vorfall untersucht werden
  • Der Auslöser für die Situation war ein Streich von Kindern

Oelde – Dramatische Szenen spielten sich am Montag (13. Januar) auf dem Gelände der Gesamtschule Oelde im Kreis Warendorf ab. Um 13.30 Uhr kam es dort zu einem Großeinsatz: Zahlreiche Kinder mussten nach einer Massenpanik notärztlich versorgt werden. 

Massenpanik im Kreis Warendorf: Zehn Verletzte

Wie die Polizei Warendorf wenige Stunden nach dem Vorfall berichtet, hatte sich eine Gruppe von Jugendlichen auf der Axtbachbrücke befunden, die den Ganztagsbereich mit dem Schulgelände verbindet. Drei Jungen sollen daraufhin eine Menschenkette gebildet und so eine Sperre auf dem schmalen Übergang errichtet haben. 

Durch den Streich wurde ein Mädchen ohnmächtig – dies führte zum panischen Verhalten der weiteren Kinder auf der Brücke. "In dieser unübersichtlichen Situation kam es zu Rempeleien und Stürzen", berichtet die Polizei Warendorf. 31 Schüler wurden nach dem Vorfall in Oelde vom Rettungsdienst versorgt, zehn von ihnen landeten mit leichten Verletzungen im Krankenhaus. Zu einem weiteren Großeinsatz an einer Schule in der Region war es vor einigen Monaten gekommen: Ein 15-Jähriger hatte in Gronau mit einer Gaspistole 19 Menschen verletzt

Oelde: Auslöser des Großeinsatzes im Kreis Warendorf sind nicht straffähig

Für den Rettungseinsatz im Kreis Warendorf wurde das Gelände rund um die Gesamtschule Oelde bis 14.20 Uhr abgesperrt. Erst dann konnten Eltern ihre Kinder abholen. Laut einem Bericht der Glocke handelt es sich bei den Verursachern um Jungen im Alter von 11 bis 13 – die Polizei habe bereits mit ihnen gesprochen, sie seien jedoch strafunmündig. Welche internen Konsequenzen die Schulleitung aus dem Vorfall zieht, ist bislang noch offen. 

Nach einer Explosion an einem Berufskolleg in Ahaus ermittelte kürzlich die Polizei: Ein 19-Jähriger hatte sich einen Streich erlaubt. Sechs Schüler erlitten dabei ein Knalltrauma. 

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