Unternehmen verkauft exotische Spezialität

Zebrafleisch im Sortiment: Discounter Netto in der Kritik

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Das Zebra gilt als bedrohte Tierart. Der Discounter Netto serviert das Fleisch derzeit im Tiefkühlfach.

Delikatesse oder No-Go? Der Discounter Netto sieht sich derzeit heftiger Kritik konfrontiert. Der Grund: Dort wird zur Weihnachtszeit Zebrafleisch verkauft.

Münsterland – 6,99 Euro kostet das neue Produkt bei Netto, das für viel Aufsehen sorgt. Der Discounter verkauft zur Weihnachtszeit nicht nur Gans und Ente, sondern seit neustem auch tiefgekühltes Zebrafleisch. Ein Tabubruch, finden viele Kunden.

Zebrafleisch bei Netto: Kunden empört

"Muss Netto wirklich Zebra zum Fest anbieten?! Hallo Netto! Zebras gehören in die Serengeti und nicht in die Tiefkühltruhe. Voll daneben", kommentierte ein Twitter-User das Netto-Angebot. Die Kritik am Zebrafleisch-Verkauf fand großen Zuspruch.

"Sehr traurig dass ihr Zebrafleisch anbietet! Ein Grund eben nicht zu Netto zu gehen. Was kommt als nächstes: Krokodil, Antilope oder Schlange???", fragt eine Facebook-Userin unter einem Netto-Posting.

Kritik am Zebrafleisch: Doppelmoral der Kunden?

Andere heben hingegen die Doppelmoral der Kritiker des Zebrafleisches hervor: "Wieso nicht? Zebras sind doch genauso Tiere wie Schweine Kühe etc. Und die werden ja auch gegessen", heißt es auf der anderen Seite. Einen kuriosen Hinweis findet sich zudem auf der Verpackung der Ware. 

Dort heißt es: "Auf mögliche Rückstände von Geschossteilen achten". Auf Anfrage von msl24.de teilte das Unternehmen mit, dass das Zebrafleisch aus Südafrika stammt. Im aktuellen Sortiment richte man sich nach "Kundenwünschen und Verbrauchertrends", heißt es. Ob und wie auf die Kritik der Kunden seitens des Unternehms reagiert wird, blieb jedoch ungeklärt. Das Zebra gilt laut des IUCN als bedrohte Tierart.

Neben Netto mussten am Mittwoch (5. Dezember) auch Lidl und Aldi einen Rückruf starten: Dort wurden Eier verkauft, die Bakterien enthalten. Zur Weihnachtszeit sind vor allem die Weihnachtsmärkte angesagt. Und diese locken auch Taschendiebe, vor denen die Polizei warnt.

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