Raus aus der persönlichen Krise

Dortmund: Arbeitsloser wagt mutigen Schritt und hat Erfolg trotz Corona

Thomas Kurth macht über Plakate Werbung für sich - er sucht einen Arbeitsplatz.
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Thomas Kurth macht über Plakate Werbung für sich - er sucht einen Arbeitsplatz.

Thomas Kurth aus Dortmund bewarb sich mitten in der Coronavirus-Krise mit einem Riesen-Plakat um einen Job. Die irre Aktion ist gut ausgegangen.

Diese Aktion hatte in ganz Deutschland für Aufsehen gesorgt: Ende April 2020, inmitten der ersten Corona-Welle, bewarb sich Thomas Kurth (57) aus Dortmund mit einer irren Aktion* für einen Job. Wie? Er mietete drei Flächen (350 Zentimeter x 250 Zentimeter) für Plakate in der Innenstadt in Dortmund an.

Stadt Dortmund
Einwohner601.780
Bürgermeister Thomas Westphal (SPD), ab dem 1. November 2020
Arbeitslosenquote12 Prozent (Juli 2020)

Dortmund: Trotz Corona-Krise - arbeitsloser Thomas Kurth mit irrer Plakat-Bewerbung

Der gelernte Kaufmann versuchte zudem mit einem kreativen Text, die Aufmerksamkeit der Personaler zu bekommen, wie RUHR24.de* berichtet. Sätze wie „Hallo Fachkräftemangel, hier bin ich!“ und auch „Too old to Rock‘n‘Roll? Vielleicht. Zu alt, um in meinem Job zu arbeiten? Nein!“ fielen an drei Orten in Dortmund (alle aktuellen Nachrichten aus Dortmund auf RUHR24.de*) ins Auge.

Thomas Kurth macht über Plakate Werbung für sich - er sucht einen Arbeitsplatz.

Thomas Kurth war 35 Jahre im internationalen Ersatzteilhandel und Vertrieb tätig. In dieser Branche würde er auch erneut gerne arbeiten, so las man es auch auf den Plakaten. Seine Selbstwerbe-Aktion hatte dann im April in den Medien deutschlandweit für Aufsehen gesorgt. Erste Anfragen soll es bereits sehr zeitnah gegeben haben.

Dortmund: Trotz Corona-Krise - Thomas Kurth meldet erfolgreiche Jobsuche

Am 22. September postete der 57-jährige Mann aus Dortmund auf seiner privaten Facebook-Seite erneut das Plakat, das in der ersten Corona-Krise* im April für so viel Aufsehen gesorgt hatte. Allerdings mit einer Zusatzinformation: „Mission erfüllt, neuer Job ab dem 01.11.“

Am 24. September schrieb Thomas Kurth ein Update in seinem Facebook-Beitrag vom 17. April, der sich wie ein Tagebuch seiner Jobsuche liest. Ab dem 1. November habe er einen neuen Job, sogar in seiner Branche und in seiner Nähe. Er bedanke sich zudem bei allen, die ihn moralisch unterstützt hätten.

Dortmund: Thomas Kurth hat in der zweiten Corona-Welle Arbeit in Essen gefunden

Bei dem Job in er Nähe handelt es sich laut WAZ um ein mittelständisches Unternehmen in Essen. Dass es trotz der Corona-Krise (alle News zum Coronavirus in NRW im Live-Ticker*), die die ganze Aktion verkomplizierte, geklappt hat, freut den Dortmunder. Dabei habe er auch das eine oder andere unseriöse Angebot bekommen - und höflich abgelehnt.

„Letztendlich hat sich die Geduld ausgezahlt, meine Frau und meine Tochter sind auch hellauf begeistert“, äußert sich Thomas Kurth gegenüber der WAZ.

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