Die Covid-19-Pandemie im Live-Ticker

Coronavirus/NRW: Merkel greift zu ungewöhnlicher Maßnahme +++ Dortmund meldet Rekord-Zahl ++ Ruhrgebiet mit drastischen Inzidenzen

Die Corona-Zahlen in NRW steigen. Täglich werden neue Regionen zu Risikogebieten erklärt. Der Live-Ticker zur Corona-Pandemie mit allen Zahlen in NRW.

  • Die Coronavirus-Pandemie* erlebt die zweite Welle – und schlägt teilweise noch heftiger zu als im Frühjahr 2020.
  • Im Live-Ticker informiert RUHR24.de* über die neuesten Zahlen und Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen.
  • Immer mehr Städte und Kreise in NRW überschreiten den kritischen Inzidenz-Wert von 50 und gelten somit als Risikogebiet. Dort werden dann strengere Corona-Maßnahmen umgesetzt.

Update, Sonntag (25. Oktober), 11 Uhr: Dieser Live-Ticker wird nicht mehr fortgeführt. Alle neuen Infos gibt es im neuen Live-Ticker zur Corona-Pandemie in NRW auf RUHR24.de*

Update, Samstag (24. Oktober), 21.50 Uhr: Während Teile des Ruhrgebiets - darunter Dortmund, Bochum und Duisburg - zu echten Corona-Hotspots mit 7-Tage-Inzidenzen über 100 geworden sind, beginnt am Montag die Schule nach den Herbstferien in NRW. Das NRW-Schulministerium will Schulschließungen so lange wie möglich vermeiden und setzt auf richtiges Lüften und die wiedereingeführte Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen. Diese Pläne soll Schulunterricht in NRW trotz Corona-Alarm möglich machen*.

Coronavirus in NRW: Karl Lauterbach rechnet im Frühjahr mit Entspannung

Update, Samstag (24. Oktober), 20.45 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält eine drastische Kontaktreduzierung für notwendig, um eine Serie von Corona-Lockdowns im Winter noch abzuwenden. „Eine echte Entspannung der Lage ist erst im späten Frühjahr zu erwarten. Bis dahin müssen wir aber durchkommen“, sagte Lauterbach im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ).

Würde das Virus „laufen gelassen“ drohte ein Kollaps der Krankenhäuser. Viele Menschen würden dann an Corona sterben, so Lauterbach weiter. Ein kurzer Lockdown von nur zwei Wochen würde laut Lauterbach nicht viel bringen. „Man gewönne etwas Zeit. Aber wenige Wochen später wäre das exponentielle Wachstum zurück. Das ist die brutale Corona-Wirklichkeit“, so der SPD-Politiker im NOZ-Interview.

Lauterbach zeigte sich pessimistisch, dass die Menschen sich nun aber nach den eindringlichen Appellen der Politik einigelten. Er fordert deshalb weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Eine Maskenpflicht in Einkaufspassagen, auf dicht besuchten Plätzen, Märkten und an Bushaltestellen sei laut Lauterbach absolut sinnvoll und sollte bundesweit eingeführt werden.

Coronavirus in NRW: Angela Merkel greift zu ungewöhnlicher Maßnahme in Podcast

Update, Samstag (24. Oktober), 18.55 Uhr: Angela Merkel hat am Samstag einen ungewöhnlichen Schritt gewählt, um vor den Folgen der Corona-Pandemie zu warnen. So ließ sie in ihrem aktuellen Videopodcast (siehe unten) Szenen ihres Podcasts von vergangener Woche wiederholen. „Für mich gilt das, was ich Ihnen letzte Woche gesagt habe, noch Wort für Wort (...) Und so folgt jetzt noch einmal der Podcast vom vergangenen Samstag“, so die Kanzlerin.

Angela Merkel geht ungewöhnlichen Schritt: Corona-Warnung erneut gespielt

In ihrer Videobotschaft am vergangenen Samstag hatte Merkel eindringlich dazu aufgerufen, Kontakte außerhalb der eigenen Familie zu verringern und möglichst nicht zu verreisen. „Ich bitte Sie: Verzichten Sie auf jede Reise, die nicht wirklich zwingend notwendig ist, auf jede Feier, die nicht wirklich zwingend notwendig ist. Bitte bleiben Sie, wenn immer möglich, zu Hause, an Ihrem Wohnort.“ Es stünden schwierige Monate bevor. „Wie der Winter wird, wie unser Weihnachten wird, das entscheidet sich in diesen kommenden Tagen und Wochen.“

Update, Samstag (24. Oktober), 17.10 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet die nächste Corona-Rekord-Zahl. Am Samstag wurden der Stadt 217 positive Testergebnisse gemeldet. Das ist nach Donnerstag (22. Oktober, 202 Neuinfizierte) die höchste je erfasste Neuinfiziertenzahl seit Beginn der Pandemie. Laut Berechnungen der Stadt steigt die 7-Tage-Inzidenz damit von 101,5 auf 128,18. Amtlich wird der Wert erst gegen Mitternacht, wenn das Robert Koch-Insitut diesen Wert auf seiner Homepage veröffentlicht.

Coronavirus in NRW: Dortmund meldet Rekord-Zahl an Neuinfizierten

Von den 217 neuen Infektionsfällen sind 42 Fälle 21 Familien zuzuordnen. 14 sind Reiserückkehrer. Die restlichen 161 Fälle sind Einzelfälle. Zurzeit werden in Dortmund 66 Corona-Patienten stationär behandelt, darunter zehn intensivmedizinisch, davon wiederum acht mit Beatmung.

Die Stadt Dortmund hatte bereits am Freitag angekündigt, die Kontrollen in der Stadt zu erhöhen. Ordnungsamt und Polizei sollen nun härter gegen Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen durchgreifen.

Corona-Rekord-Zahlen in Dortmund: Gesundheitsamt kommt mit Kontaktnachverfolgung nicht mehr klar

Zeitlich mit Verkündung der Rekord-Zahlen von Samstag teilte die Stadt Dortmund mit, dass es aufgrund der großen Anzahl neuer Infektionsfälle zurzeit mehrere Tage dauern könne, bis das Gesundheitsamt Kontakt zu positiv getesteten Dortmundern sowie zu deren Kontaktpersonen aufnehmen könne. „Das Gesundheitsamt bittet alle Betroffenen um Verständnis und um etwas Geduld“, heißt es in einer Mitteilung von Samstag.

Die Stadt veröffentlichte auf ihrer Homepage in der Folge Verhaltensempfehlungen für positiv getestete Personen sowie Regeln für Kontaktpersonen von positiv getesteten Personen.

Coronavirus in NRW: Duisburg, Solingen und der Kreis Düren durchbrechen nächsten Schall-Mauer

Update, Samstag (24. Oktober), 16.41 Uhr: Aktuell haben drei Kommunen in NRW eine 7-Tage-Inzidenz von 150 überschritten. Duisburg mit 151,8; Solingen mit 197,8 und der Kreis Düren mit 156,4. Zudem gibt es acht Städte, die eine Inzidenz von 100 überschritten haben:

  • Kreis Recklinghausen: 106,5
  • Herne: 140,6
  • Bochum: 109,4
  • Gelsenkirchen: 138,7
  • Wuppertal: 127,6
  • Remscheid: 141,0
  • Köln: 136,8
  • Kreis Aachen: 126,6

NRW-weit wies das RKI am Samstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 87,5 aus. Den geringsten Wert hat demnach der Kreis Paderborn mit 22,7. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen lag am Samstag im bevölkerungsreichsten Bundesland bei 104.617 - etwa ein Viertel aller bundesweit registrierten Fälle (418.005).

Update, Samstag (24. Oktober), 15.40 Uhr: Die Neuinfektionen schießen in NRW in den letzten Wochen in die Höhe. Nicht jedoch in den Justizvollzugsanstalten des Landes. Nach Informationen der dpa hat es in der ersten uns aktuell laufenden zweiten Coronavirus-Welle erst 26 Infektionen unter den 14.000 Häftlingen in NRW gegeben.

Update, Samstag (24. Oktober), 13 Uhr: In Wuppertal ist es zu einer technischen Panne im Zusammenhang mit Quarantäneverfügungen gekommen. Das Gesundheitsamt hat über 1.000 fehlerhafte Verfügungen verschickt.

Coronavirus in NRW: Wuppertal verschickt fehlerhafte Quarantäneverfügungen

Das hat für eine große Verunsicherung in der NRW-Stadt gesorgt. Laut dpa hätten Kontaktpersonen der Kategorie 1 Quarantäneverfügungen als positiv getestete Personen erhalten und umgekehrt. Ganze Schulklassen seien als Positiv-Fälle angeschrieben worden.

Die Stadt Wuppertal würde den Fehler bedauern und relativiert, dass niemand dadurch zu lange in Quarantäne gehalten worden und keine Quarantäne eines Erkrankten zu früh aufgehoben worden sei. Alle tatsächlich positiv Getesteten seien bereits kontaktiert, so Stefan Kühn, Gesundheitsdezernent der Stadt Wuppertal.

Update, Samstag (24. Oktober), 12.35 Uhr: Die Kirchen in NRW wollen ihre Corona-Regeln verschärfen. In den katholischen Bistümern gilt ab sofort eine Maskenpflicht für Besucher, sobald der Inzidenzwert über 35 steigt. Ab einem Inzidenzwert von 50 soll der Gemeindegesang reduziert werden. Im Erzbistum Paderborn soll zudem die Kapazität für Gottesdienste auf 50 Prozent reduziert werden.

Coronavirus in NRW: Kirchen wollen über Advent und Weihnachten beraten

Auch bei den evangelischen Landeskirchen gilt ein Mund- und Nasenschutz ab einem Inzidenzwert von 35. Ab 50 soll auf Gesang verzichtet werden. Zudem soll es eine Teilnehmerreduzierung geben, dass der Mindestabstand von 150 Zentimeter gewährleistet werden kann.

Bis Ende November wollen die Kirchen laut dpa zudem prüfen, wie die Advents- und Weihnachtszeit aussehen kann.

Update, Samstag (24. Oktober), 12.30 Uhr: Die Suche nach einem Impfstoff läuft aktuell in der ganzen Welt auf Hochtouren. Auch eine deutsche Firma ist in Zusammenarbeit mit einem US-Unternehmen an der Forschung an einem Corona-Impfstoff* beteiligt. Möglicherweise gibt es schon Ende Oktober erste Klarheit. Mittlerweile hat die Drogeriekette dm ein Antikörper-Test-Set* auf den Markt gebracht, mit dem die Kunden testen können, ob sie schon an Covid-19 erkrankt gewesen sind.

Update, Samstag (24. Oktober), 9.45 Uhr: 14.714 neue Corona-Infektionen: Das ist die Zahl, die das Robert-Koch-Institut heute (24. Oktober meldet). Allerdings weist das RKI auf eine Datenpanne hin, die sich am 22. Oktober ereignet hat.

Nicht alle Datensätze seien von den Gesundheitsämtern übermittelt worden. Aus diesem Grund ist die Differenz zum Vortag unterschätzt worden. Allerdings seien die Corona-Fälle im Verlauf des 23. Oktobers nachübermittelt worden. Aus diesem Grund seien die Fälle heute (24. Oktober) überschätzt.

In NRW hat es 4.370 neue Corona-Infektionen gegeben.

Stadt/Landkreis7-Tage-Inzidenz
Bielefeld90,1 (gestern: 73,9)
Warendorf83,1 (gestern 79,2)
Gütersloh 77,5 (gestern 68,8)
Hamm85,0 (gestern 82,3)
Kreis Unna97,0 (gestern 99,0)
Dortmund101,5 (gestern 61,4)
Hagen99,6 (gestern 92,2)
Kreis Recklinghausen106,5 (gestern 105,5)
Herne140,6 (gestern 131,0)
Bochum109,4 (gestern 72,2)
Essen92,8 (gestern 90,4)
Gelsenkirchen138,7 (gestern 129,0)
Mülheim an der Ruhr72,7 (gestern 60,4)
Duisburg151,8 (gestern 89,6)
Krefeld88,4 (gestern 83,5)
Düsseldorf80,1 (gestern 97,6)
Rhein-Kreis Neuss77,9 (gestern 52,7)
Kreis Mettmann88,8 (gestern 76,8)
Solingen197,8 (gestern 162,3)
Wuppertal127,6 (gestern 87,3)
Remscheid141,0 (gestern 115,0)
Leverkusen97,7 (gestern 90,4)
Köln136,8 (gestern 120,1)
Kreis Düren156,4 (gestern 124,3)
Kreis Aachen126,6 (gestern 111,7)
Kreis Olpe91,1 (gestern 66,4)
Rhein-Erft-Kreis83,3 (gestern 58,4)
Ennepe-Ruhr-Kreis77,4 (gestern 87,3)
Oberhausen84,9 (gestern 67,8)
Rheinisch-Bergischer-Kreis99,2 (gestern 71,3)
Bonn82,2 (gestern 77,3)
Kreis Borken62,7 (gestern 52,5)
Rhein-Sieg-Kreis69,6 (gestern 59,1)
Oberbergischer Kreis62,9 (gestern 62,1)
Märkischer Kreis65,8 (gestern 60,2)
Kreis Kleve78,1 (gestern 65,0)
Mönchengladbach66,7 (gestern 70,1)
Herford85,8 (gestern 73,8)
Kreis Lippe58,7 (gestern 56,7)
Kreis Coesfeld59,8 (gestern 56,2)
Siegen-Wittgenstein-Kreis64,3 (gestern 57,8)
Hochsauerlandkreis53,5 (gestern 52,7)

Update, Freitag (23. Oktober), 22 Uhr: Die Neuinfektionen steigen auch in Hagen weiter an. Daher hat der Krisenstab der Stadt unter Leitung des Oberbürgermeisters Erik O. Schulz heute eine Maskenpflicht für die Fußgängerzone in der Innenstadt und für den Bahnhofsvorplatz festgelegt.

Hagen: Nach Neuinfektionen - Maskenpflicht auch in der Innenstadt und am Bahnhof

„Heute hat es 71 Neuinfektionen in Hagen gegeben - wir alle müssen noch umsichtiger und vorsichtiger sein. Trotzdem möchte ich den Hagenerinnen und Hagenern Mut zu sprechen: Es gibt keinen Grund, Panik oder Angst zu haben. Wenn wir uns alle an die vorgegebenen Regeln halten, stehen wir diese schwierige Zeit gemeinsam durch“, so Schulz.

Update, Freitag (23. Oktober), 20.15 Uhr: Gerade erst hat Bochum seinen Weihnachtsmarkt (vorerst) abgesagt, nun legt auch die Stadt Herne nach. Angesichts der Einstufung als Risikogebiet hat die Stadt weitere Konsequenzen gezogen und den beliebten Cranger Weihnachtszauber für dieses Jahr abgesagt.

Update, Freitag (23. Oktober), 18.45 Uhr: Auch in Bochum steigen die Corona-Infektionszahlen weiter dramatisch an. Weil der Inzidenz-Wert in der Ruhrgebietsstadt über 100 ist, hat die Stadt nun neue Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus beschlossen. „Die aktuellen Infektionszahlen machen deutlich, dass wir in unseren Bemühungen, Infektionen mit dem Virus zu verhindern, nicht nachlassen dürfen“, so Krisenstabsleiter Sebastian Kopietz.

Bochum: Steigende Infektionszahlen sorgen für neue Maßnahmen

Er appellierte eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger: „Vermeiden Sie nicht zwingend notwendige Kontakte. Beachten Sie unbedingt und überall die AHA-Regeln: Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Alltagsmaske tragen. Nur so haben wir eine Chance, das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen.“ Um ein weiteres Ansteigen der Zahlen zu verhindern, hat der Krisenstab der Stadt Bochum heute weitere Maßnahmen beschlossen, die ab Montag gelten und zum Teil in einer neuen Allgemeinverfügung geregelt sind:

  • Alle städtischen Turnhallen, sowie Sport- und Bolzplätze sowie die städtischen Hallenbäder werden geschlossen (Ausnahmen sind die Bundes- und Landesstützpunkte und das Training von Berufssportlerinnen und -sportlern).
  • Die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit wird ausgeweitet auf das Uni-Center und die wichtigen Straßen der Nebenzentren.
  • Die Kapazitäten der Corona-Hotline (910-5555) werden in den kommenden Tagen ausgeweitet. Täglich rufen bis zu 5.000 Menschen dort an. Es kann in den nächsten Tagen noch zu Engpässen und zeitlichen Verzögerungen kommen.
  • Da die Bekämpfung der Pandemie nach wie vor höchste Priorität genießt, kann es in nächster Zeit wieder teilweise zu Einschränkungen oder Verzögerungen bei städtischen Dienstleistungen kommen.
  • Bei den jetzigen infektions- und Inzidenzzahlen wird der Weihnachtsmarkt mit seinem aktuellen Hygienekonzept nicht stattfinden können.

„Für alle Sportlerinnen und Sportler, für alle Ausstellenden und die Gäste des Weihnachtsmarkts ist das natürlich höchst bedauerlich“, so Sebastian Kopietz. „Aber in der jetzigen Situation bleibt uns leider keine andere Wahl.“

Inzidenz-Wert 109,6: Immer mehr Menschen in Bochum infizieren sich mit dem Coronavirus

Insgesamt sind in Bochum seit März 2.104 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. 1.538 sind insgesamt genesen, 29 an bzw. mit Covid-19 verstorben. Aktuell sind 537 Personen infiziert, 34 davon werden stationär, elf von ihnen intensiv-medizinisch betreut. Die Zahl der Infektionen im Schnitt der letzten sieben Tage gerechnet pro 100.000 Einwohner beträgt 109,6.

Update, Freitag (23. Oktober), 17.10 Uhr: Heute ist der erste Corona-Patient aus den Niederlanden in NRW angekommen. Im Klinikum in Münster soll der Patient besser behandelt werden können, als im Nachbarland. Dort sind die vielen Krankenhäuser mittlerweile an ihrer Belastungsgrenze.

Update, Freitag (23. Oktober), 16.15 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet heute 101 positive Testergebnisse mit dem Coronavirus. 16 Fälle lassen sich acht Familien zuordnen. Zehn von den Infizierten sind Reiserückkehrer. Seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund liegen insgesamt 3293 positive Tests vor. 2298 Menschen haben die Erkrankung bereits überstanden und gelten als genesen. Derzeit sind in Dortmund 974 Menschen infiziert. 

Dortmund: Neue Corona-Zahlen lässt Inzidenz-Wert in die Höhe schnellen

Nach der Berechnung der Stadt Dortmund anhand der RKI-Methodik wird der Inzidenz-Wert mit den heutigen Zahlen 104,4 betragen. Zurzeit werden in Dortmund 56 Corona-Patient*innen stationär behandelt, darunter zehn intensivmedizinisch, davon wiederum fünf mit Beatmung. In Dortmund gibt es bislang 14 Todesfälle im ursächlichen Zusammenhang mit Covid-19. Weitere sieben mit SARS-CoV-2 infizierte Patient*innen verstarben aufgrund anderer Ursachen.

Update, Freitag (23. Oktober), 16 Uhr: Der Krisenstab der Stadt Herne hat sich heute in einer Konferenz mit der aktuellen Corona-Lage befasst. Besonders aber auch im Hinblick auf den Schulstart kommende Woche. So herrscht bald wieder ein Normalbetrieb in den Schulen. Wichtig sei jedoch das Lüften der Klassenräume. Dort, wo Klassenräume nicht ausreichend gelüftet werden können, werden diese für den regulären Unterrichtsbetrieb nicht genutzt.

Herne: Schule soll für Schüler nur gestaffelt stattfinden

Das Schulministerium hat für die Schüler ab Klasse 5 wieder eine Maskenpflicht im Unterricht und an ihrem Sitzplatz eingeführt. Die Stadt Herne prüft derzeit mit den Schulen und der Bezirksregierung, den Unterrichtsbeginn an den weiterführenden Schulen – Hauptschule, Realschule, Gesamtschule und Gymnasium – zu staffeln. An diesen Schulen ist geplant, den Unterricht ab dem 16. November 2020 für die Klassen 5, 6 und 7 um 7:45 Uhr starten zu lassen, den Unterricht für die Klassen 8, 9 und 10 um 8.30 Uhr. Die Kurse der EF sowie der Q1 und Q2 sollen ebenfalls um 7:45 Uhr beginnen.

Des Weiteren appelliert die Stadt Herne an alle Institutionen, auf geplante Martinsumzüge zu verzichten. Außerdem gilt ab Samstag (24. Oktober) eine Maskenpflicht in den beiden Fußgängerzonen rund um die Bahnhofstraße und der Hauptstraße. Diese gilt von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr und am Samstag von 8 bis 18 Uhr.

Update, Freitag (23. Oktober), 15.30 Uhr: Die Kölner Bürgermeisterin Henriette Reker erinnert an die dramatische Lage, in der sich die Stadt Köln (Inzidenz-Wert 120,1) derzeit befindet: „Es ist fünf vor zwölf. Die Geschwindigkeit des Anstiegs der Infizierten-Zahlen stellt uns vor große Herausforderungen.“ Nun müsse jeder einzelne Sorgen, einen städteweiten Lockdown zu verhindern.

Kölner Bürgermeisterin Henriette Reker mahnt Bürger zur Vorsicht vor dem Coronavirus

„Wir haben nicht mehr viele Möglichkeiten. Das muss jetzt funktionieren“, so die parteilose Bürgermeisterin. Besonders im Hinblick auf den Beginn der Karneval-Saison sei nun Vorsicht geboten.

Henriette Reker ist in diesem Jahr erneut zur Oberbürgermeisterin der Stadt Köln gewählt worden.

Update, Freitag (23. Oktober), 15.10 Uhr: Wegen einer technischen Störung beim Robert Koch-Institut ist es am Donnerstag zu einer Panne gekommen. Teilweise gab es Datenlücken bei der Übermittlung von Corona-Zahlen aus den Bundesländern. Der Grund dafür war ein Ausfall des Webservers zwischen 14.30 Uhr und 17.30 Uhr. Auch wenn nach drei Stunden der Server funktioniert hat, „kann es aber sein, wenn ein Gesundheitsamt es nicht nach 17.30 Uhr noch mal versucht hat, dass diese Daten dann heute fehlen. Wie groß die Datenlücke ist, kann sich erst dann zeigen“, erklärt RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher.

Dortmund: Krisenstabsleiterin wünscht sich dritte Corona-Gefahrenstufe

Update, Freitag (23. Oktober), 14.04 Uhr: Die Dortmunder Krisenstabsleiterin Daniela Schneckenburger wünscht sich die Definition einer dritten Gefahrenstufe. Bisher gibt es nur Abstufungen ab dem Inzidenzwert 35 und 50. Da die Zahl sich in Dortmund und anderen Ruhrgebiets-Städten der 100 nähert, hält Schneckenburger die Ausweitung der Stufen für sinnvoll, wie sie auf einer Pressekonferenz der Stadt mitteilt.

Des Weiteren möchte die Stadt Dortmund zukünftig weiter die Bundeswehr einsetzen, um die Kontaktverfolgung nach positiven Testergebnissen zu unterstützen.

Laumann: nächster Lockdown wäre wirtschaftlich nicht tragbar

Update, Freitag (23. Oktober), 12.51 Uhr: Entgegen der Empfehlung von Welt-Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery bei 20.000 Neuinfektionen einen Lockdown einzuleiten, meint NRWs Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, dass man sich genau diesen nicht leisten könnte. Die nächste Eskalationsstufe solle daher nur im Freizeitbereich Maßnahmen mit sich tragen.

NRW-Ministerin wegen Coronavirus in Quarantäne

Update, Freitag (23. Oktober), 11.54 Uhr: Wie NRWs Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) via Twitter mitteilt ist der an ihr vorgenommene Corona-Schnelltest negativ ausgefallen. „Passt weiter auf Euch auf und allen Corona-Infizierten gute und schnelle Genesung“, so die Politikerin.

Update, Freitag (23. Oktober), 11.34 Uhr: Herne meldet 79 weitere, positive Testergebnisse. Bei vielen Meldungen handelt es sich laut Mitteilung der Stadt um Privatpersonen, die hausärztlich auf das Coronavirus getestet wurden. Insgesamt wurde in Herne damit 1083 mal eine Infektion mit Covid-19 nachgewiesen.

Update, Freitag (23. Oktober), 11.16 Uhr: NRWs Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) ist wegen eines positiven Corona-Tests in ihrem Umfeld in häuslicher Quarantäne, wie die Staatskanzlei mitteilt. Die Ministerin lasse sich nun ebenfalls „schnellstmöglich testen“. Die ursprünglich für Freitag geplante Vorstellung einer Wohnungsmarktprognose wurde - ebenso wie alle anderen Termine der Ministerin - kurzfristig abgesagt.

NRW: Weltärztepräsident warnt vor Lockdown aufgrund des Coronavirus

Update, Freitag (23. Oktober), 10.25 Uhr: Welt-Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery ermutigt die Menschen angesichts der Corona-Pandemie durchzuhalten.: „Wir müssen noch über Jahre mit dem Virus leben und damit umgehen: Abstand halten, Hände waschen, Masken tragen“, sagte er der gegenüber der Rheinischen Post.

Laut ihm könne ein Lockdown notwendig werden, wenn die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf 20.000 steige. Denn dann würde die Lage außer Kontrolle geraten, weil Infektionsketten nicht mehr nachvollziehbar sind.

Frank Ulrich Montgomery empfiehlt einen Lockdown bei 20.000 Neuinfektionen am Tag.

Insgesamt rechnet Montgomery damit, dass wir noch lange mit dem Virus leben werden müssen: „Bis die gesamte Bevölkerung geimpft ist, wird es zwei, drei Jahre dauern“ so Montgomery. „Für eine Impfung aller auf einen Schlag gibt es weder genug Dosen noch genug Personal.“ Daher werde wohl auch der Sommerurlaub 2021 nicht wie gewohnt stattfinden können.

Coronavirus in NRW: Geisterspiele in der Bundesliga angesagt

Update, Freitag (23. Oktober), 10.03 Uhr: Den Fußball-Bundesligisten und anderen Proficlubs drohen bis auf Weiteres ausschließlich Geisterspiele. Bei bundesweiten Teamsportwettbewerben sollen Zuschauer komplett ausgeschlossen werden, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Austragungsort bei mehr als 35 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt. 

Update, Freitag (23. Oktober), 09.45 Uhr: Im Zuge der steigenden Infektionszahlen in NRW, nehmen auch die Corona-Patienten in den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern wieder zu. Nach Zahlen der Landesregierung vom Freitag werden aktuell rund 1420 Patienten mit Covid-19 stationär behandelt - vor einer Woche waren es noch 950. 275 Patienten werden intensivmedizinisch betreut, 148 müssen beatmet werden.

Coronavirus in NRW: Nur noch 11 Regionen mit Inzidenzwert unter 50

Update, Freitag (23. Oktober), 08.00 Uhr: Nur noch wenige Städte und Landkreise in NRW sind auf der Karte des RKI gelb markiert. In 11 Regionen liegt die 7-Tage-Inzidenz noch unter 50. Darunter auch Bottrop und der Kreis Wesel. Beide Gebiete galten gestern allerdings noch als Risikogebiet.

Dagegen sind allerdings fünf NRW-Regionen neu als Risikogebiet hinzugekommen. Seit heute liegt in Herford, im Hochsauerlandkreis, im Siegen-Wittgenstein-Kreis sowie im Kreis Lippe und Coesfeld der Wert über 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen der letzten sieben Tage.

Auch im Kreis Unna hat sich die Lage verschärft, die Region steuert auf die 100er-Marke zu. Insgesamt liegen bereits acht Städte und Kreise über einer 7-Tage-Inzidenz von 100. Darunter Recklinghausen, Herne, Gelsenkirchen, Solingen, Remscheid, Köln, Kreis Düren und Aachen. In Dortmund, Hamm, Bochum oder Wuppertal sind unter anderem die Werte dahingegen etwas gesunken. In Dortmund sorgt das allerdings für Verwirrung. Denn die Stadt selbst meldete eine 7-Tage-Inzidenz von 97,4.

Update, Freitag (23. Oktober), 07.25 Uhr: Jens Spahn (CDU), soll in einer Video-Konferenz zu Beginn der Woche Hoffnung auf einen baldigen Impfstoff gemacht haben, wie die Bild berichtet. Die Firma Biontech aus Mainz, die aktuell an einem Impfstoff gegen das Coronavirus forscht, soll bereits kurz vor der Zulassung stehen, so der Bundesgesundheitsminister.

„Das könnte noch vor Ende des Jahres passieren“, sagte Jens Spahn. Aus diesem Grund wurden nach Bild-Angaben die Landesregierungen bereits diese Woche aufgefordert, Standorte für mögliche Impfzentren zu nennen. Insgesamt sollen 60 solcher Zentren entstehen, die mit dem Impfstoff beliefert werden.

Coronavirus: Jens Spahn macht Hoffnung auf Corona-Impfung noch 2020

Auch der Vorstandsvorsitzende des Tübinger Biopharmaunternehmens Curevac, Franz-Werner Haas, geht davon aus, in wenigen Monaten einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu haben. Genaueres will er heute in einem Vortrag bei einem Zusammentreffen der Landesregierung aus Baden-Württemberg erläutern.

Update, Freitag (23. Oktober), 06.15 Uhr: Auch in NRW, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, sind die Zahlen vergleichbar mit gestern. Das RKI vermeldete einen leichten Anstieg. So waren es am Donnerstag 2.623 Neuinfektionen und 10 Todesfälle, am heutigen Freitag sind es 2.740 Personen, die sich mit dem neuartigen Erreger infiziert haben. Außerdem sollen 14 weitere Menschen an den Folgen von Covid-19 verstorben sein.

Coronavirus: Erneut mehr als 11.000 Neuinfektionen in Deutschland

Update, Freitag (23. Oktober), 06.00 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Freitagmorgen (23. Oktober, 0.00 Uhr) 11.242 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Die Zahl ist vergleichbar mit dem Rekordwert von Donnerstag.

Die Fallzahlen liegen damit deutlich über den Werten von vergangener Woche. Dennoch sollen die aktuellen Zahlen nur bedingt mit denen vom Frühjahr vergleichbar sein. Es wird inzwischen wesentlich mehr getestet und damit auch mehr entdeckt.

Update, Donnerstag (22. Oktober), 22.30 Uhr: SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert schärfere Einschränkungen bei „privaten Feiern, die im privaten Raum stattfinden“. In Nordrhein-Westfalen hatte es in der Coronavirus-Pandemie – auch im Frühjahr – nie konkrete Regeln für Personenkontakte im privaten Raum gegeben.

Coronavirus in NRW: Gesundheitspolitiker Lauterbach für Beschränkungen im privaten Raum

Lauterbach hat sich in der Sendung „WDR aktuell“ nun jedoch dagegen ausgesprochen, staatliche Regeln für die eigenen vier Wände wie bisher kategorisch auszuschließen: „Die beschlossenen Maßnahmen werden nicht reichen“, so Lauterbach. Deutschland befände sich „an der Schwelle zum Kontrollverlust“.

Update, Donnerstag (22. Oktober), 22.10 Uhr: Auch in Köln fallen offenbar mehrere Weihnachtsmärkte in diesem Jahr der Coronavirus-Pandemie zum Opfer. Wie es auf der Homepage der Stadt Köln heißt, sollen sowohl der beliebte Weihnachtsmarkt am Dom, sowie die Weihnachtsmärkte am Alter Markt und am Neumarkt abgesagt werden. Eine offizielle Mitteilung der Stadt Köln hat es bisher aber noch nicht gegeben.

Ein Anblick, den es in diesem Jahr vermutlich nicht geben wird: Der Kölner Weihnachtsmarkt am Dom soll 2020 abgesagt werden.

Update, Donnerstag (22. Oktober), 21.45 Uhr: Auch im Kreis Recklinghausen hat es wieder einen starken Anstieg an Neuinfektionen gegeben. In den vergangenen 24 Stunden seien 186 neue Corona-Fälle hinzugekommen, heißt es vonseiten der Stadt.

Coronavirus in NRW: Über 180 Neuinfektionen im Kreis Recklinghausen

Insgesamt haben sich seit Ausbruch der Pandemie somit 3655 Menschen aus dem Kreis Recklinghausen mit Covid-19 angesteckt. Derzeit sind 1008 Menschen infiziert.

StadtFälle insgesamtAktuell InfizierteInzidenz
Castrop-Rauxel386110114,5
Datteln1403766,5
Dorsten3559687
Gladbeck717158119
Haltern am See1723781,9
Herten346142147,7
Marl454154102,3
Oer-Erkenschwick29964162,3
Recklinghausen643179106,8
Waltrop1433171,6

Update, Donnerstag (22. Oktober), 21.20 Uhr: Virologe Christian Drosten hat sich für einen neuen Corona-Richtwert ausgesprochen – die Ü50-Inzidenz. Dieser Wert soll angeben, wie viele Menschen über 50 Jahre sich mit Corona infizieren.

Da es bei Infizierten in dieser Altersgruppe häufiger zu schweren Verläufen kommt, „ergäbe sich aus der Ü50-Inzidenz eine Prognose über die demnächst zu erwartenden schwereren Fälle und damit über die Bettenauslastung“, erklärte eine Sprecherin der Charité gegenüber BILD.

Christian Drosten hat sich für einen neuen Inzidenz-Wert ausgesprochen.

Coronavirus in NRW: Virologe Drosten spricht sich für neuen Inzidenzwert aus

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (57) befürwortet diesen Vorschlag des Berliner Virologen: „Eine zusätzliche Inzidenz für die über 50-Jährigen wäre eine wesentliche Verbesserung für die Prognosen der entsprechenden Landkreise“, erklärte Lauterbach ebenfalls gegenüber BILD.

Update, Donnerstag (22. Oktober), 21.05 Uhr: Im Kreis Unna sind am heutigen Donnerstag 100 neue Corona-Fälle gemeldet worden – ein Rekord für den Kreis. Wie der Kreis außerdem bekannt gegeben hat, steigt damit die Zahl der aktuell im Kreis Unna infizierten Personen auf 791.

Die Inzidenz-Zahl wird zwar erst um 0 Uhr vom Robert-Koch-Institut bekannt gegeben, aber wird höchstwahrscheinlich über 100 liegen.

Coronavirus in NRW: Kreis Unna meldet 100 Neuinfektionen – Rekordanstieg

Bergkamen+ 11
Bönen+ 6
Fröndenberg+ 0
Holzwickede+ 2
Kamen+ 6
Lünen+ 51
Schwerte +6
Selm+ 5
Unna+ 8
Werne+ 5

Update, Donnerstag (22. Oktober), 20.30 Uhr: An die neue Maskenpflicht in vielen Innenstädten in Nordrhein-Westfalen wollen sich manche offenbar nicht halten. Wie die WAZ berichtet, seien am heutigen ersten Tag der Maskenpflicht in der Duisburger Innenstadt reihenweise Verstöße gegen die Maskenpflicht festzustellen gewesen.

Coronavirus in NRW: Zahlreiche Verstöße gegen Maskenpflicht in Duisburg

Unverständnis für Maskenverweigerer äußerte heute auch der Kölner Virologe Rolf Kaiser von der Uniklinik Köln: „Das tut ja nicht wirklich weh, vielleicht ein bisschen unbequem, aber, mein Gott, das ist ein Schutz“, so der Virologe in der aktuellen Stunde des WDR.

Für den Virologen sei der starke Anstieg der Zahlen ein Beleg für die fehlende Einsicht bei manchen. „Sonst hätten wir nicht diese steigenden Zahlen“, sagte Kaiser und fügte hinzu: „Das, was wir heute sehen, ist schon vor 14 Tagen passiert. Heute sehen wir die Infektionszahlen, etwas später werden wir die Folgen als Erkrankungen sehen, und das kann uns ja nicht unberührt lassen.“

Update, Donnerstag (22. Oktober), 20 Uhr: In Bochum sind in den vergangenen 24 Stunden 53 Menschen positiv auf eine Corona-Infekion getestet worden. Seit März musste die Stadt im Ruhrgebiet nun also insgesamt 1915 Corona-Fälle verbuchen. Aktuell sind 386 Personen infiziert. Die Inzidenzahl der Infektionen beträgt laut der Stadt derzeit 72,4.

Update, Donnerstag (22. Oktober), 19.15 Uhr: Im Kreis Coesfeld ist die 7-Tages-Inzidenz nun auch über den Grenzwert von 35 geklettert und liegt aktuell bei 43,1. Der Kreis hat deshalb heute strengere Schutzmaßnahmen beschlossen, die ab morgen (23. Oktober) in Kraft treten sollen.

Coronavirus in NRW: Kreis Coesfeld über erstem kritischen Inzidenzwert von 35

Die neuen Maßnahmen beinhalten unter anderem: Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen sind nicht mehr zulässig, an Festen außerhalb des privaten Raums dürfen maximal 25 Personen teilnehmen. Zudem besteht bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sowie bei Sportveranstaltungen Abstands- und Maskenpflicht.

Update, Donnerstag (22. Oktober), 18.45 Uhr: In den Niederlanden sind die Krankenhäuser mit den steigenden Corona-Zahlen überfordert. Im NRW-Nachbarland sollen laut eines Berichts der WAZ derzeit mehr als 2000 Menschen mit Covid-19 in den Krankenhäusern liegen.

Coronavirus in NRW: NRW nimmt Intensivpatienten aus den Niederlanden auf

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen hätten bereits Notaufnahmen schließen und Patienten innerhalb des Landes verlegt werden müssen. Die Lösung: Ab dem morgigen Freitag sollen Covid-19-Patienten aus den Niederlanden nach Nordrhein-Westfalen kommen.

Das Gesundheitsministerium in Den Haag hatte bereits vor zwei Wochen vorsorglich angefragt, ob Krankenhäuser, wie schon im Frühjahr, Intensivpatienten aus den Niederlanden aufnehmen könnten. Fast 30 Kliniken hätten laut der WAZ sofort ihre Unterstützung angeboten, die Koordination übernimmt das Universitätsklinikum Münster.

Update, Donnerstag (22. Oktober), 17.50 Uhr: Die Stadt Dortmund hat die neusten Corona-Zahlen bekannt gegeben – und verbucht einen weiteren traurigen Rekord: Innerhalb der vergangenen 24 Stunden haben sich in der Stadt im Ruhrgebiet 202 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Das sind 100 Menschen mehr als noch am gestrigen Mittwoch (21. Oktober) und die bislang höchste Zahl an Neuinfektionen in Dortmund.

Coronavirus in NRW: Rekord an Neuinfektionen in Dortmund – 202 Menschen innerhalb von 24 Stunden

Seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund haben sich also insgesamt 3192 Menschen mit Covid-19 angesteckt. Derzeit sind in der Ruhrmetropole 926 Menschen infiziert. 

Von den 202 Neuinfektionen seien 23 Fälle elf Familien zuzuordnen. Zwei Fälle seien Reiserückkehrer, der Rest Einzelfälle. Wie die Stadt außerdem bekannt gegeben hat, ist der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert in Dortmund nun höchstwahrscheinlich auf 97,4 angestiegen – und kratzt an der 100er-Marke. Der tatsächliche Wert des RKI wird allerdings erst ab 0:00 Uhr abrufbar sein.

Dr. Frank Renken, Leiter des Gesundheitsamtes Dortmund ordnet die hohe Zahl an Neuinfektionen so ein: „Mit heute 202 und gestern 102 Neuinfektionen wurden die höchsten Zahlen von Neumeldungen seit Beginn der Pandemie in Dortmund registriert. Damit verstärkt sich der exponentielle Zuwachs auch für Dortmund.“

Coronavirus in NRW: Gesundheitsamt in Dortmund wegen Neuinfektionen überlastet

Wie die Stadt außerdem mitgeteilt hat, gebe es aufgrund der täglich steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen inzwischen einen Bearbeitungsstau bei der Nachverfolgung von Infektionsketten.

Dr. Frank Renken empfiehlt deshalb: „Am besten begeben sich positiv getestete Personen unmittelbar nach Vorliegen des Testergebnisses in häusliche Absonderung; das heißt: sie bleiben zu Hause und vermeiden weitestgehend Kontakte zu anderen Haushaltsmitgliedern. Sie sollten schon direkt enge Kontaktpersonen informieren und ihnen ankündigen, dass sich das Gesundheitsamt in Kürze bei ihnen melden werde.“

Enge Kontaktpersonen sind Menschen, zu denen die Betroffenen in den letzten Tagen (Zeitraum: zwei Tage vor Beginn der Erkrankungssymptome bis zum Testtag) einen mindestens 15-minütigen „face-to-face-Kontakt“ mit einem Abstand von weniger als 1,5 Metern hatten. Auch die engen Kontaktpersonen sollten zu Hause bleiben und soziale Kontakte weitestgehend einschränken.

Update, Donnerstag (22. Oktober), 17.30 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat weitere Regionen in Europa zu Risikogebieten erklärt. Ein Blick auf die Landkarte zeigt: Fast alle Nachbarländer Deutschlands sind inzwischen Risikogebiete. Neu hinzugekommen sind heute (22. Oktober)

  • Italien: Aostatal, Umbrien, Lombardei, Piemont, Toskana, Venetien, Latium, Abrruzzen, Friaul-Julisch Venetien, Emilia-Romagna, Sardinien und die autonome Provinz Bozen-Südtirol 
  • Frankreich (Festland)
  • Polen
  • Schweiz
  • Liechtenstein
  • Irland
  • Vereinigtes Königreich mit Gibraltar
  • Schweden: Provinzen Jönköping und Östergötland
  • Österreich: alle Bundesländer außer Kärnten

Coronvirus in NRW: RKI benennt neue Risikogebiete in Europa

Für Urlauber bedeutet das: Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss einen aktuellen negativen Corona-Test nachweisen oder in Quarantäne. Ab dem 8. November soll dann eine neue Regel greifen: Diese sieht vor, dass man sich auf jeden Fall in Quarantäne begeben muss und sich frühestens nach 5 Tagen „freitesten“ kann.

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Die zu Spanien zählenden Kanarischen Inseln wurden vom Robert-Koch-Institut von der Liste der Risikogebiete wieder gestrichen. 

Update, Donnerstag (22. Oktober), 17.10 Uhr: Auch die Stadt Herne hat auf die steigenden Corona-Zahlen und die hohe Inzidenzzahl von 152,8 Neuinfektionen reagiert: Wie die Stadt am heutigen Donnerstag (22. Oktober) mitgeteilt hat, gilt nun auch in Herne ab kommenden Samstag (24. Oktober) um 0 Uhr eine Maskenpflicht in Teilen der Innenstadt.

Coronavirus in NRW: Herne führt Maskenpflicht in Teilen der Innenstadt ein

Konkret habe sich der Krisenstab auf eine Maskenpflicht in den beiden Fußgängerzonen rund um die Bahnhofstraße und die Hauptstraße geeinigt. Alle, die ab Samstag (24. Oktober) um 0 Uhr in diesen Bereichen der Stadt unterwegs sind, müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, heißt es von der Stadt.

Zusätzlich wird es in Herne ab Samstag (24. Oktober) auch Einschränkungen bei den Zuschauerzahlen von Sportveranstaltungen geben: In Sporthallen mit einer Kapazität bis zu 1200 Sitzplätzen sind dann nur noch maximal 50 Zuschauer erlaubt (mit einem mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzept sind maximal 100 Zuschauer möglich).

Coronavirus in NRW: Herne beschränkt Zuschauer bei Sportveranstaltungen

In Sporthallen mit einer größeren Kapazität von 1201 bis 4000 Sitzplätzen sind maximal 250 Zuschauer erlaubt (mit einem mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzept). In Sporthallen ohne Sitzplätze sind maximal 20 Zuschauer erlaubt (auch hier sind die Abstandsregeln zu beachten).

Einschränkungen gibt es auch auf Sportplätzen: Im Stadion Eickel, im Stadion Sodingen und im Stadion Schloss Strünkede sind maximal 100 Zuschauer erlaubt (mit einem mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzept maximal 300 Zuschauer). Bei den übrigen Sportplätzen sind es maximal 50 Zuschauer (mit einem mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzept 100 Zuschauer).

Update, Donnerstag (22. Oktober), 16.30 Uhr: Mitten in den Herbstferien in NRW hat das deutsche Nachbarland Dänemark seine Grenzen für deutsche Urlauber geschlossen. Menschen aus Deutschland dürften wegen der steigenden Corona-Neuinfektionszahlen hierzulande ab sofort nicht mehr ohne triftigen Einreisegrund nach Dänemark einreisen. Das teilte der dänische Außenminister Jeppe Kofod am heutigen Donnerstag (22. Oktober) mit.

Für den Großteil der weiteren Staaten in Europa gelten diese Einreisebeschränkungen bereits seit Längerem. Ausnahmeregelungen soll es hingegen für Einwohner in Schleswig-Holstein geben.

Update, Donnerstag (22. Oktober), 16.15 Uhr: Nun hat es auch den Weihnachtsmarkt in Düsseldorf getroffen: Am heutigen Donnerstag (22. Oktober) verkündete der Veranstalter Düsseldorf Tourismus die Absage des diesjährigen Weihnachtsmarkts in der Altstadt. Dieser hätte am 19. November starten sollen.

Coronavirus in NRW: Weihnachtsmarkt in Düsseldorf abgesagt

„Bis zuletzt haben wir gehofft, dass uns dadurch ein Weihnachtsmarkt gelingt, den alle mit einem guten Gefühl besuchen können. Aber die aktuelle Entwicklung hat gezeigt, dass das dieses Jahr einfach nicht möglich ist“, so Ole Friedrich, Geschäftsführer von Düsseldorf Tourismus. In Düsseldorf beträgt der Inzidenz-Wert am heutigen Donnerstag (22. Oktober, 0 Uhr) 79,9.

So einen Anblick wird es in diesem Jahr in Düsseldorf nicht geben: Der Weihnachtsmarkt in der Altstadt wurde endgültig abgesagt.

Update, Donnerstag (22. Oktober), 16.05 Uhr: Angesichts der immer weiter steigenden Corona-Zahlen in Nordrhein-Westfalen sind viele Gesundheitsämter nicht gut genug besetzt, um der Flut an neuen Testergebnissen gerecht zu werden.

Im Kreis Unna und in Bochum sind deshalb seit dem heutigen Donnerstag (22. Oktober) wie bereits in vielen anderen Städten in NRW Soldaten der Bundeswehr zur Unterstützung der Gesundheitsämter hinzugezogen worden.

Coronavirus in NRW: Gesundheitsämter in Unna und Bochum bekommen Bundeswehr-Hilfe

In Unna haben heute zehn Soldaten ihren Dienst beim Gesundheitsamt begonnen, in Bochum waren es 15 Soldaten, heißt es in den jeweiligen Pressemitteilungen. „Leider haben wir so viele aktive Corona-Fälle, dass unser eigenes Personal nicht mehr ausreicht“, sagt Landrat Makiolla im Kreis Unna. Die Soldaten sollen die Gesundheitsämter hauptsächlich in der Kontaktnachverfolgung unterstützen.

Update, Donnerstag (22. Oktober), 15.25 Uhr: In einem Kloster in Mönchengladbach sind 22 von 30 Schwestern vom Orden der Salvatorianerinnen positiv auf eine Corona-Infektion getestet worden. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur am heutigen Donnerstag (22. Oktober).

Coronavirus in NRW: Corona-Ausbruch in Kloster in Mönchengladbach

Unter den 22 Infizierten seien zwei Schwestern, die bereits ins Krankenhaus eingeliefert worden seien. Beide seien schon weiter über 80 Jahre alt. Die anderen Schwestern hätten nur teilweise Corona-Symptome, sagte eine der Schwestern der DPA.

Wie und wo sich die Nonnen mit dem Virus infiziert haben können, sei der 84 Jahre alten Nonne indes nicht klar – lediglich: „Wir müssen uns alle zur selben Zeit infiziert haben.“ Die Nonnen stehen nun unter Quarantäne: „Die einen sagen: Wir sollen den Kreuzgang auf- und abgehen, damit wir nicht steif werden. Die anderen sagen: Wir sollen am besten auf unseren Zimmern bleiben“, zitiert die DPA die Nonne.

Update, Donnerstag (22. Oktober), 13.27 Uhr: Und auch die Karnevalsvereine in Ostwestfalen-Lippe planen zum Sessionsauftakt am 11.11. keine Sitzungen, keinen Straßenkarneval und keine Umzüge. Wie der WDR berichtet, soll es dort auch im Februar an Karneval ruhig bleiben. Fast alles wurde abgesagt.

Coronavirus in NRW: Duisburg sagt Weihnachtsmarkt ab

Update, Donnerstag (22. Oktober), 12.19 Uhr: Und der nächste Weihnachtsmarkt in NRW wird aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Die Stadt Duisburg hatte heute Vormittag bekanntgegeben, dass der Weihnachtsmarkt 2020 nicht stattfinden wird. „Vor dem Hintergrund der stark steigenden Infektionszahlen konnte jedoch kein Weg gefunden werden“, so eine Sprecherin der Stadt. Ähnlich wie in Aachen soll es allerdings ebenfalls Festbeleuchtung im Stadtzentrum geben.

Für die Absage des Duisburger Weihnachtsmarktes hatte es mehrere Gründe gegeben: Da in den Nachbarstädten bereits zunehmend Weihnachtsmärkte abgesagt wurden, hätte es die Gefahr eines noch größeren Zulaufs nach Duisburg gegeben. Weil der Markt traditionell auch viele Besucher aus den Niederlanden hat, hätten die Entscheider auch die hohen Inzidenzwerte im Nachbarland berücksichtigt. Zwar hätte man Alternativkonzepte diskutiert, letztendlich ginge jedoch die Sicherheit vor, so Anja Kopka, Pressesprecherin der Stadt Duisburg.

Coronavirus in NRW: Maskenpflicht in Bochum wirft Fragen auf

Update, Donnerstag (22. Oktober), 11.45 Uhr: Und das Thomas Kufen, OB aus Essen (CDU), damit nicht ganz falsch liegt, zeigen die jüngsten Vorkommnisse in Bochum. Hier herrscht seit Dienstag (20. Oktober) in Teilen der City Maskenpflicht. Nicht jedem ist das klar, da in den ersten Tagen nach der Einführung keine Hinweisschilder an den entsprechenden Stellen hingen.

Zeitgleich stellt sich einigen Bürgern nun die Frage nach der Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen. So herrscht in der City in Bochum Maskenpflicht, am Hauptbahnhof allerdings nicht. Ähnlich verhält es sich auch mit den Nebenzentren wie Wattenscheid und Langendreer. Immer mehr Bürger wünschen sich daher eine einheitliche Regelung der Corona-Maßnahmen für Bochum.

Coronavirus in NRW: Essens Oberbürgermeister kritisiert neue Regeln im Wochentakt

Update, Donnerstag (22. Oktober), 11.30 Uhr: Die Kritik an den uneinheitlichen Corona-Regelungen wird immer lauter. Nicht nur die Bürger wünschen sich übersichtliche und vor allem klare Maßnahmen, sondern auch die Politiker. So zeigte sich Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) über die, sich ständig ändernden Corona-Regelungen verärgert:

„In der Tat ist es sehr ärgerlich, wenn quasi im Wochentakt neue Regelungen verkündet werden und man den Bürgerinnen und Bürgern immer wieder neu erklären muss, dass das, was die Frau Bundeskanzlerin in der Talkshow gesagt hat, nicht automatisch auch Gesetzeskraft in einem Bundesland oder einer Kommune hat“, sagte Kufen in der ntv-Sendung „Frühstart“. Er wünscht sich einen längerfristigen Zeitplan, denn alles andere führe nur zur zusätzlichen Verunsicherung.

Coronavirus in NRW: Hohes Infektionsrisiko im privaten Umfeld

Update, Donnerstag (22. Oktober), 10.30 Uhr: Das RKI konnte feststellen, dass sich ein Großteil der Menschen im privaten Umfeld anstecke, weil man sich dort sehr nahe sei. Die Ansteckungsgefahr im privaten Umfeld sei vor allem auf private Feiern oder Zusammenkünfte mit Freunden und Familie zurückzuführen. Lothar Wieler zieht daraus folgende Schlüsse:

„Wenn wir uns an die AHA-Regeln halten, wenn wir also umsichtig sind, besonders auch in geschlossenen Räumen, dann stecken wir uns weniger an.“ Und weiter: „Das ist die gute Nachricht. Wir können selbst viel dazu beitragen, Ansteckungen zu verhindern. Meine Bitte an alle daher: Bitte nehmen Sie die Symptome ernst und nehmen Sie Warnungen der Corona-Warn-App ernst.“

Coronavirus: Lothar Wieler (RKI) über die aktuelle Lage in Deutschland

Update, Donnerstag (22. Oktober), 10.10 Uhr: Lothar Wieler spricht gerade bei einer digitalen Pressekonferenz und gibt einen Überblick über die aktuellen Fallzahlen der Coronavirus-Pandemie in Deutschland. Es sind mahnende Worte, die der Präsident des RKI verlauten lässt.

Er spricht über die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland. Diese liegt aktuell bei 56.2, vor zwei Wochen lag sie noch bei 20,2, Anfang Juni bei 3. Diese Werte zeigen deutlich, wie schnell sich aktuell das Virus wieder verbreitet.

Coronavirus in NRW: „Geschehen steigert sich drastisch“

„Das Geschehen steigert sich drastisch. Es ist ein sehr dynamisches Geschehen“. Es sind aktuell seien vorwiegend noch jüngere Menschen betroffen, aber auch die Zahl der Infizierten über 60 Jahre nehme wieder zu, so der RKI-Präsident. Auch die Krankenhäuser würden erneut über zunehmende Covid-19-Patienten berichten.

Wieler erklärt, in welchen Situationen in jüngster Zeit, die meisten Coronavirus-Ausbrüche zu verzeichnen waren. So wäre deutlich zu erkennen, dass das Infektionsgeschehen in privaten Haushalten deutlich zunehme.

Im Gegensatz dazu sei die Ansteckungsgefahr in Verkehrsmitteln und bei Hotels weitaus geringer als bisher angenommen.

Coronavirus: Neue Regeln in den Schulen nach den Herbstferien

Update, Donnerstag (22. Oktober), 09.30 Uhr: Die Herbstferien neigen sich dem Ende zu und die Fallzahlen mit dem Coronavirus steigen weiter. Es ist also wieder an der Zeit, dass sich auch das Schulministerium überlegt, wie an den Schulen mit der Pandemie umgegangen werden soll.

So wird in Nordrhein-Westfalen wird kein Schwellenwert festgesetzt, ab welcher Infektionslage Schulen vor Ort schließen müssen. Das sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch in Düsseldorf. Und weiter: Es müsse alles getan werden, um die Schulen offen zu halten. Daher wurden einige Corona-Regeln festgesetzt, die ab Montag in den Schulen einzuhalten. Dazu gehören unter anderem die Maskenpflicht im Unterricht und regelmäßiges Lüften.

Coronavirus in NRW: Neuer Todesfall in Herne

Update, Donnerstag (22. Oktober), 09.20 Uhr: In Herne, einem der am stärksten betroffenen Regionen in NRW, gibt es einen neuen Todesfall, wie die Stadt mitteilte. Der Mann war 1957 geboren und somit knapp über 60. Damit gibt es insgesamt zehn Fälle seit Beginn der Pandemie, die in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion verstorben sind. Aktuell sind 363 Personen mit dem Coronavirus infiziert, von denen sich 24 Personen im Krankenhaus befinden.

Coronavirus: Kleinstadt in NRW mit absolutem Höchstwert bei Inzidenz

Update, Donnerstag (22. Oktober), 08.45 Uhr: Besonders tiefrot ist ein kleiner Ort mit knapp 30.000 Einwohnern in NRW: Die 7-Tage-Inzidenz der Stadt Baesweiler in der Nähe von Aachen liegt bei 321, wie der WDR berichtet.

„Es sind nur 75 Corona-Fälle, doch jeder einzelne Fall macht mir Sorgen“, sagte Willi Linkens, Oberbürgermeister von Baesweiler am Dienstagabend im WDR. Die meisten haben sich vermutlich bei Privatfeiern angesteckt.

Noch soll es aber keinen Lockdown in dem kleinen NRW-Städtchen geben. Da Baesweiler zu Aachen gehört, könnte dieser auch nur von dem Gesundheitsdezernenten verhängt werden. In Aachen liegt der 7-Tage Wert aber „nur“ bei knapp 100, so greifen zwar die Sperrstunde und eine strengere Maskenpflicht, aber noch kein Lockdown. Der Bürgermeister von Baesweiler hofft deshalb, dass die Zahlen bis zum 31. Oktober wieder sinken werden. Indessen werden in der Kleinstadt die Quarantäneverordnungen sowie die Einhaltung der Maßnahmen strenger kontrolliert.

Update, Donnerstag (22. Oktober), 08.00 Uhr: Herne und Solingen übersteigen am heutigen Tage den kritischen Wert von 150 bei der 7-Tage-Inzidenz. Insgesamt kamen seit gestern fünf neue Regionen als Risikogebiete hinzu. Unter anderem der Kreis Kleve und der Märkische Kreis gelten nun als Risikogebiet.

Alle Zahlen und mehr Informationen zum Coronavirus in NRW vor dem 22. Oktober* gibt es hier*. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks. **OWL24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Christoph Soeder/dpa

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