Aktuelles zur Covid-19-Pandemie

Coronavirus in NRW: Essen meldet Infektionen an mehreren Schulen +++ Zahlen aus Dortmund machen Hoffnung

Das Coronavirus (SARS-CoV-2) grassiert weiter in NRW. Die Infos und Zahlen aus Dortmund, Essen, Duisburg, Bochum und dem Ruhrgebiet im Live-Ticker.

  • Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2)* prägt das Leben in NRW und dem Ruhrgebiet weiterhin.
  • Im Live-Ticker informiert RUHR24.de* über alle Entwicklungen, Zahlen und Regeln.
  • Besonders die Maskenpflicht ist umstritten – alle Corona-News aktuell in der Übersicht.

Update, Montag (14. September), 10 Uhr: NRW - An einer katholischen Schule im Essener Stadtteil Holsterhausen gibt es unter den Schülern einen positiven Corona-Fall. Bei einem weiteren Mitschüler wurde eine häusliche Quarantäne angeordnet. 

Das ist allerdings nicht die einzige Schule in der Ruhrgebietsstadt, die von dem Virus betroffen ist. An der Schule am Morungenweg im Stadtteil Freisenbruch ist ebenfalls ein Schüler erkrankt. Doch hier sind die Auswirkungen gravierender, denn eine Schulklasse mit insgesamt 25 Schülern muss in Quarantäne.

Update, Sonntag (13. September), 15.51 Uhr: In Sachen Corona-Neuinfektionen gibt es aus Dortmund gute Nachrichten. Wie die Stadt am Sonntag mitteilt, gibt es lediglich ein weiteres positives Testergebnis. "Dieser Fall steht in keinem Zusammenhang zu einer Einrichtung oder einer Familie", heißt es vonseiten der Stadt.

Coronavirus in NRW: Dortmund mit nur einer neuen Infektion

Somit gab es seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund insgesamt 1.791 positive Tests. 1.620 Menschen haben die Erkrankung bereits überstanden und gelten als genesen.

Derzeit sind in der Stadt noch 151 Menschen infiziert. Sechs Corona-Patienten werden zurzeit stationär behandelt, einer von ihnen intensivmedizinisch. Des Weiteren gab es in Dortmund bislang leider 13 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

Update, Sonntag (13. September), 11.10 Uhr: Der Virologe Hendrik Streeck regt derzeit eine Debatte über Umfang und Dauer der Beschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie an. "Ich plädiere für einen Strategiewechsel", so der Direktor des Institutes für Virologie und HIV-Forschung an der Universität Bonn gegenüber der Welt am Sonntag.

Coronavirus in NRW: Virologe Streeck: "Nicht auf reine Infektionszahlen beschränken"

"Wir dürfen uns bei der Bewertung der Situation nicht allein auf die reinen Infektionszahlen beschränken", sagte er. Zwar steige die Zahl der positiv getesteten Menschen in Deutschland und Europa signifikant an. "Gleichzeitig sehen wir aber kaum einen Anstieg der Todeszahlen."

Der Wissenschaftler ergänzte, gesellschaftlich betrachtet seien Infektionen mit keinen Symptomen nicht zwangsweise schlimm. "Je mehr Menschen sich infizieren und keine Symptome entwickeln, umso mehr sind - zumindest für eine kurzen Zeitraum - immun. Sie können zum pandemischen Geschehen nicht mehr beitragen." Streeck sagte, man könne "das Leben ja nicht pausieren lassen."

Update, Samstag (12. September), 17.15 Uhr: Dortmund meldet erneut einen Anstieg der Infektionszahlen mit dem Coronavirus. 14 positive Testergebnisse kamen in der offiziellen Statistik am Samstag hinzu.

Coronavirus in NRW: Neue Covid-19-Zahlen für Dortmund - Reiserückkehrer und Familie infiziert

Zu den neuen Covid-19-Fällen gehört auch ein Reiserückkehrer, teilt die Stadt Dortmund heute mit. Er soll aus Griechenland eingereist sein. Fünf weitere Neuinfektionen sollen zudem auf Kontakte in einer Familie zurückzuführen sein.

Damit haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie fast 1.800 Menschen in Dortmund mit dem Virus angesteckt. 1.619 von ihnen haben die Erkrankung bereits überstanden.

Coronavirus in NRW: Corona-Regeln gelten auch bei der Kommunalwahl 2020 am Sonntag

Update, Samstag (12. September), 15.46 Uhr: In Nordrhein Westfalen stehen am Sonntag (13. September) die Kommunalwahlen 2020 an. Die Wahlen finden in diesem Jahr unter besonderen Corona-Regeln statt.* So müssen Wähler unter anderem ihren eigenen Stift mit ins Wahllokal bringen.

Dort gelten unter anderem 1,5 Meter Mindestabstand sowie die Maskenpflicht. In der Wahlkabin könne der Mundschutz dann abgenommen werden, wie das NRW-Gesundheitsministerium gegenüber dem WDR angab. In vielen Städten haben die Bürger sich bei dieser Wahl jedoch da zu entschieden, per Briefwahl zu wählen. Allzu voll dürfte es in den Wahllokalen in den Städten also nicht werden.

Wegen des Coronavirus gelten bei den Kommunalwahlen in NRW in diesem Jahr besondere Regeln.

Update, Freitag (11. September), 17.45 Uhr: Joachim Stamp, der stellverstretende NRW-Ministerpräsident, will die Coronaschutzverordnung in entrümpeln. Sie sei in den letzten Wochen stetig angewachsen und inzwischen unübersichtlich für viele Bürger geworden. "Wir brauchen eine transparente, schlanke und für die Bürger leicht nachvollziehbare Verordnung", so der FDP-Politiker gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa).

Coronavirus in NRW: Joachim Stamp (FDP) will Schutzverordnung entrümpeln

Die aktuelle Coronaschutzverordnung umfasst 19 Seiten, 19 Paragrafen und 41 Bußgeld-Tatbestände. Am Anfang sei es richtig und wichtig gewesen, detaillierte Vorgaben für das Leben mit der Pandemie zu machen, stellte Joachim Stamp fest. Nun sei es aber an der Zeit, die Verordnung nicht nur zu entbürokratisieren, sondern mit dem Wissen von heute völlig neu zu formulieren

"Mit einer einfacheren, nachvollziehbaren Verordnung erhalten wir die Akzeptanz der Bürger für notwendige Regeln", sagte der NRW-Familienminister. Es müsse erneut hinterfragt werden, ob eine angemessene Balance zwischen der individuellen Freiheit des Einzelnen und der Verantwortung für die Gesellschaft insgesamt gewahrt sei. Aber: "Wir befinden uns unverändert in der Pandemie", mahnte der Minister.

Coronavirus in NRW: Sport-Gipfel mit Armin Laschet zu Ende

Update, Freitag (11. September), 16.48 Uhr: Bei Sportveranstaltungen in Nordrhein-Westfalen sollen von der kommenden Woche an mehr als 300 Zuschauer erlaubt werden. Das teilte die Staatskanzlei nach einem Sport-Gipfel von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag mit zahlreichen Funktionären verschiedener Sportarten mit. Dabei ging es auch um den Spitzensport jenseits der Fußball-Bundesliga. "Bevor wir über Zuschauer bei der Fußball-Bundesliga entscheiden, brauchen wir ein klares Signal für den Breitensport", hatte Armin Laschet im Vorfeld gesagt.

Coronavirus in NRW: Künftig über 300 Zuschauer bei Sportveranstaltungen möglich

Eine genaue Zahl von Zuschauern gab die Landesregierung zunächst nicht bekannt. "Bei regionalen Ligen und bei regionalen, nationalen sowie internationalen Sportwettkämpfen wird es wieder möglich sein – unter Beachtung notwendiger Hygiene- und Schutzmaßnahmen und der Kapazitäten der Sportstätte – mehr Zuschauerinnen und Zuschauer in Stadien und Sporthallen zuzulassen", hieß es in der Mitteilung.

Es sei in den Gespräche deutlich geworden, "dass die Sportarten sehr unterschiedliche Bedarfe für einen wirtschaftlich vertretbaren Betrieb haben", deshalb arbeite die Landesregierung nun an einem "stimmige Gesamtkonzept, das die unterschiedlichen Kapazitäten der Sportstätten berücksichtigt und bereits mit der nächsten Novelle der Corona-Schutzverordnung am kommenden Dienstag in geltendes Recht umgesetzt werden soll."

Die NRW-Landesregierung will in den Herbstferien wieder außerschulische Bildungsangebote anbieten.

Zudem beschloss die Landesregierung ein weiteres Hilfspaket in Höhe von 15 Millionen Euro für Vereine, die durch die Corona-Pandemie in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind.

Update, Freitag (11. September), 15.24 Uhr: Neue Zahlen gibt es jetzt auch von der Stadt Bochum. Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) ist im Vergleich zum Vortag um 13 auf insgesamt 1.130 gestiegen.

Coronavirus in NRW: Bochum meldet 13 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

Die Zahl der Genesen ist indes um zwei auf zwei auf 1.028 gestiegen. Somit gibt es aktuell 74 Infizierte in Bochum. Die Zahl der Todesfälle bleibt unverändert bei 28. Die 7-Tage-Inzidenz ist von 11,6 auf 13,2 angestiegen und liegt somit deutlich über dem NRW-weiten Schnitt von 8,9.

Update, Freitag (11. September), 15.18 Uhr: An Schulen in Gelsenkirchen sind drei weitere Corona-Fälle aufgetreten. Zudem sind im Zusammenhang mit Corona 144 Schüler vom Gesundheitsamt der Stadt neu unter Quarantäne gestellt worden.

Coronavirus in NRW: Drei neue Corona-Fälle an Schulen in Gelsenkirchen

An der Lessing-Realschule ist bei einer Schülerin aus der Jahrgangsstufe 9 eine Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) festgestellt worden. Als Kontaktpersonen sind 46 Schüler sowie sieben Lehrer vorsorglich für 14 Tage unter häusliche Quarantäne gestellt worden.

Am Berufskolleg Königsstraße gab es ebenfalls einen Corona-Fall in der Schülerschaft. Hier sind 25 Schüler sowie sechs Lehrer in der Quarantäne.

An der Gesamtschule Ückendorf ist seit heute die gesamte Jahrgangsstufe 12 (Q1) mit insgesamt 73 Schülerinnen und Schülern vorsorglich in der Quarantäne, um etwaige Ansteckungen auszuschließen. Dort ist eine Schülerin positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Zudem ist im Rahmen der Nachverfolgung der Infektionskette eines anderen Corona-Falles auch ein weiterer Schüler der Stufe identifiziert worden, der zudem die Seite 1 einschlägigen Symptome aufweist. Ein Test des Schülers ist erfolgt.

An Schulen in Gelsenkirchen gibt es drei weitere Corona-Fälle.

Die Zahl der Schüler der Evangelischen Gesamtschule Bismarck, die unter Quarantäne stehen, konnte heute deutlich reduziert werden. Von den gestern quarantänisierten 68 Schülern bleiben lediglich 16 gesicherte Kontaktpersonen in der Quarantäne. Der Schulbetrieb für alle anderen Schüler läuft normal weiter. Alle ermittelten Kontaktpersonen werden vom Gesundheitsamt der Stadt nun ebenfalls auf das Coronavirus getestet.

Update, Freitag (11. September), 14.55 Uhr: Die Stadt Essen meldet am Freitag 13 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Insgesamt zählt die Stadt seit Beginn der Pandemie 1719 Infektionen – aktuell sind 97 Personen an Covid-19 erkrankt.

Coronavirus in NRW: Corona-Fälle an Schulen in Essen

Die Zahl der Genesenen ist um acht auf insgesamt 1576 gestiegen, die Zahl der Todesopfer bleibt unverändert bei 46. An der Bardelebeschule in Holsterhausen gibt es einen positiven Corona-Fall. Neun weiteren Schülern sowie einer Betreuungsperson wurde Quarantäne angeordnet.

Am Berufskolleg im Bildungspark der Stadt Essen im Nordviertel gibt es einen positiven Corona-Fall in der Lehrerschaft. Weitere Quarantänemaßnahmen sind nicht notwendig, weil an der Schule durchgängig die Hygienemaßnahmen eingehalten werden.

Update, Freitag (11. September), 14.19 Uhr: In Dortmund sind am heutigen Freitag sechs positive Testergebnisse auf das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) hinzugekommen. Seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in der Ruhrgebietsstadt zählt Dortmund insgesamt 1776 Infektionen.

Coronavirus in NRW: Dortmund meldet verhältnismäßig wenig Neuinfektionen am Freitag

1615 Menschen haben die Erkrankung bereits überstanden und gelten als genesen. Aktuell sind noch 141 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Zurzeit werden in Dortmund sechs Patienten stationär behandelt, einer davon intensivmedizinisch. Es gibt bislang 13 Todesfälle im ursächlichen Zusammenhang mit Covid-19.

Update, Freitag (11. September), 14.11 Uhr: Soeben hat das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen die tagesaktuellen Fallzahlen für das Coronavirus (SARS-CoV-2) veröffentlicht. Am Freitag (11. September) zählt das bevölkerungsreichste Bundesland insgesamt 61.504 Infektionen – ein Plus von 304 im Vergleich zum Vortag.

Coronavirus in NRW: Gesundheitsministerium meldet am Freitag 304 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

An den Folgen von Covid-19 sind in NRW seit Beginn der Pandemie 1.828 Menschen gestorben – einer mehr als am Donnerstag. Die Zahl der Genesenen ist derweil um 131 auf insgesamt 56.751 gestiegen. Weiterhin besteht keine gesetzliche Meldepflicht für Genesene, die Zahl basiert also auf freiwilligen Rückmeldungen.

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Summe der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner, hat sich im Vergleich zum Vortag nicht verändert. Sie bleibt bei 8,9.

Update, Freitag (11. September), 13.57 Uhr: Aus Angst um die Gesundheit ihres Enkels in der Corona-Pandemie ist in Bochum eine 77-Jährige auf den sogenannten Enkeltrick hereingefallen. Dabei verlor sie eine fünfstellige Summe aus ihren Ersparnissen, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Coronavirus in NRW: Seniorin aus Bochum mit Corona-Enkeltrick um fünfstellige Summe gebracht

Ihr vermeintlicher Enkel hatte die Frau am Donnerstag (10. September) aus dem Ausland angerufen und behauptet, er sei mit dem Coronavirus infiziert und müsse dringend für die Behandlung nach Essen geflogen werden. Dafür brauche er Geld. Die 77-Jährige glaubte dem Anrufer, hob das Geld ab und übergab die geforderte Summe einer Frau, die vorgab, eine Klinikmitarbeiterin zu sein. Erst dann bemerkte die Bochumerin den Betrug.

Update, Freitag (11. September), 13.27 Uhr: Auf dem Dortmunder U gelten jetzt auch für Tauben die Corona-Regeln. Der Künstler Adolf Winkelmann hat die Anzahl der auf der Installation abgebildeten Tauben um die Hälfte reduziert und ihnen ein Hygienekonzept verschrieben.

Coronavirus in NRW: Tauben auf dem Dortmunder U halten Abstandsregeln ein

"Da auch in luftiger Höhe die Abstandsregelung gewahrt werden muss, ist nunmehr jeder zweite Platz gesperrt. Diese Maßnahme gilt vorbehaltlich anderslautender Verordnungen", kommentiert der Künstler seine Arbeit. Erstmals war die aktualisierte Tauben-Installation am Donnerstag (10. September) um 6 Uhr zu sehen.

Update, Freitag (11. September), 11.11 Uhr: In einem offenen Brief an Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) fordert die Interessensvertretung des Friseurhandwerks in Dortmund und Lünen, die Hygiene-Maßnahmen in den Friseurbetrieben des Landes Nordrhein-Westfalen zu überdenken.

Coronavirus in NRW: Friseure aus Dortmund fordern Debatte über Corona-Auflagen im Betrieb

"Nach wie vor ist die Arbeitssituation in den Betrieben der Branche durch die hohen Hygieneauflagen belastet. Sie sorgt für Spannungen und Missverständnisse unter Handwerkskollegen, unter Inhabern und Mitarbeitern, unter Mitarbeitern und Kunden", heißt es in dem Schreiben, welches dieser Redaktion vorliegt.

Die Friseur-Innung Dortmund und Lünen fordert, die Corona-Regeln für Friseurbetriebe in ein vernünftiges Verhältnis zur Alltagsrealität zu bringen. "Viele von uns halten es für unlogisch, dass wir mit Trennwänden und doppeltem Mundschutz für Kunden und Mitarbeiter arbeiten müssen, während im Café nebenan die Menschen ohne Mundschutz am Tisch mit enger Bestuhlung zusammensitzen."

Die Friseur-Innung Dortmund und Lünen fordert ein Überdenken der Corona-Auflagen in den Friseursalons.

Die Mindestabstände verringern die ohnehin schon begrenzte Kapazität in vielen Salons. Um die Kundenströme mit Abstandsregeln hygienisch zu leiten, errichten schon jetzt viele Friseurbetriebe Wartegelegenheiten vor den Geschäften auf der Straße. Das sei nicht zuletzt mit Blick auf die kommende kalte Jahreszeit ein unhaltbarer Zustand.

"Wir haben das Gefühl, vergessen worden zu sein, während das Land NRW zwischenzeitlich Lockerungen in vielen gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Bereichen zugelassen hat."

Update, Freitag (11. September), 9.54 Uhr: Der Chef des Kassenärzte-Verbandes, Andreas Gassen, hält eine Lockerung der Corona-Regeln für möglich, etwa für Stadien. "Man kann den Panikmodus ausschalten", sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) dem Wirtschaftsmagazin Business Insider.

Coronavirus: Kassenärzte-Verbandschef Gassen hält Lockerungen der Corona-Regeln für möglich

Derzeit gebe es keine Corona-Hotspots mit explosionsartig steigenden Infektionszahlen. Auch die Zahlen der Intensivpatienten und der Sterbefälle seien laut Gassen auf einem niedrigen Nivau. "Die Zahlen geben Anlass, Corona-Maßnahmen zu überdenken, ohne leichtsinnig zu werden."

Konkret bezog sich der Kassenärzte-Verbandschef auf Veranstaltungen. "Mir leuchtet nicht ein, warum in einem Stadion für bis zu 60.000 Menschen nicht Veranstaltungen mit 5000 bis 8000 Menschen Platz finden können, wie es Ende August in der Waldbühne in Berlin ja erfolgreich praktiziert wurde." Entscheidend sei hierbei lediglich, wie man Nadelöhre mit engen Kontakten vermeide, damit das Ansteckungsrisiko minimiert werde.

Andreas Gassen, der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Die Gefahr einer zweiten Welle könne man aktuell nicht seriös bewerten, erklärte Gassen. "Ich weiß nicht, ob es eine echte zweite Welle oder eher mehre kleinere 'Dauerwellen' geben wird."

Update, Freitag (11. September), 9.08 Uhr: Deutschland wird nach einer Prognose der EU-Kommission ein Gewinner des neuen Verteilungssystems für die Milliardenbeträge aus dem europäischen Corona-Konjunkturprogramm sein.

Coronavirus: Deutschland wird ein Gewinner des Corona-Konjunkturprogramms

Nach den der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegenden Zahlen könnte die Bundesrepublik 7,27 Prozent der Zuschüsse aus der sogenannten Aufbau- und Resilienzfazilität bekommen. Dies entspricht rund 22,7 Milliarden der insgesamt 312,5 Milliarden Euro. Nach dem ursprünglich geplanten Verteilungsschlüssel hätte Deutschland nach Zahlen der Kommission nur 6,95 Prozent der Mittel erhalten, also rund eine Milliarde Euro weniger.

Auf das Konjunkturprogramm hatten sich die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten im Juli bei einem Sondergipfel nach viertägigen Verhandlungen und massivem Streit geeinigt. Es umfasst neben der Aufbau- und Resilienzfazilität noch weitere Gelder für Zuschüsse in Höhe von 77,5 Milliarden Euro. Zudem können über die Aufbau- und Resilienzfazilität auch noch Kredite in Höhe von 360 Milliarden Euro vergeben werden. Insgesamt ist das Paket damit 750 Milliarden Euro schwer.

Update, Freitag (11. September), 8.50 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will heute mit Vertretern verschiedener Sportarten über Erleichterungen bei den Corona-Auflagen diskutieren. Das berichtet die WAZ (Bezahlinhalt).

Coronavirus in NRW: Ministerpräsident Armin Laschet lädt wegen Corona-Auflagen zum Sportgipfel

Die Covid-19 Pandemie hat für den Breitensport schwere finanzielle Folgen. Armin Laschet kündigt an, eine klare Perspektive für das Vereinsleben mit finanziellen Hilfen und einem geeigneten rechtlichen Rahmen für den Betrieb mit Zuschauern schaffen zu wollen.

Die aktuelle Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen sieht grundsätzlich vor, dass Spiele oder Wettkämpfe mit 30 Personen wieder erlaubt sind. Bei einem entsprechenden Hygienekonzept dürfen zudem bis zu 300 Zuschauer zugelassen werden.

NRW-Ministerpräsident lädt hinsichtlich der Corona-Auflagen heute zum Sportgipfel.

Mit 300 Zuschauern können viele Vereine aber nicht ansatzweise die Einnahmen erzielen wie vor Beginn der Coronavirus-Pandemie. Anders als beispielsweise die Klubs aus der Fußball-Bundesliga beziehen sie einen Großteil ihres Geldes nicht aus TV-Geldern. 

Update, Freitag (11. September), 8.35 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infizierten Menschen am Freitag mit 256.850 angegeben - ein Plus von 1484 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 258.149 Infizierte.

Coronavirus: RKI meldet knapp 1500 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 am Freitag

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 9342 Todesfälle und damit einen mehr als am Vortag. Die JHU zählte 9345 Tote. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 230.600.

Update, Freitag (11. September), 7.40 Uhr: NRW - In Wuppertal sind eine Gesamtschule und eine Grundschule nach mehreren Corona-Infektionen vorsorglich geschlossen worden. Wie die Stadt am Donnerstag (10. September) mitteilte, fällt der Präsenzunterricht bis Mittwoch aus. 

An beiden Schulen wurden je drei Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Betroffen von der Schulschließung sind and der Gesamtschule 1500 Schüler und 120 Lehrkräfte  und an der Grundschule 300 Schüler und 30 Lehrkräfte. Das Gesundheitsamt und die Schulleitungen versuchen nun, Infektionsketten nachzuvollziehen.

Update, Freitag (11. September), 6.25 Uhr: Am Sonntag (13. September) finden in NRW die Kommunalwahlen statt. In den Wahllokalen soll das Tragen eines Mundschutzes verpflichtend sein. 

Coronavirus in NRW: Armin Laschet über Maskenpflicht im Wahllokal

Wie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nun angekündigt hat, müssen Maskenverweigerer im Wahllokal aber kein Bußgeld fürchten. Es gelte zwar eine Maskenpflicht im Wahllokal, aber "es gilt auch die freie Beteiligung an Wahlen für jeden", unterstrich der Ministerpräsident

Daher könne ein Verstoß gegen die Maskenpflicht nicht mit einem Bußgeld geahndet werden. "Es ist nicht wie in einem Bus. Man kann niemandem das Wahlrecht vorenthalten."

Update, Donnerstag (10. September), 19.50 Uhr: NRW – Die Stadt Essen kommt den Gastronomen in der Corona-Pandemie entgegen und hebt ein seit Jahren bestehendes Verbot auf.

Coronavirus in NRW: Stadt Essen erlaubt Gastronomen das Aufstellen von Heizgeräten

Seit acht Jahren ist es Gastronomen in Essen verboten, Heizgeräte vor ihre Läden oder auf die Terrassen zu stellen. Das soll sich nun vorübergehend ändern, gibt die Stadt Essen heute bekannt.

Demnach duldet die Stadt Essen es, wenn sogenannte Heizpilze aufgestellt werden: "So können Gastronom*innen ihre Angebote weiterhin unter freiem Himmel anbieten, was dem Gesundheitsschutz der Bürger*innen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie dient."

Befristet ist die Ausnahme vorerst bis zum 31. März 2021. Zuvor wurde in Essen bereits die SOndernutzungsgebühr für die Außengastronomie halbiert.

Coronavirus in NRW: 323 Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen am Donnerstag

Update, Donnerstag (10. September), 17.23 Uhr: Das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat die tagesaktuellen Fallzahlen für das Coronavirus (SARS-CoV-2) veröffentlicht. Die Zahl der Infektionen ist im Vergleich zum Vortag um 323 auf insgesamt 61.200 seit Beginn der Pandemie gestiegen.

An den Folgen von Covid-19 sind bislang 1.827 Menschen gestorben – einer mehr als noch am Vortag. Die Zahl der Genesenen ist um 414 auf insgesamt 56.620 gestiegen. Die 7-Tage-Inzidenz, also die Summe der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner, beträgt 8,9. Am Mittwoch hatte sie noch bei 8,6 gelegen.

Update, Donnerstag (10. September), 16.40 Uhr: NRW - Die Zahl der Neuinfektionen in Dortmund ist heute gering: Vier Fälle meldete die Stadt am Nachmittag.

Coronavirus in NRW: Neuinfektionen in Dortmund gesunken

Damit haben sich bislang 1770 Menschen in Dortmund mit dem Coronavirus angesteckt. 1605 gelten als genesen, 13 Menschen überstanden die Infektion laut der Stadt nicht. Das RKI nennt jedoch 20 Tote. Damit gibt es derzeit noch schätzungsweise 145 Infizierte in Dortmund.

Gute Nachrichten aus den Kliniken: Keiner der 6 Patienten in Dortmund liegt mehr auf der Intensivstation.

Update, Donnerstag (10. September), 12.18 Uhr: Die Corona-Pandemie hat uns immer noch voll im Griff. Viele arbeiten nach wie vor im Homeoffice – Ärzte aus Bochum warnen vor schmerzhaften Folgen*.

Coronavirus: Flughäfen in NRW weit vom Vorjahresniveau entfernt – auch Hotels verzeichnen Minus

Update, Donnerstag (10. September), 12.06 Uhr: An den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen sind die Passagierzahlen noch weit vom Vorjahresniveau entfernt. Im Juli 2020 flogen laut WDR 70 Prozent weniger Fluggäste ab als im Juli 2019.

Grund zur Freude gibt es dennoch: Im Vergleich zu Juni sei die Zahl der Passagiere um das vierfache auf rund 650.000 angestiegen. Bundesweit haben auch die Hotels im Juli ein Minus im Vergleich zum Vorjahresmonat zu verzeichnen. Die Zahl der Übernachtungen lag rund 20 Prozent unter dem Wert aus dem Juli 2019.

Update, Donnerstag (10. September), 12.01 Uhr: Die Augusta-Klinik in Bochum hält an der Schleuse im Eingangsbereich fest. Die richtete das Krankenhaus ein, nachdem im Juli ein Patient als Superspreader mehr als 20 weitere Mitarbeiter und Patienten mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert hatte.

Coronavirus in NRW: Augusta-Klinik in Bochum hält an vorgelagerten Corona-Tests fest

"Das Verfahren hat sich bewährt. Eine Änderung ist daher bis auf Weiteres nicht geplant", erklärt Kliniksprecherin Maren Middeldorf gegenüber WAZ (Bezahlartikel).

Update, Donnerstag (10. September), 10.26 Uhr: Im Zusammenhang mit den Corona-Protesten hat der nordrhein-westfälische Verfassungsschutzchef Burkhard Freier vor "Individualterrorismus" gewarnt. "Dieser Personenkreis hat offensichtlich das Gefühl, dass man sie bedroht", sagte Freier der Rheinischen Post aus Düsseldorf vom Donnerstag.

Coronavirus in NRW: Verfassungsschutzchef warnt vor "Individualterrorismus"

"Und sie wollen, dass endlich mal einer was gegen die vermeintliche Bedrohung unternimmt." Daraus könne "ein Individualterrorismus entstehen – also eine Radikalisierung, ohne in einer realweltlichen Gruppe zu sein".

"Wenn dann noch der Eindruck hinzukommt, nicht mehr allein zu sein, andere denken genauso, dann führt das zu Christchurch, El Paso, nach Halle und nach Hanau", sagte Freier weiter. "Bei diesen schwersten terroristischen Anschlägen war immer als ganz wesentliches Motiv eine Verschwörungsideologie im Hintergrund."

Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutzchef Burkhard Freier warnt vor "Individualterrorismus" im Zusammenhang mit den Corona-Protesten.

Update, Donnerstag (10. September), 10.02 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infizierten Menschen am Donnerstag mit 255.366 angegeben - ein Plus von 1892 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 256.433 Infizierte.

Coronavirus: RKI meldet am Donnerstag knapp 1900 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 9341 Todesfälle und damit drei mehr als am Vortag. Die JHU zählte 9342 Tote. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 229.400.

Update, Donnerstag (10. September), 9.15 Uhr: Rund 400.000 Menschen arbeiten in NRW in der Veranstaltungsbranche. Aufgrund von abgesagten Großveranstaltungen und Auftrittseinschränkungen leiden die meisten immer noch sehr unter der Coronavirus-Pandemie. Es wird befürchtet, dass schon 2021 jeder zweite Betrieb pleite gehen wird.

Coronavirus in NRW: Keine Extra-Hilfen für Schausteller und Veranstltungsbranche

Messebauern, Kulturschaffende, Schausteller und viele weitere Veranstaltungsberufe haben deshalb spezielle Hilfen von der Landesregierung gefordert. Doch NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) wiegelt ab: "Besondere Förderprogramme für bestimmte Branchen sind aus unserer Sicht (…) eher zu vermeiden", sagte er im Ausschuss, wie der WDR berichtet. "Sinnvoller" seien Soforthilfen und Überbrückungshilfen für alle Branchen.

Jahrmärkte waren in diesem Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie Mangelware. Viele Schausteller kämpfen derzeit um ihre Existenz.

Update, Donnerstag (10. September), 8.30 Uhr: Die NRW-Landesregierung will Schülern, deren Noten durch die Coronavirus-Pandemie gelitten haben "Nachhilfe" geben: Wie der WDR erfahren haben will, soll es in den Herbstferien und auch danach außerschulische Bildungsangebote geben, so wie schon in den Sommerferien. Allerdings soll das Angebot jetzt deutlich ausgeweitet werden.

Coronavirus in NRW: Neue Studie - Ansteckungsgefahr in Zügen wohl gering

Update, Donnerstag (10. September), 8.20 Uhr: Die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus in Zügen und Bahnen ist laut einer neuen Studie der Bahn mit der Berliner Charité gering. Obwohl sich Zugbegleiter stundenlang in Fernzügen aufhalten, Fahrkarten kontrollieren und mit Passagieren sprechen, bestünde für sie kein höheres Risiko, an Covid-19 zu erkranken. 

Für die Studie wurden in einer ersten Testwelle im Juli rund 1100 Bahnmitarbeiter in Hamburg, Berlin, Frankfurt und München auf Corona getestet – und zwar Zugbegleiter, Lokführer sowie Werkshandwerker, die stets mit denselben Kollegen zusammenarbeiten.

Von den Bahnmitarbeitern sei dann nur ein einziger von 1072 Beschäftigten positiv auf Corona getestet worden – und zwar ein Werksmitarbeiter. Wie sicher das Reisen damit für Passagiere ist, wurde nicht untersucht.

Coronavirus in NRW: Erzieherin aus Oberhausen infiziert - 47 Kinder in Quarantäne

Update, Donnerstag (10. September), 7.25 Uhr: An der städtischen Kindertageseinrichtung Dellwig in Oberhausen ist eine Erzieherin positiv auf eine Corona-Infektion getestet worden. Das teilte Jürgen Schmidt, Beigeordneter für Familie, Schule, Integration und Sport, dem Jugendhilfeausschuss in der Sitzung am Mittwochnachmittag mit. Zuerst berichtete die WAZ

Die Kita im Ortsteil Borbeck, die von 47 Kindern besucht wird, ist aufgrund der infizierten Erzieherin aktuell für 14 Tage geschlossen. Die neun Beschäftigten als auch die 47 Kinder der Einrichtung befinden sich vorsorglich in Quarantäne

Update, Donnerstag (10. September), 6.35 Uhr: Das Auswärtige Amt hat am Mittwochabend neue coronabedingten Reisewarnungen für Gebiete in Europa ausgesprochen. Betroffen sind nun auch Prag in Tschechien, Genf in der Schweiz, Dubrovnik in Kroatien und die Insel Korsika in Frankreich. 

Coronavirus in NRW: Weitere Reisewarnungen für beliebte Städte in Europa 

Wie das Bundeskabinett jedoch beschlossen hat, werden die pauschalen Reisewarnungen am 30. September enden, um die Weltwirtschaft wieder anzukurbeln. Bisher galten Reisewarnungen für fast alle 160 Länder außerhalb der EU und des grenzkontrollfreien Schengen-Raums. Ab Oktober solle es auf die Lage in den einzelnen Staaten zugeschnittene Bewertungen geben.

Unter anderem für die Stadt Prag in Tschechien wurde am Mittwoch (9. September) vom Auswärtigen Amt in Berlin eine Reisewarnung ausgesprochen. 

Reise-Fans sollten sich jedoch nicht zu früh freuen: An den Reisemöglichkeiten werde sich in der Praxis wohl wenig ändern, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Allerdings gehe man zu einem differenzierten System über. Es werde vermutlich so sein, dass für Staaten, die als Risikogebiete gelten, weiter eine Reisewarnung ausgesprochen werden könne.

Update, Mittwoch (9. September), 16.51 Uhr: Aktuelle Zahlen gibt es auch von der Stadt Dortmund. Am heutigen Mittwoch sind zehn positive Testergebnisse hinzugekommen. Die Zahl der aktuell mit SARS-CoV-2 infizierten Personen beträgt somit 145 – drei weniger als am Vortag.

Coronavirus in NRW: Schulklasse in Dortmund vorsorglich in Quarantäne

Seit Beginn der Pandemie hat es in Dortmund 1766 Infektionen mit dem neuartigen Erreger gegeben. Von ihnen gelten 1601 Menschen mittlerweile wieder als genesen. Zurzeit werden sechs Patienten stationär behandelt, einer von ihnen intensivmedizinisch und beatmet.

In Dortmund gibt es bislang 13 Todesfälle im ursächlichen Zusammenhang mit Covid-19. An der Winfried Grundschule sind die Umgebungsuntersuchungen abgeschlossen, dort befindet sich nun eine Klasse in Quarantäne. Einen neuen Fall gibt es ander Nordmarkt Grundschule.

Hier laufen aktuell die Umgebungsuntersuchungen. Vorsorglich bleibt die Klasse des betroffenen Kindes so lange zu Hause, bis diese abgeschlossen sind.

Update, Mittwoch (9. September), 16.41 Uhr: Soeben hat auch die Stadt Bochum die tagesaktuellen Fallzahlen für das Coronavirus bekanntgegeben. Die Zahl der aktiven Infektionen ist im Vergleich zum Vortag um vier auf insgesamt 60 gestiegen.

Coronavirus in NRW: Bochum vermeldet Anstieg bei Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

Insgesamt zählt die Ruhrgebietsstadt 1.104 Infektionen seit Pandemiebeginn, davon gelten 1.016 inzwischen wieder als genesen. Die Zahl der Todesfälle bleibt unverändert bei 28. Die 7-Tage-Inzidenz in Bochum beträgt gegenwärtig 10,8 (10,0 am Vortag) und liegt somit leicht über dem NRW-weiten Durchschnitt von 8,6.

Update, Mittwoch (9. September), 16.35 Uhr: In Essen ist die Zahl der aktiven Corona-Infektionen auf 81 gesunken. Das sind fünf weniger als noch am Vortag.

Coronavirus in NRW: Essen meldet Rückgang der Infektionen im Vergleich zum Vortag

Seit Beginn der Covid-19-Pandemie haben sich in der zweitgrößten Stadt im Ruhrgebiet 1.691 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. Als Genesen gelten 1.564, 46 Personen aus Essen sind an den Folgen der Erkrankung gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt gegenwärtig 13,2 und liegt somit deutlich über dem landesweiten Durchschnitt von 8,6.

Update, Mittwoch (9. September), 15.02 Uhr: Die Zuversicht, schon bald über einen wirksamen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) zu verfügen, wächst. Besonders das Mainzer Biotechunternehmen Biontech und der US-Konzern Pfizer scheinen sich in einer aussichtsreichen Position zu befinden.

Coronavirus: Impfstoff rückt näher – EU reserviert 200 Millionen Dosen bei Biontech und Pfizer

Die EU-Kommission hat bei den beiden Firmen 200 Millionen Dosen eines potentiellen Corona-Impfstoffs reserviert. Das gaben die EU-Kommission und die beiden Firmen am Mittwoch nach Abschluss vorbereitender Gespräche für einen Liefervertrag bekannt. Dieser sieht demnach zusätzlich noch eine Option für weitere 100 Millionen Impfstoffeinheiten vor.

Laut Biontech und Pfizer könnte die Lieferung bereits 2020 starten, sofern die Behörden grünes Licht für den gemeinsamen Impfstoffkandidaten geben. Nach eigenen Angaben rechnen die beiden Firmen weiterhin damit, eine entsprechende behördliche Zulassung bereits im Oktober beantragen zu können.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) begrüßte die Einigung der EU-Kommission mit Biontech und Pfizer am Mittwoch. Die Firmen machten "vielversprechende Fortschritte" bei der Entwicklung eines Impfstoffs, erklärte er in Berlin. Deutschland habe die EU bei den Verhandlungen über die Reservierungsvereinbarung unterstützt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht "vielversprechende Fortschritte" bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus.

Zuversicht äußerte auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU). Die Chancen zur Entwicklung eines sicheren und wirksamen Impfstoffs für die Menschen in Europa und dem Rest der Welt seien heute so hoch wie nie zuvor, erklärte sie in Brüssel.

Update, Mittwoch (9. September), 14.07 Uhr: Soeben hat das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen die aktuellen Fallzahlen für das Coronavirus (SARS-CoV-2) veröffentlicht. Am heutigen Mittwoch zählt das bevölkerungsreichste Bundesland insgesamt 60.877 Infizierte – ein Plus von 183 im Vergleich zum Vortag.

Coronavirus in NRW: Weniger als 200 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 am Mittwoch

Die Zahl der Genesenen ist derweil um 288 auf insgesamt 55.918 gestiegen. In Nordrhein-Westfalen sind insgesamt 1.826 Menschen an der Krankheit Covid-19 gestorben – drei mehr als noch am Dienstag. Die 7-Tage-Inzidenz, die sich aus der Summe der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner ergibt, ist von 9,0 auf 8,6 gesunken.

Update, Mittwoch (9. September), 13.50 Uhr: Circa 2,3 Prozent der Klassenräume an den öffentlichen Schulen in Nordrhein-Westfalen können während der Coronavirus-Pandemie nicht ausreichend gelüftet werden. Die Zahl teilte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch im Schulausschuss des Landtags mit.

Coronavirus in NRW: Kein Missstand bei der Durchlüftung in Klassenräumen in NRW

Mit rund 90 Prozent habe die überwiegende Mehrheit der teilnehmenden Schulen angegeben, keine Probleme mit der Belüftung zu haben, rechnete Gebauer vor. An den übrigen zehn Prozent seien insgesamt 22,6 Prozent der Klassenräume nicht hinreichend zu belüften. Hochgerechnet bedeute das, dass etwa 2,3 Prozent aller Unterrichtsräume an den öffentlichen Schulen betroffen seien.

Bei knapp 40 Prozent dieser Räume seien bauliche Mängel an den Fenstern die Ursache. Hochgerechnet könnten damit etwa ein Prozent aller Unterrichtsräume wegen Mängeln an den Fenstern nicht ausreichend gelüftet werden. "Von einem flächendeckenden Missstand kann bei einem Anteil von einem Prozent der Unterrichtsräume nicht die Rede sein", so Yvonne Gebauer. An der Umfrage hatten gut 91 Prozent der knapp 5500 Schulen in NRW teilgenommen.

Beim Durchlüften der Klassenräume während der Coronavirus-Pandemie gibt es keinen flächendeckenden Missstand.

Update, Mittwoch (9. September), 13.41 Uhr: Die pauschale Reisewarnung für fast alle gut 160 Länder außerhalb der EU und des grenzkontrollfreien Schengen-Raums wird am 30. September enden. Vom 1. Oktober an soll es nach einem Beschluss des Bundeskabinetts dann auf die Lage in den einzelnen Staaten zugeschnittene Bewertungen geben, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Mittwoch aus Regierungskreisen erfuhr.

Update, Mittwoch (9. September), 13.04 Uhr: SPD und Grüne wollen im nordrhein-westfälischen Landtag einen "Schul-Gipfel" beantragen. "Das Bildungswesen wird durch die Corona-Pandemie auf den Prüfstand gestellt", heißt es im gemeinsamen Antrag beider Fraktionen. "Eine Bewältigung dieser Herkulesaufgabe gelingt nur gemeinsam."

Coronavirus in NRW: Opposition fordert Schul-Gipfel im Landtag

Dabei gehe es um "alle Dimensionen des Bildungswesens" – vom Zustand der Schulgebäude über den Ganztag und die Sozialarbeit an den Schulen bis hin zu Lehrermangel und Digitalisierung. Beide Oppositionsfraktionen fordern die schwarz-gelbe Landesregierung auf, daher in den nächsten Wochen einen Schul-Gipfel einzuberufen mit Vertretern des Parlaments, der Kommunen sowie der Lehrer, Schüler und Eltern.

Besonders aussichtsreich ist der Vorstoß, der nächste Woche Donnerstag im Parlament beraten werden soll, allerdings nicht. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte kürzlich dazu gesagt, sie stehe ohnehin ständig im Austausch mit allen am Schulleben Beteiligten.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP)

Update, Mittwoch (9. September), 12.34 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern ist das Bundesland mit den geringsten Corona-Zahlen. Ein infizierter Besucher aus NRW hat nun für Aufregung in Rostock gesorgt*.

Update, Mittwoch (9. September), 12.10 Uhr: Mitarbeiter in den Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn haben kein erhöhtes Corona-Ansteckungsrisiko. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Untersuchung mit der Berliner Universitätsklinik Charité unter gut 1000 Bahn-Mitarbeitern, die der Konzern am Mittwoch vorstellte. Es gebe bei den Zugbegleitern "keine Anzeichen für eine erhöhte Corona-Gefahr" und folglich generell "kein erhöhtes Risiko in unseren Zügen", erklärte Bahn-Personalvorstand Martin Seiler.

Coronavirus: Studie zur Corona-Gefahr für Zugbegleiter überrascht

Etwa 600 Zugbegleiter sowie 200 Lokführer und 200 Instandhaltungstechniker im Fernverkehr wurden laut Bahn zufällig ausgewählt und ließen sich vom 29. Juni bis zum 3. Juli freiwillig auf eine Corona-Ansteckung und Antikörper testen. Demnach war nur ein Werksmitarbeiter Corona-positiv; insgesamt 20 Mitarbeiter wurden positiv auf Antikörper getestet. Dabei waren Zugbegleiter relativ sogar weniger betroffen als die Mitarbeitergruppen ohne Kundenkontakt.

Das "lässt natürlich keine direkte Schlussfolgerung auf das Risiko für Fahrgäste zu", erklärte Seiler. Die Bahn habe aber auch "keine Erkenntnisse dafür, dass Menschen in unseren Zügen einer höheren Gefahr ausgesetzt sind". Der Konzern verwies zudem darauf, dass die Zugbegleiter "für gewöhnlich signifikant längere Aufenthaltsdauern in Zügen haben als Reisende". Eine zweite Testrunde plant die Bahn für Oktober, eine dritte für Februar 2021.

Update, Mittwoch (9. September), 10.38 Uhr: Autohändler und -werkstätten haben im ersten Halbjahr 2020 die Corona-Krise deutlich zu spüren bekommen. Der Umsatz der Branche fiel um 15,8 Prozent niedriger aus als im zweiten Halbjahr 2019, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Den Autohandel traf es im April besonders schwer: Die Umsätze lagen um 45,5 Prozent unter denen vom Vorjahresmonat.

Coronavirus: Autohandel leidet unter Corona-Krise – Geschäft mit Fahrrädern boomt

Zuletzt habe sich für die Branche insgesamt eine leichte Erholung abgezeichnet, führten die Statistiker aus. Im Juni hätten die Umsätze um 9,6 Prozent über denen vom Mai gelegen, nachdem es bereits von April auf Mai eine Steigerung von 34,9 Prozent gegeben habe. Die Erlöse blieben den Angaben zufolge aber auch im Juni noch deutlich unter dem Vorjahresniveau.

"Klarer Corona-Gewinner im Bereich Mobilität" sei dagegen der Handel mit Fahrrädern, Sport- und Campingartikeln gewesen, erklärte das Statistische Bundesamt weiter. Im ersten Halbjahr hätten die Umsätze dieses Wirtschaftszweigs um 6,8 Prozent über denen vom zweiten Halbjahr 2019 gelegen.

Das Fahrrad-Geschäft boomt während der Coronavirus-Pandemie.

Update, Mittwoch (9. September), 9.36 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Mittwoch mit 253.474 angegeben - ein Plus von 1176 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 254.957 Infizierte.

Coronavirus: RKI meldet knapp 1200 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 9338 Todesfälle und damit neun mehr als am Vortag. Die JHU zählte 9336 Tote. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 228.000.

Update, Mittwoch (9. September), 9.34 Uhr: Bochum – Am Märkischen Gymnasium in Bochum-Wattenscheid hat sich eine Schülerin mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert. Die Stadt hat daraufhin 100 Personen nach Hause geschickt.

Coronavirus in NRW: Positiver Corona-Fall an Schule in Bochum-Wattenscheid

"Das heißt aber nicht, dass sie positiv getestet wurden", sagt Bochums Stadtsprecher Thomas Sprenger gegenüber WAZ (Bezahlartikel). Es handele sich dabei um eine Vorsichtsmaßnahme im Rahmen der Nachverfolgung.

Update, Mittwoch (9. September), 7.15 Uhr: NRW - Die Städte in NRW mussten im zweiten Quartal 2020 wegen der Coronavirus-Pandemie dramatische Einbrüche bei den Gewerbesteuer-Einnahmen hinnehmen. Das belegen neue Daten vom Landesamt für Statistik.

Die Einnahmen aus Gewerbesteuern seien von April bis Juni bei insgesamt bei 1,96 Milliarden Euro gelegen und damit 43,5 Prozent unter denen des entsprechenden Vorjahresquartals. 

Update, Mittwoch (9. September), 6.30 Uhr: NRW - Als mögliche Maßnahme gegen das Coronavirus darf der Arzneimittelentwickler Janssen aus Neuss (NRW) einen möglichen Impfstoff in Deutschland am Menschen testen. 

Coronavirus in NRW: Neusser Unternehmen darf Impfstoff an Menschen testen

Die klinische Prüfung sei genehmigt worden, teilte das Paul-Ehrlich-Institut laut eines WDR-Berichts mit. Bei der Phase-II-Studie solle an einer größeren Zahl von Probanden untersucht werden, ob der Impfstoff wirksam, sicher und verträglich ist.

Bei dem Impfstoffkandidaten von Janssen handele es sich um einen Vektor-Impfstoff, bei dem ein abgeschwächtes Virus genutzt werde, damit der Körper eine Immunantwort auf das Virus Sars-CoV-2 produziere, teilte das Paul-Ehrlich-Institut mit. 

Weltweit laufen derzeit zahlreiche klinische Studien zu Corona-Impfstoffen. Auch ein Neusser Unternehmen darf jetzt einen Impfstoff an Menschen testen. 

Update, Dienstag (8. September), 20.35 Uhr: NRW – Schulen in Nordrhein-Westfalen sollen ihre Klassenräume wegen des Coronavirus regelmäßig lüften. Doch das ist mitunter schwerer, als gedacht.

Coronavirus in NRW: Einige Schulen haben Probleme beim Belüften der Klassenräume

Jede zehnte Schule hat in der Corona-Krise Probleme bei der notwendigen Belüftung der Unterrichtsräume. Das teilte das Schulministerium NRW heute laut dpa mit. In jeder der betroffenen Schulen seien rund zehn Prozent der Räume betroffen.

Dort könnten die Fenster "aufgrund möglicher baulicher Mängel nicht in ausreichendem Maße für eine intensive Belüftung genutzt werden", hieß es. Das Ergebnis ist Teil einer Abfrage zum Unterrichtsbetrieb, die um Fragen zur Belüftungssituation in den Unterrichtsräumen ergänzt wurde.

Zum Hygienekonzept in den Schulen gehört seit dem Start des neuen Schuljahres mit Präsenzunterricht Mitte August das Lüften der Klassenräume. Träger der Schulen sind in der Regel die Kommunen, die für den Zustand der Schulgebäude verantwortlich sind.

Coronavirus in NRW: Infektionen in Dortmund steigen nach Feier an - Kita geschlossen

Update, Dienstag (8. September), 17.56 Uhr: In Dortmund steigt die Zahl der Corona-Infizierten nach einer privaten Feier weiter an. Zudem wurde eine Kita geschlossen.

Die Stadt Dortmund meldet heute elf weitere Infektionen mit dem Coronavirus. Drei davon führen die Behörden auf eine private Feier zurück. Bislang haben sich demnach 26 Gäste der Party mit Covid-19 angesteckt.

Am Evangelischen Kindergarten in Dortmund-Schüren gab es ebenfalls einen Corona-Fall. Nach Angaben der Stadt sind 70 Kinder mit ihren Familien in Quarantäne. Die Kita soll bis zum 16. September geschlossen bleiben.

Auch an einer weiteren Schule gab es eine Infektion: Ein Schüler der Winfried Grundschule in der östlichen Innenstadt von Dortmund wurde positiv getestet. Die Umgebungsuntersuchungen an der Ganztagschule laufen noch. Eine Klasse und eine Ganztagsgruppe müssen am Mittwoch (9. September) sicherheisthalber zu Hause bleiben.

Coronavirus in NRW: Bordelle dürfen trotz Corona wieder öffnen

Update, Dienstag (8. September), 15.10 Uhr: Die Bordelle in NRW dürfen in der Corona-Krise wieder öffnen. Das hat ein Gericht heute entschieden.

Bordellbetreiber und Prostituierte können ihre Dienstleistungen in der Corona-Krise vorläufig wieder anbieten. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) für das Land Nordrhein-Westfalen in einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss entschieden.

Die vom Land NRW erlassene Coronaschutzverordnung ist damit im Bezug auf das Verbot von sexuellen Dienstleistungen in und außerhalb von Prostitutionsstätten und Bordellen außer Vollzug gesetzt.

Die Linienstraße im Norden Dortmunds. Hier arbeiten seit Jahrzehnten Prostituierte.

Es sei derzeit nicht mehr verhältnismäßig, den Betrieb in den Bordellen zu untersagen, heißt es in der Begründung des OVG. Das Land habe mittlerweile weitgehende Lockerungen in nahezu allen gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Bereichen zugelassen. 

Aus diesem Grund sei nicht ersichtlich, warum dies nicht auch für sexuelle Dienstleistungen gelten solle. Auch beim Sport oder im Fitnessstudio werde heftig geatmet und vermehrt virushaltiges Aerosol verteilt.

Coronavirus (SARS-CoV-2): Deutsche sind mit örtlichen Maßnahmen gegen Corona zufrieden

Update, Dienstag (8. September), 13.03 Uhr: Die Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge mit den örtlichen Maßnahmen gegen das Coronavirus zufrieden. Für 60 Prozent der Befragten habe es sich bewährt, dass über Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie vor allem vor Ort entschieden wurde, teilte der Deutsche Landkreistag am Dienstag in Berlin mit. Mit 67 Prozent war die Zustimmung bei den 30- bis 39-Jährigen am höchsten.

"Die Menschen sind mit der Arbeit der Landkreise und Gemeinden im Umgang mit der Pandemie weit überwiegend zufrieden", erklärte Landkreistagspräsident Reinhard Sager (CDU). Dies gelte auch für die kommunalen Gesundheitsämter und bestätige den kommunalen Spitzenverband in seiner Auffassung, dass es nach wie vor auf ein passgenaues und ortsangemessenes Handeln ankomme.

Coronavirus: Merkel lobt Arbeit der Gesundheitsämter und verweist auf andere Länder

Update, Dienstag (8. September), 10.52 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Arbeit der Gesundheitsämter in der Corona-Krise gewürdigt. Die Pandemie sorge dort für Aufgaben, "die in einem unfassbaren Mehraufwand resultieren", sagte sie am Dienstag zu Beginn einer virtuellen Konferenz über den öffentlichen Gesundheitsdienst. Es sei "ungewöhnlich", was die Beschäftigten Tag für Tag leisteten. Dafür wolle sie sich bedanken.

Die Gesundheitsämter spielten in der Corona-Zeit "eine zentrale Rolle", betonte die Kanzlerin. Sie würden dabei helfen, die Infektionsketten zu brechen, und hätten einen "wesentlichen Anteil" daran, dass das Infektionsgeschehen in Deutschland weitgehend unter Kontrolle sei. Ein Blick in andere Länder zeige, dass dies keineswegs selbstverständlich sei.

Die technische Ausstattung, "digitale Möglichkeiten" und das knappe Personal der Gesundheitsämter ließe dennoch zu Wünschen übrig, so Angela Merkel. Bund und Länder hätten sich daher auf den "Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst" mit einem Volumen von vier Milliarden Euro verständigt. Daraus sollen beispielsweise 5000 neue Stellen finanziert werden.

Auf der Konferenz sollten unter anderem mehrere Gesundheitsämter ihre Ideen für die Weiterentwicklung des öffentlichen Gesundheitsdienstes vorstellen. Merkel äußerte die Hoffnung, dass die Veranstaltung "ein Anstoß ist, verstärkt in die Diskussion zu kommen".

Update, Dienstag (8. September), 8.01 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird heute in einer Videokonferenz über die Lage und Probleme der Gesundheitsämter in Deutschland sprechen. Sie sollen über ihre zentrale Rolle in der Coronavirus-Pandemie hinaus gestärkt werden.

Coronavirus: Videokonferenz mit Angela Merkel über Lage der Gesundheitsämter

Teilnehmen sollen Amtsleiter, Gesundheitsdezernenten der Kommunen, Oberbürgermeister, Landräte und Vertreter der Länder. Bund und Länder haben bereits Milliarden-Hilfen für die 375 Ämter zugesagt, die im Kampf gegen das Coronavirus seit Monaten unter Hochdruck arbeiten – beim Verfolgen von Infektionsketten oder beim Anordnen von Tests und Quarantäne.

Die Bundesärztekammer dringt auf konkrete nächste Schritte, um die Stärkung der Ämter voranzubringen. "Wir begrüßen sehr, dass Bund und Länder mit dem Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst ein bisher beispielloses Hilfspaket für mehr Personal und bessere digitale Ausstattung geschnürt haben", sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät heute mit den Gesundheitsämtern.

"Aber niemand sollte glauben, dass sich die Besetzung von 5000 neuen Stellen einfach beschließen lässt." Die eigentliche Arbeit fange jetzt erst an. Für den Ausbau des ärztlichen Personals in den Ämtern brauche es kluge und nachhaltige Konzepte. Reinhardt warb für einen eigenständigen Tarifvertrag für Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst. Für eine dauerhaft bessere Personalausstattung sei eine gesicherte, arztspezifische Vergütung notwendig.

Coronavirus: Konzept von Jens Spahn sieht 5000 unbefristete Vollzeitstellen vor

Nach einem Konzept von Bundesminister Jens Spahn (CDU) und seinen Länderkollegen sollen bis Ende 2022 mindestens 5000 unbefristete Vollzeitstellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst neu entstehen – davon mindestens 1500 bis Ende kommenden Jahres. Geplant ist breit angelegte Unterstützung bei neuen digitalen Lösungen. Kommen sollen auch Anreize über das Besoldungsrecht, "tarifvertragliche Regelungen" und attraktivere Arbeitsbedingungen.

Der Bund will für die Umsetzung der Maßnahmen vier Milliarden Euro bis 2026 bereit stellen. Die Gesundheitsämter haben nach Verbandsangaben rund 17.000 Beschäftigte.

Update, Dienstag (8. September), 7.11 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Dienstag mit 252.298 angegeben – ein Plus von 1499 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 253.626 Infizierte.

Coronavirus: RKI meldet am Dienstag 1499 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 9329 Todesfälle und damit vier mehr als am Vortag. Die JHU zählte 9331 Tote. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 226.500.

Update, Montag (7. September), 19.42 Uhr: In Aachen startet am Mittwoch (9. September) eine bundesweit angelegte Studie zur Untersuchung des Immunstatus der Bevölkerung bei Coronaviren

Coronavirus in NRW: Antikörperstudie in Aachen startet am Mittwoch

Bis zu 3000 Menschen in der Region Aachen sollen bis zum 20. Oktober bei der Antikörperstudie untersucht werden, sagte Professor Gérard Krause, Leiter der Abteilung Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig. Nach dem Kreis Heinsberg war die Städteregion Aachen zu Beginn der Coronavirus-Pandemie im Frühjahr besonders betroffen.

Die zufällig ausgewählten, durchweg erwachsenen Teilnehmer werden befragt, und ihnen wird Blut für einen Antikörpertest entnommen. Der Studienleiter sagte der dpa, eine Auswertung der ersten beiden Städte habe ergeben, dass bei einem niedrigen einstelligen Prozentsatz der Probanden Antikörper nachgewiesen werden konnte. Die Bereitschaft zur Teilnahme sei groß. Etwa die Hälfte der Angeschriebenen habe sich bereit erklärt. "Das ist erstaunlich hoch", sagte Krause.

Die Studie soll dazu beitragen, das Infektionsgeschehen besser zu überblicken, die Bewältigungsstrategien im Umgang mit der Corona-Pandemie zu verbessern und Wissen mit Blick auf künftige Impfkampagnen zu gewinnen.

Coronavirus in NRW: Infektionen in Dortmund deutlich gestiegen - viele Infizierte nach Feier

Update, Montag (7. September), 17.20 Uhr: In Dortmund sind heute 15 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden. Einer der Fälle ist auf eine Feier zurückzuführen.

Damit gibt es nach einer privaten Feier in Dortmund seit Freitag bereits 23 Infektionen mit Covid-19. Zwei der Neuinfizierten in Dortmund gehören nach Angaben der Stadt Dortmund zu einer Familie.

Insgesamt haben sich somit seit Beginn der Corona-Pandemie offiziell 1.745 Menschen in Dortmund mit dem Virus angesteckt. 1.572 gelten als genesen. Sieben Patienten werden im Krankenhaus behandelt, zwei müssen auf der Intensivstation beatmet werden. 13 Menschen haben die Lungenkrankheit nicht überlebt.

Coronavirus in NRW: Schüler in Herne in Quarantäne - Debatte um Verkürzung

Update, Montag (7. September), 13.15 Uhr: In Herne (Ruhrgebiet) sind am Montag drei neue Infektionen dazu gekommen. Unter den Infizierten ist ein Schüler der Grundschule Südschule. Die gesamte Klasse steht nun unter Quarantäne. Die Abstriche sollen laut Angaben der Stadt "zügig" erfolgen.

Update, Montag (7. September), 12.30 Uhr: Wer aus einem Corona-Risikogebiet einreist oder als Verdachtsfall gilt, muss für 14 Tage in Quarantäne. Das könnte sich nun ändern.

Angeregt durch eine Aussage des Berliner Virologen Christian Drosten wird nun diskutiert, ob die vorgegeben zwei Wochen Quarantäne-Zeit* zu lang sind. Drosten hatte Anfang September für eine Verkürzung plädiert, "um die Akzeptanz für die Maßnahmen in der Gesellschaft zu erhalten."

Coronavirus in NRW: Erste Rate des Kindergeldbonus wird ab Montag ausgezahlt

Update, Montag (7. September), 9.20 Uhr: Heute wird der Corona-Kinderbonus ausgezahlt. Pro Kind bekommen Familien 300 Euro - zunächst 200 Euro und im Oktober noch einmal 100 Euro. 

In Deutschland gibt es aktuell 18 Millionen Kinder, dessen Familien mit dem Bonus in der Coronavirus-Pandemie rechnen können. Laut tagesschau.de hängt die Auszahlung davon ab, welche Endziffer die Kindergeldnummer hat. Gestartet wird mit der Null. Die Sonderzahlung werde nicht auf Hartz IV oder andere Sozialleistungen angerechnet. 

Coronavirus in NRW: Kinderbonus wird in Deutschland ausgezahlt

Gegenüber der Osnabrücker Zeitung äußerte sich Sabine Zimmermann, Politikerin der Partei Die Linke, zu dem von SPD und Union beschlossenem Kinderbonus. Ein einmaliger Kinderbonus von 300 Euro könne die Lasten der Pandemie nicht annähernd ausgleichen. Das sei unzureichend. 

Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 4,3 Millionen Euro. 

Update, Montag (7. September), 8 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich dafür ausgesprochen, dass Gastronomen in der kommenden kalten Jahreszeit Heizpilze aufstellen dürfen. 

"Wir wollen den Wirten im kommenden Winter mehr Außengastronomie ermöglichen. Heizpilze aufstellen zu können, gehört mit zu diesem Konzept", sagte Laschet dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Vielerorts sind Heizpilze mittlerweile verboten. Kritik gibt es von Umweltschützern. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband hingegen hatte zuletzt für eine Rückkehr der Heizpilze plädiert, damit auch im Herbst und Winter mehr Gäste in den Außenbereichen bewirtet werden können.

Coronavirus in NRW: Anstieg in Dortmund am Wochenende gesunken

Update, Sonntag (6. September), 18.37 Uhr: In Dortmund sind am Sonntag sechs neue Infektionen dazu gekommen. Das teilte die Stadt am Nachmittag mit. 

Vier der Infektionen seien Einzelfälle, zwei seien auf familiäre Zusammenhänge zurückzuführen. Insgesamt steigt die Summe aller Corona-Infektionen damit auf 1730.

Update, Sonntag (6. September), 14.41 Uhr: Gibt es noch Hoffnung für die Weihnachtsmärkte? Wie die Tagesschau berichtet, hat sich der Städte- und Gemeindebund dagegen ausgesprochen, Weihnachtsmärkte wegen der Corona-Krise bereits jetzt abzusagen.n

Coronavirus in NRW: Gibt es noch Hoffnung für die Weihnachtsmärkte?

Gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg, dass öffentliche Veranstaltungen, wie etwa Weihnachtsmärkte nicht möglich seien, sollten die Infektionszahlen rasant ansteigen. Doch hätte man aus der Pandemie auch gelernt, dass vor allem flexible Reaktionen und eine Berücksichtigung der lokalen Situation der richtige Ansatz ist.

Städte mit niedrigen Infektionszahlen könnten demnach auf einen Weihnachtsmarkt hoffen, aber nur mit den richtigen Sicherheitsvorkehrungen. Daher sollte nicht schon jetzt eine generelle Absage erfolgen.

Gibt es noch Hoffnung für die Weihnachtsmärkte in der Corona-Krise?

Jens Spahn: Coronavirus ist der Spielverderber

Derweil ist Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) weiterhin zurückhaltend beim Thema Weihnachtsmärkte in der Corona-Zeit. Wichtig sei es mit der gebotenen Vorsicht zu handeln und Risiken zu minimieren. "Das Virus ist der Spielverderber, nicht ich", sagte der CDU-Politiker, wie die Tagesschau berichtet.

Update, Sonntag (6. September), 12.33 Uhr: Das Coronavirus hat die soziale Ungerechtigkeit in Deutschland weiter verschärft. Wie der NDR berichtet, sind ärmere Menschen einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt und von den wirtschaftlichen Folgen härter getroffen.

Coronavirus in NRW: Pandemie verschärft soziale Ungleichheit

Armutsforschers Christoph Butterwegge spricht sich daher dafür aus, den Solidaritätszuschlag in einen "Corona-Soli" umzuwidmen, um die Folgekosten der Pandemie gerechter zu verteilen. 

Besonders hart von der Corona-Pandemie betroffen seien demnach Wohnungslose, Bewohner von Gemeinschaftsunterkünften wie Strafgefangene, Asylbewerber und Werkvertragsarbeiter in der Fleischindustrie. Butterwegge meint, besonders hohem Infektionsrisiko ausgesetzt seien unter anderem Suchtkranke, Prostituierte, Kleinstrentnerinnen und Hartz-IV-Empfänger. Während Beschäftigte aus Büroberufen während des Lockdowns im sicheren Homeoffice arbeiten konnten, sei das für Menschen in schlechter bezahlten Branchen nicht möglich gewesen. 

Das Coronavirus verschärft die soziale Ungerechtigkeit in Deutschland.

Coronavirus in NRW: Quarantäne nicht immer notwendig

Update, Sonntag (6. September), 10 Uhr: Recherchen des WDR, NDR und SZ haben herausgefunden, dass viele Corona-Infizierte in Deutschland von den Gesundheitsämtern in eine häusliche Quarantäne geschickt werden, obwohl sie nicht mehr ansteckend sein sollen. 

Der Test, mit dem Menschen in Deutschland auf das Coronavirus getestet werden, sei sehr genau, weshalb zahlreiche Menschen ein positives Testergebnis bekämen. Dabei gebe es auch Fälle, bei denen die Infektion jedoch schon so weit fortgeschritten sei, dass sie kaum mehr Viren im Körper hätten – und auch niemanden mehr anstecken könnten. Eine 14-tägige Quarantäne sei in diesen Fällen dann gar nicht mehr nötig. 

In Dortmund ist die Zahl der Coronavirus-Infektion erneut gestiegen.

Update, Samstag (5.September), 20.26 Uhr: In Mülheim an der Ruhr haben sich am Freitagabend rund 600 Autofans*  auf einem Parkplatz getroffen. Die Polizei befand sich mit einer Hundertschaft im Einsatz und will nun etliche Anzeigen ausstellen.

Coronavirus in Dortmund: 21 neue Infektionen

Erstmeldung, Samstag (5.September), 18.32 Uhr: In Dortmund sind von Freitag auf Samstag insgesamt 21 Neu-Infektionen dazu gekommen. Damit liegen in Dortmund seit dem ersten Auftreten des Virus 1724 positive Tests vor. Sechs der neuen Fälle sind einer Privatfeier zuzuordnen, bei der sich nun insgesamt bereits 22 Menschen angesteckt haben.

Alle Informationen zum Coronavirus in NRW aus der vergangenen Woche gibt es hier*. Mit dpa-Material. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Philipp von Ditfurth/dpa

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