Verbaler Familienstreit eskaliert

SEK-Einsatz: Polizisten mit Gasbrenner bedroht und im Wohnmobil verschanzt

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SEK-Beamte wurden in Schwerte hinzugezogen, weil sich dort ein Mann nach einem Angriff auf Polizeibeamte in seinem Wohnmobil verschanzt hatte (Symbolbild).

Spektakulärer Vorfall in Schwerte (Kreis Unna): Hier verschanzte sich ein Mann (45) nach einem Familienstreit in seinem Wohnmobil. SEK-Kräfte rückten an.

  • Die Polizei musste in Schwerte (NRW) bei Dortmund SEK-Kräfte hinzuziehen.
  • Ein Mann (45) hatte sich nach einem Streit in seinem Wohnmobil verschanzt.
  • Zuvor bedrohte er Polizeibeamte mit einem brennenden Gasbrenner.

Schwerte - Im Stadtteil Holzen der 46.000-Einwohner-Stadt Schwerte im Kreis Unna bei Dortmund haben sich am Dienstagmorgen offenbar zunächst lautstarke und dann auch actionreiche Szenen wie aus einem Krimi abgespielt. 

Dabei stand ein 45-jähriger Mann aus Schwerte im Mittelpunkt, der in einer ersten Mitteilung als "Störer" und "polizeibekannt" bezeichnet wurde. 

"Das bezieht sich im weitesten Sinne auf den Bereich der Körperverletzungsdelikte", konkretisierte Polizeisprecherin Vera Howanietz im Gespräch mit WA.de*.

SEK-Einsatz in Schwerte: Streit mit Frau als Auslöser?

Vor einem Haus an der Luisenstraße im Schwerter Ortsteil Holzen hatte sich kurz nach 7.30 Uhr unter Familienangehörigen zunächst ein verbaler Streit zugetragen, wie Howanietz erläuterte.

Als der sich zuspitzte, sei dann "aus der Familie heraus" die Polizei hinzugezogen worden. Der Hellweger Anzeiger berichtet online über Aussagen von Anwohnern, dass die Frau ihren Mann nicht in die Wohnung habe lassen wollen. Das soll Auslöser des Streites gewesen sein.

SEK-Einsatz in Schwerte: Gasbrenner angezündet

Die eingesetzten Polizeibeamten konnten aber zunächst nichts ausrichten. Ganz im Gegenteil: Für sie wurde es plötzlich selbst gefährlich. Sie wurden nämlich mit einem Gasbrenner angegriffen, den der 45-Jährige angezündet hatte.

Die SEK-Beamten öffneten nach ihrem Eintreffen in Schwerte schließlich gewaltsam die Tür zu dem Wohnmobil und konnten den Mann unverletzt festnehmen.

Anschließend habe sich der Mann in seinem Wohnmobil verschanzt, das vor der Tür des Hauses in der Luisenstraße gestanden habe. Aus diesem dürfte auch der Gasbrenner gestammt haben.

SEK-Einsatz in Schwerte: Wohnmobil gewaltsam geöffnet

Weil der 45-Jährige - Vater zweier Töchter - nicht dazu zu bewegen war, aus diesem Fahrzeug herauszukommen, wurden Sondereinsatzkräfte der Polizei hinzugezogen.

"Eine Gefährdung für den Schwerter sowie für weitere Bürger der umliegenden Häuser konnte nicht ausgeschlossen werden", hieß es dazu in einer Mitteilung der Polizei, was den Schluss zulässt, dass die Ermittler unsicher waren, wie sich der Mann weiter verhalten würde.

Die SEK-Beamten öffneten nach ihrem Eintreffen in Schwerte schließlich gewaltsam die Tür zu dem Wohnmobil und konnten den Mann unverletzt festnehmen, der im weiteren Verlauf einer psychiatrischen Einrichtung zugeführt werden musste.

SEK-Einsatz in Schwerte: Mann in Psychiatrie gebracht

"Verletzt wurde niemand - nicht der 45-Jährige, kein Polizeibeamter und auch niemand aus der Familie. Der Streit war ausschließlich verbal ausgetragen worden", so Polizeisprecherin Vera Howanietz abschließend.

Der Bereich Luisenstraße war während des Einsatzes weiträumig abgesperrt worden.

*WA.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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