Wahnsinns Spektakel am Nachthimmel

Sternschnuppen im April 2020: So sieht man die Lyriden besonders gut

Die Sternschnuppen der Lyriden sind im April 2020 zu sehen. Am Mittwoch gab es bis zu 20 Sternschnuppen in der Stunde zu sehen - mit besten Bedingungen. 

  • Ende April werden zahlreiche Sternschnuppen am Himmel zu sehen sein.
  • Die sogenannten Lyriden gehen auf einen Kometen zurück.
  • Es gibt Tipps, wie ihr das Phänomen 2020 am besten beobachten könnt.

Dortmund - In der Regel muss man beim Blick in den Nachthimmel einiges an Geduld mitbringen, um Sternschnuppen zu sehen. Ende April wird das anders sein: Die Lyriden zaubern dann pro Stunde rund 20 dieser Phänomene ans Firmament, berichtet RUHR24.de*. Um sie gut zu sehen, gibt es ein paar Tipps.

Sternschnuppen im April 2020: Die Lyriden sind Ende des Monats zu sehen

In diesem Jahr finden Hobbyastronomen für die Beobachtung der Sternschnuppen beste Bedingungen vor, erklären die Sternfreunde. Denn Ende April ist Neumond, was dazu führt, dass der Erdtrabant den Nachthimmel nicht erleuchtet.

Kurz zuvor, in der Nacht vom 22. auf den 23. April (Mittwoch auf Donnerstag) werden die meisten Sternschnuppen der Lyriden zu sehen sein, schätzen die Hobbyastronomen.

April 2020: Lyriden sorgen in der Nacht für 20 Sternschnuppen pro Stunde

Rund 20 Sternschnuppen in der Stunde sollen demnach in dieser Nacht zu sehen sein. Am besten sieht man die in der Erdatmosphäre verglühenden Teilchen von einem dunklen Ort aus. Besonders viele Sternschnuppen erwarten Astronomen in diesem Jahr aber wohl nicht.

Wer einen guten Blick haben möchte, der sollte sich also am späten Abend weit entfernt von Lichtquellen und Städten auf die Lauer legen. An einem Ort ohne Lichtverschmutzung sind die Sternschnuppen der Lyriden am besten zu sehen. Voraussetzung ist natürlich ein möglichst wolkenfreier Himmel.

Sternschnuppen der Lyriden sind am 22. und 23. April 2020 zu sehen.

Zuletzt waren die Sternschnuppen der Perseiden im August 2019* nur schlecht zu sehen. Schuld daran war das Wetter.

Sternschnuppen der Lyriden stammen aus dem Schweif eines Kometen

Benannt sind die Lyriden nach dem lateinischen Namen des kleinen Sternbilds "Leier". Sein Hauptstern ist "Wega".

Wie die Sternfreunde erklären, entspringen die Sternschnuppen diesem Sternbild jedoch nicht wirklich. Stattdessen kreuzt die Erde auf dem Weg um die Sonne Ende April Reste des Kometen Thatcher. Er wurde bereits 1861 von dem nach ihm benannten Amateurastronomen entdeckt.

Wenn die Staubteilchen aus dem Schweif des Kometen in der Erdatmosphäre verglühen, ist das auf der Erde als heller Lichtschein zu erkennen, den wir Sternschnuppe nennen. Und weil dieses Phänomen bereits seit 2700 Jahren beobachtet werden kann, werden die Sternschnuppen der Lyriden auch im kommenden Jahr zur selben Zeit erneut zu sehen sein.

ffo

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Daniel Reinhardt/dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare