Ahauser will Angela Merkels Amt übernehmen

Kampf um CDU-Vorsitz: Jens Spahn verpasst Stichwahl

+
Zwei lachende und ein trauriges Gesicht: Jens Spahn hatte in der ersten Wahlrunde das Nachsehen.

Die Entscheidung ist gefallen. Bereits in der ersten Wahlrunde musste Jens Spahn seine Hoffnungen auf den CDU-Vorsitz begraben. Dennoch konnte er zufrieden auf das Ergebnis blicken.

Kampf um CDU-Vorsitz: Jens Spahn verpasst Stichwahl

Update vom 7. Dezember: Es bleibt spanned. Wer wird Angela Merkels Nachfolger als Vorsitzende der CDU? Drei Kandidaten gingen ins Rennen. Jetzt gab es bereits die erste Entscheidung: Jens Spahn hat das Rennen bereits verloren.

In der ersten Runde gingen 1001 Delegierte der Christdemokraten an die Urne. 450 Stimmen bekam die Generalsekretärin der CDU Annegret Kramp-Karrenbauer (45 Prozent). Friedrich Merz lag mit 392 Stimmen auf Rang zwei. Für den Ahauser Jens Spahn stimmten nur ganze 157 CDU-Mitglieder (knapp 16 Prozent). Gemessen an den geringen Chancen, die ihm zugerechnet wurden, war dies ein beachtliches Ergebnis für den Bundesgesundheitsminister.

Aus der Traum: Jens Spahn wird nicht Vorsitzender der CDU.

Kampf um CDU-Vorsitz: Parteikollege rät Jens Spahn nicht anzutreten

Update vom 6. Dezember: Wer wird der Nachfolger von Angela Merkel als Vorsitzender der CDU? Diese Frage wird am morgigen Freitag (7. Dezember) geklärt. 1001 Delegierte der Christdemokraten wählen den neuen Parteichef. Jens Spahns Chancen stehen nicht gut – ihm fehlt der Rückhalt der Partei. Das wurde auch durch die Wahlempfehlung von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble deutlich.

Der 76-Jährige betonte, dass er Friedrich Merz als den geeignetsten der drei Kandidaten hält. Neben Merz und und Jens Spahn stellt sich auch Annegret Kramp-Karrenbauer zur Wahl. Die Empfehlung des ehemaligen Finanzministers kam nicht bei allen gut an.

Der 38-jährige Jens Spahn will am Freitag zu Merkels Nachfolger gewählt werden. Doch seine Chancen stehen schlecht.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier kritisierte Schäuble für dessen Wahlempfehlung. Er habe damit einen "Damm gebrochen", so der 60-Jährige. Im selben Atemzug nannte er dann seinen Favoriten für die Wahl in Hamburg. Und auch das wird Jens Spahn nicht schmecken.

"Ich bin überzeugt, dass wir mit Annegret Kramp-Karrenbauer die beste Chance haben, die CDU zu einen und Wahlen zu gewinnen", sagte Altmeier gegenüber RP Online. Der Parlamentarische Staatssekretär im Entwicklungsministerium, Norbert Barthle, ging sogar noch weiter und riet Jens Spahn sich erst gar nicht zur Wahl zu stellen. "Würde er mich persönlich um Rat fragen, würde ich ihm sagen, dass es klug wäre, nicht anzutreten", so Barthle gegenüber der "Rheinischen Post". Es sei klar zu erkennen, dass er sich gegen die beiden anderen Kandidaten nicht durchsetzen könne.

Schlechte Chancen auf den CDU-Vorsitz: Jens Spahn setzt auf sein Alter

Update vom 5. Dezember: Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat sich jüngst für Friedrich Merz als neuer Vorsitzender der CDU ausgesprochen. Und auch Annegret Kramp-Karrenbauer besitzt gute Chancen auf die Nachfolge von Angela Merkel. Einer hängt derzeit hinterher: Jens Spahn kann sich keine großen Hoffnungen machen, die Kanzlerin als Vorsitzender der Christdemokraten zu beerben.

Jedoch sieht der Ahauser gegenüber den beiden anderen Kandidaten einen entscheidenden Vorteil bei sich: Sein Alter. Im ZDF-Morgenmagazin betonte Jens Spahn: "Wenn man mit 38 noch blutjung ist in der CDU, dann ist das vielleicht Teil des Problems."

Die Verantwortung Deutschlands müsse in Zukunft vermehrt an die jüngere Generation abgegeben werden. Es sei zwar gut, dass viele wichtige Positionen in der Hand von 60- bis 70-Jährigen sei. Jens Spahn fügt jedoch an: "Viele der Jüngeren fragen sich aber, ist es eigentlich noch gut, wenn wir mal älter sind." 

Eine mögliche Niederlage am Freitag sei kein Grund für den Ahauser aufzugeben: "Der Typ Schmollecke bin ich nicht. Ich werde weiter in der CDU und in der Regierung mitarbeiten und Impulse setzen", gibt sich Jens Spahn kämpferisch.

Jens Spahn (38) sieht sich gewappnet für die Aufgabe als CDU-vorsitzender.

Jens Spahn hält Fahrverbote für "unsozial"

Update vom 4. Dezember: Die drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz begeben sich derzeit in Stellung und werben bei den Mitgliedern um Stimmen. Gegenüber der Bild-Zeitung kam Jens Spahn auf das Thema Fahrverbote zu sprechen. In mehreren deutschen Städten wurden Diesel-Autos bereits aus den Städten verbannt. Auch auf der A40 bei Essen sollen sie demnächst nicht mehr fahren.

Der Gesundheitsminister hält davon jedoch ziemlich wenig. "Ich finde das nicht vernünftig. Denn es führt doch zu Ausweichverkehr. Und das führt zu mehr Verkehr, mehr Stehenbleiben an Ampeln und mehr Ausstoß", sprach sich Jens Spahn gegen Fahrverbote aus. Gegenüber Pendlern sei solch ein Verbot unfair, so der gebürtige Ahauser. 

Am Freitag will Jens Spahn CDU-Vorsitzender werden.


"Es ist doch das Unsozialste, was es gibt, Pendlern zu sagen: 'Ihr dürft nicht mehr in die Stadt fahren.' Wer einen fünf Jahre alten Diesel hat, der hat ihn wahrscheinlich, weil er sich keinen neuen leisten kann“, sagte der 38-Jährige im Bild-Talk. Jens Spahn bewirbt sich am kommenden Freitag (7. Dezember) neben Friedrich Merz und Annegret Kramp-Karrenbauer für den CDU-Vorsitz von Bundeskanzlerin Angela Merkel. 

Jens Spahn über Hartz 4: "Jeder Job ist zumutbar"

Berlin – Vor einer Woche diskutierte Jens Spahn noch hitzig mit Linken-Chefin Sarah Wagenknecht über Hartz 4 bei "Anne Will". Der Gesundheitsminister der CDU plädierte dafür, an dem Konzept auch in Zukunft festzuhalten. "Das Grundprinzip, die Grundidee, die dahinter steckt, die ist aus meiner Sicht zu erhalten“. Wagenknecht sah dies naturgemäß anders. Jetzt legte der Ahauser in der Debatte noch einmal nach.

Jens Spahn im Interview: Hartz 4 bedeutet keine Armut

Gegenüber der Bild-Zeitung betonte Jens Spahn, der am kommenden Wochenende den CDU-Vorsitz von Bundeskanzlerin Angela Merkel übernehmen will, dass Hartz-4 nicht per se ein Leben in Armut bedeute. Selbst schlecht bezahlte Jobs seien grundsätzlich besser als keine Arbeit, so der 38-Jährige. 

Will am Freitag CDU-Vorsitzender werden: Jens Spahn.

Für Jens Spahn ist keine Arbeit unzumutbar

Von Hartz-4-Empfängern fordert er, sich nicht nur auf den Wunsch-Job zu fokussieren. Generell sei keine Arbeit unzumutbar. "Es ist vielleicht nicht die Arbeit als Minister, es ist kellnern, es ist reinigen, es ist Handwerk. Warum ist uns das nicht zumutbar, das muss mir mal jemand erklären?, so Jens Spahn

Auch Lockerungen der Hartz-4-Sanktionen erteilt Jens Spahn eine Absage. "Warum soll jemand, der 23 ist und nächste Woche einen Termin im Jobcenter hat, nicht um 10 Uhr aufstehen?“ und fuhr weiter fort: "Diejenigen, die das (Hartz 4) finanzieren, haben Anspruch darauf, dass jeder im Rahmen dessen, was er einbringen kann, sich auch einbringt."

Auch interessant

Kommentare