US-Präsident mit Corona infiziert

Maischberger-Talk: Lauterbach nennt neue Corona-Regel „unsinnig“ - Bolton zweifelt Trumps Krankheitsgeschichte an

Bei Sandra Maischberger spricht John Bolton, Ex-Sicherheitsberater von Donald Trump, über die Coronainfektion des US-Präsidenten. Karl Lauterbach kritisierte die neuen Regeln in Deutschland.

  • SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach findet deutsche Corona-Regelung „unsinnig“.
  • Donald Trump* ist nach seiner Corona-Infektion wohl „nicht aus dem Schneider“.
  • Maischberger* fragt Grünen-Chef Robert Habeck, ob er sich das Kanzleramt vorstellen könne.

Update von 08. Oktober, 10.06 Uhr: „Das Weiße Haus unter Donald Trump war seit vier Jahren nichts arbeitsfähig“, behauptete John Bolton am Mittwoch im Talk bei Sandra Maischberger. Der 71-Jährige war von 2018 bis 2019 Nationaler Sicherheitsberater und ein enger Vertauter von Donald Trump. Neben Bolton waren ebenfalls Grünen-Chef Robert Habeck, SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, Comedian Bernd Hoëcker, taz-Chefredakteurin Barbara Junge und Autor Ansgar Graw anwesend.

Donald Trump: Vernichtendes Fazit im Maischberger-Talk - Ehemaliger Sicherheitsberater über Trump

Eines der Highlights war sicherlich der Auftritt von John Bolton, der per Videoschalte ins Studio ordentlich gegen seinen ehemaligen Chef aus, beispielsweise scherzte er, dass Chaos eine Lebensart für Donald Trump sei. Zu der aktuellen Corona-Infektion* des US-Präsidenten hatte Bolton ebenfalls eine klare Meinung: Er glaube nicht, dass die Welt den wahren Gesundheitszustand des Präsidenten erfahren werde oder in welchem Zeitraum sich Trump infiziert habe und somit eine Gefahr für andere gewesen sein könnte.

SPD*-Politiker und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach äußerte sich ebenfalls zu den jüngsten Corona-Schlagzeilen* von Donald Trump. Als Virusträger mit anderen Menschen in einem Auto herumzufahren oder nach wenigen Tagen die Klinik zu verlassen finde er unverantwortlich. Trump habe damit vorgemacht, was kein Bürger machen sollte. Das Filmmaterial eines Kamerateams zeigt den Präsidenten bei seiner Rückkehr in das Weiße Haus - allerdings zerbrechlich und verletzlich. Der mit dem Coronavirus infizierte Präsident schnappt dabei nach Luft und versucht sich zu sammeln. Für Lauterbach ein klares Zeichen: „Das zeigt, er ist noch nicht aus dem Schneider“.

Maischberger-Talk: Lauterbach über Corona-Regelungen in Deutschland: „Regelung ist unsinnig“

Sehr kritisch äußerte sich Lauterbach über die aktuellen Corona-Regelungen in Deutschland. Ein Thema war dabei die innerdeutsche Einreiseregelung für Menschen aus Corona-Gebieten. Der SPD-Politiker fand dafür harte Worte: „Die Regelung ist unsinnig“, so Lauterbach. Die Regelungen sind nicht einheitlich und daher nicht ganz einfach nachzuvollziehen. Beispielsweise wird ein Berliner in Bayern als Risiko-Kandidat bewertet, darf aber dennoch nach Schleswig-Holstein einreisen. Für den Gesundheitsexperten ist das Reisen nicht das eigentliche Problem: „Die Pandemie wird nicht durch das Reisen getrieben. Die Corona-Infektion* wird getrieben durch unvorsichtiges Verhalten bei privaten Feiern.“ Lauterbach fordert daher ein Verbot von privaten Feiern mit mehr als 25 Personen.

Maischberger-Talk: Grünen-Chef Robert Habeck als neuer Bundeskanzler?

Ebenfalls zu Gast war der Grünen*-Chef Robert Habeck. Von Sandra Maischberger bekam er wieder und wieder die Frage gestellt, ob er Bundeskanzler werden wolle. Der 51-jährige fand darauf eine sehr schlagfertige Antwort: „Zu sagen, ich will Bundeskanzler werden, mit dieser Lässigkeit, hey, hast du mal Bock, das zu machen, geht aus meiner Sicht völlig an dem, was dieses Amt bedeutet, vorbei.“ Weiter untermauerte er seine Aussage: „Joschka Fischer hat das mal die ‚Todeszone der Politik‘ genannt. Weil man Entscheidungen über Leben und Tod trifft. Weil man Entscheidungen trifft, die Arbeitsplätze gefährden oder neue entstehen lässt.“ Trotzdem bekannte sich Habeck deutlich, dass er von der Aufgabe als Bundeskanzler nicht abgetan wäre. Er versprach: „Wir geben unser Bestes. Ich gebe mein Bestes, Annalena gibt ihr Bestes und dann werden wir sehen, was daraus wird.“

Donald Trump und Corona: Ex-Sicherheitsberater redet über US-Präsidenten bei Maischberger

Erstmeldung vom 07. Oktober: Berlin - Bei „Maischberger. Die Woche“ geht es am Mittwochabend um den Klimawandel, das Recht auf Homeoffice, den Anstieg der Corona-Zahlen - aber auch um Donald Trumps Wahlkampf und seine Corona-Infektion.

Während SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach über die Infektionslage in Europa sprechen wird und darüber, dass auch in Deutschland die schweren Verläufe wieder zunehmen, gehen an Grünen-Parteichef Robert Habeck voraussichtlich eher Fragen dazu, wie sich die Partei ein Jahr vor der Bundestagswahl positioniert. Kürzlich kritisierten „Fridays for Future“-Aktivisten die Parteispitze: Sie setze sich nicht glaubwürdig für den Klimawandel ein.

Ansgar Graw, Herausgeber des „European“, Barbara Junge, Chefredaktuerin der taz sowie Schauspieler und Moderator Bernhard Hoëcker diskutieren und kommentieren laut Maischberger-Redaktion das „Mobile Arbeit Gesetz“ von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil.

Donald Trump: Sein ehemaliger Sicherheitsberater zu Gast bei Maischberger

Auch um Donald Trumps Infektion mit dem Coronavirus* und inwiefern diese eine Rolle im Wahlkampf spielen wird, soll es gehen. Hierzu ist John Bolton, Trumps ehemaliger Nationaler Sicherheitsberater, zu Gast bei Maischberger*. Bolton sorgte für internationale Aufmerksamkeit, nachdem er ein Buch mit dem Titel „The Room Where It Happened“ (auf Deutsch: „Der Raum, in dem alles geschah“) veröffentlichte. Es enthält drastische Vorwürfe gegen Trump*, etwa dass er seine eigenen Interessen über die des Landes stellt. Zudem soll er demnach den chinesischen Präsidenten Xi Jinping um Hilfe für seine Wiederwahl im November gebeten haben.

Trump sagte über das Buch, es sei eine „Zusammenstellung von Lügen und erfundenen Geschichten“. Ein Bundesgericht in Washington hatte den Antrag einer einstweiligen Verfügung abgelehnt, mit der die Trump*-Regierung die Veröffentlichung des Buches wegen darin enthaltener geheimer Informationen kurz vor Veröffentlichung verhindern wollte. Laut US-Regierung hatte Bolton den vorgeschriebenen Weg der Freigabe durch das Weiße Haus nicht durchlaufen.

Donald Trump als Thema bei Maischberger: Hier ist die Sendung zu sehen

Maischberger. Die Woche*“ wird am Mittwochabend um 22.50 Uhr auf ARD ausgestrahlt. Neben einem Online-Livestram gibt es auch die Möglichkeit, die Sendung nachträglich in der Mediathek anzusehen. Zudem gibt es um 3.25 Uhr eine Wiederholung. *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Screenshot ARD

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